Full text: Bau- und Baustoffindustrie (2)

n 
Während der für die Verjährung der Gewährleistung vorgesehenen Frist 
ist der Unternehmer verpflichtet, alle Mängel an den von ihm hergestellten 
Bauarbeiten, soweit sie auf schlechte Ausführung oder Verwendung 
schlechter Baustoffe zurückzuführen sind, zu beseitigen, sofern eine dies- 
bezügliche schriftliche Aufforderung der Bauherrschaft alsbald nach PFest- 
stellung des Mangels und noch vor Ablauf der Verjährungsfrist an ihn 
argeht. Jede andere Ersatzverbindlichkeit, als vorstehend festgelegt, für 
unmittelbaren oder mittelbaren Schaden oder Betriebsschäden wird aus- 
geschlossen. 
3ei Auftragserteilung ist zur Deckung der ersten Aufwendungen des Unter- 
ıaehmers für Verladungen, Material, Einrichtung der Baustelle usw. eine 
antsprechende Anzahlung zu leisten. 
Alle Zahlungen haben ohne Abzug zu geschehen. Bei nicht rechtzeitiger 
Zahlung sind vom Fälligkeitstage ab Zinsen in Höhe von 2% über Lom- 
vardzinsfuß der Reichsbank zu vergüten. 
Bei Stundenlohnarbeiten beträgt der vorgesehene Zuschlag zu den Tarif- 
‚öhnen einschließlich der an die Arbeitnehmer zu zahlenden Nebenvergü- 
tungen 50%. Für Vorhalten von Kleingerät und Werkzeugen sind 15% 
der Rechnungssumme zu vergüten. Das Vorhalten von Gerüsten, Ma- 
schinen, Pumpen, sonstigen größeren Geräten sowie Spezialgeräten ist 
besonders zu vergüten. 
In den vereinbarten Preisen sind folgende Arbeiten nicht enthalten, die, 
falls sie vorkommen, nach besonderen Einheitspreisen oder im Tagelohn 
zu vergüten sind: . 
a) das Vorhalten, Aufstellen, Umsetzen und Wiederbeseitigen von Bau- 
zäunen und Wohnbaracken; 
b) das Einbauen und das Vergießen von eisernen Trägern, Unterlags- 
platten, Rahmen, Rohren, Rohrstutzen, Ankern, Kästen u. dgl. 
c) das Herstellen, Schließen und Abdichten von Aussparungen; 
1) die Lieferung und das Versetzen von Dübeln, das nachträgliche Stemmen 
von Löchern für Transmissionen, Rohrleitungen, Lichtleitungen, das 
Ausspitzen von Mauerwerk zur Herstellung von Deckenauflager usw.; 
e) etwa erforderliche Wasserhaltungsarbeiten; 
f) die Absteifung und Unterfangung von Nachbargebäuden, die Beseiti- 
gung von alten Baukörpern u. dgl. 
Streitigkeiten aus dem Vertrage sind unter Ausschluß des Rechtsweges 
lurch ein Schiedsgericht nach der Schiedsgerichtsordnung des Deutschen 
Beton-Vereins E., V. zu entscheiden. Gerichtsstand ist der Geschäftssitz des 
Unternehmers. Soweit nicht durch Gesetz oder Vertrag eine kürzere Frist 
oestimmt ist, verjähren alle gegenseitigen Ansprüche in zwei Jahren. 
Etwaige Vertragsstempelkosten werden vom Auftraggeber und vom Unter- 
nehmer je zur Hälfte getragen. 
10)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.