Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft, 571 Jede Verwirklichung eines auf besondere Seele bezogenen Leistungs- Grundlage-Wertes, welche sich in einer „Wirtschaft“ findet, nennen wir den „Ertrag“ jener Wirtschaft, jede Entwirklichung eines auf besondere Seele bezogenen Leistungs- Grundlage- Wertes, welche sich in einer „Wirtschaft“ findet, nennen wir die „Kosten“ jener „Wirtschaft“, so daß sich also in jeder „Wirtschaft“ eine „Kosten-Ertrag-Beziehung“ findet. „Preis“ nennen wir insbesondere jede Entwirklichung eines auf besondere Seele bezogenen Leistungs-Grundlage-Wertes, welche sich in einer „Tausch-Wirtschaft“ findet. Aus dem bereits hinsichtlich der „Tausch-Wirtschaft“ Gesagten ergibt sich, daß sich in jeder Tausch- Wirtschaft zwei „Preise“ finden, und daß jeder „Preis“ sich als Ent- wirklichung eines Leistungs-Grundlage-Wertes in solcher Veränderung findet, die sich zugleich — in Beziehung zu der anderen Seele — als Verwirklichung eines Leistungs-Grundlage-Wertes, also als „Ertrag“ darstellt. Da überhaupt die „Kosten-Ertrag-Beziehung“ in jeder „Wirt- schaft“ eine Beziehung zweier Veränderungen, nämlich die bereits dar- gelegte „Verbundenheit“ von „Entwirklichung eines auf besondere Seele bezogenen Leistungs-Grundlage-Wertes“ und „Verwirklichung eines auf jene Seele bezogenen anderen Leistungs-Grundlage-Wertes“ darstellt, ist auch im besonderen die „Preis-Ertrag-Beziehung“ eine solche Be- Beziehung zweier Veränderungen, denn „Preis“ ist stets besondere Veränderung und „Ertrag“ ist auch stets besondere Veränderung. Man kann deshalb in genauer Rede eigentlich nur von dem „Preise be- sonderen Ertrages“ sprechen, d. h. von jener „Entwirklichung auf besondere Seele bezogenen Leistungs-Grundlage-Wertes“, welche sich innerhalb besonderer Tausch-Wirtschaft in besonderer Veränderung zusammen mit einer besonderen „Verwirklichung auf jene besondere Seele bezogenen Leistungs-Grundlage-Wertes“ findet. Völlig unzu- treffend ist es daher, den „Preis“ als eine Beziehung von „Güter- mengen“ zu bezeichnen, wobei man mit dem Worte „Gütermenge“ nichts anderes meint, als eine „Gesamtheit von wertvollen Körpern“. Spielt doch überhaupt das Wort „Gütermenge“ in der „Volkswirtschafts- lehre“ eine ganz außerordentliche Rolle, und wenn wir der gangbaren Volkswirtschaftslehre lauschen, so gewinnen wir ungefähr den Eindruck, daß die „Volkswirtschaft“ ein Gegebenes ist, in welchem „Körper- quantitäten“ „Zirkulieren“ und sich auch im übrigen derart verhalten, daß eine sogenannte „exakte“ „Volkswirtschaftslehre“ möglich ist, d. h. eine „Volkswirtschaftslehre“, die zwar weder mit „Volk“ noch mit „Wirtschaft“ etwas zu tun hat, dafür aber der Mathematik entlehnte Zeichen und Formeln bietet. In Wahrheit aber ist die „Preis-Ertrag- Beziehung“ eine besonderes Wollen erfüllende Beziehung zweier Ver- änderungen, eine Beziehung, die nicht, wie man unklar sagt, eine „Funktionalbeziehung“ ist, sondern, wie jede „Kosten-Ertrag-Beziehung“,