Full text: Bau- und Baustoffindustrie (2)

benen Lieferungsziffern der Gesellschafter verhältnismäßig herauf- bzw. 
herabzusetzen. 
Jeder Gesellschafter ist verpflichtet, die ihm zugewiesene Beteili- 
gung in jedem Geschäftsjahre herzustellen und für die Verkaufestelle 
bereit zu halten. Dasjenige Ziegelquantum, das ihm auf die zugewiesene 
Jahresbeteiligung nicht abgenommen wird, hat er am Schlusse eines 
jeden Geschäftejahres gebrannt für die Geschäftsstelle bereit zu stellen. 
Jedoch können als vorhandener Frühjahrsbestand (1. Januar bis 15. Mai) 
nicht mehr als 30°, der festgesetzten Beteiligung verlangt werden. 
Erfüllt ein Mitglied seine Lieferpflicht nicht pünktlich und rechtzeitig, 
30 ist der Aufsichtsrat berechtigt, die Lieferungsziffer für das laufende 
Jahr angemessen herabzusetzen. 
Die Gesellschafter sind verpflichtet, der Ziegelverkaufsstelle die 
üblichen Mauerziegel (Maschinenziegel Klasse II und III) und Hand- 
strichziegel zum alleinigen Verkauf innerhalb des Konventionsgebietes 
zu überlassen. Maschinenziegel der Klasse I (hartgebrannte und sor- 
tierte Rohbau- und Reinbauziegel) dürfen von den Gesellschaftern um 
mindestens 4 Mark pro Tausend teurer als Maschinenziegel Klasse II 
freihändig verkauft werden. Dem freien Verkauf sind außerdem über- 
lassen Dachziegel, hohle und poröse Ziegel (schlesische und sächsische 
Hohlverblender), falls sie andere Formen und Maße als Mauerziegel 
in normalem Format zeigen und diese nicht ersetzen. Den Gesell- 
schaftern steht es frei, alle vom Vertrage ausgeschlossenen Ziegelsorten 
durch die Geschäftsstelle unter den mit dieser zu vereinbarenden Be- 
dingungen verkaufen zu lassen. Von den vertraglich gebundenen 
Ziegeln können Mengen bis zu 1000 Stück in der Woche unter Anrech- 
nung auf die Absatzquote innerhalb des Verbandsgebietes freihändig 
veräußert werden. Außerhalb des Verbandsgebietes dürfen auch größere 
Mengen der gebundenen Ziegel, falls sie über dem von der Verkaufs- 
stelle festgesetzten Produktionsbestand liegen, freihändig verkauft 
werden. Der Verkäufer haftet jedoch dafür, daß die auf diese Weise 
abgesetzten Ziegel nicht wieder in das Verbandsgebiet hineingelangen. 
Der Gesellschafter hat der Verkaufsstelle die Ziegel gut gebrannt 
in dem normalen Format (25 + 12 + 6,6 em) und den baupolizeilichen 
Anforderungen entsprechend zu liefern und sie prompt an die ihm auf- 
gegebene Verwendungsstelle, ganz gleich in welchen Teilen des Ver- 
kaufsgebietes sie liegt, anzufahren. Der Absatzradius beträgt im 
Höchstfalle 12 bis 14 km. Als normale Entfernung wird die Entfernung 
der Ziegelei bis zum Stadtinnern von Chemnitz zugrunde gelegt. Ist 
die Versendungsstelle weiter entfernt oder kann sie nur durch 
erschwerte Anfuhr erreicht werden, so wird von der Geschäftsstelle 
im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat eine angemessene Fuhrlohn- 
entschädigung gewährt. Mit dem Fuhrlohnzuschlag ist möglichst der 
Empfänger der Ziegel zu belasten. 
Hat ein Gesellschafter den zu haltenden Bestand lieferbarer Ware 
nicht selbst zur Lieferung bereit, oder hat er seine Lieferungsverpflich- 
tung nicht vertragsmäßig ausgeführt, so kann die Ziegelverkaufsstelle 
mit Genehmigung des Aufsichtsrates für die fehlenden bzw. nicht gelie- 
ferten Ziegel für Rechnung des in Rückstand geratenen Gesellschafters 
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