Full text: Bau- und Baustoffindustrie (2)

Sachverständiger J.: Wir haben Werke, die fast nur dritte Klasse, 
also Hintermauersteine machen. Unsere Gesellschaft hat. drei Werke, 
die heute technisch go eingerichtet eind, daß der Stein in einer beson- 
ders schönen Form herauskommt. Er gilt deshalb als Vormauerstein, 
als zweite Klasse. Diese zweite Klasse fällt noch unter die Berechnung, 
Bessere Steine kommen SOZzUsagen gar nicht in Frage. Das einzige Werk, 
das in Frage kommen würde, ist eins, das Klinker herstellt. Die Pro- 
duktion ist aber noch nicht so, daß das von merklichem Einfluß auf die 
Gesamtproduktion wäre. 
Sachverständiger G.: Diese übrigen Produkte außer der dritten 
Klasse werden noch nicht einmal 1 ‘ im Gesamtgebiet ausmachen. Wir 
können keine anderen Steine herstellen als die sogenannte dritte Klasse 
der die Hintermauersteine. 
Vorsitzender: Sind die bei der ‚Gründung: errechneten Kontingente Änderung 
bis jetzt unverändert geblieben? Kontingente 
Sachverständiger G.: Nein; allein in den letzten zwei Jahren sind 
Produktionserhöhungen von etwa 84 auf 96 Millionen vorgekommen. 
Die entsprechende Kontingentserhöhung wurde von den einzelnen Wer- 
ken gewünscht und mit Anschaffung neuer Maschinen, Bagger, automa- 
tischen Abschneidern, Bau einer Trockenanlage usw. begründet; und in 
den meisten Fällen ist diesen Wünschen Rechnung getragen worden. 
Vorsitzender: Sie haben keinerlei Vorschriften, welche die Steige- 
rung der Kapazität beschränken? 
Sachverständiger G.: Nein. ‘Ich habe in meinem schriftlichen 
Referat darauf hingewiesen, daß wir auch keinerlei Produktionsein- 
schränkungen kennen. Im Gegenteil, wir haben gerade im letzten Jahre 
unsere Ziegeleien angefeuert, so viel herzustellen, wie nur irgend mög- 
lich, zumal da wir von Dresden die Aussicht hatten, größere Mengen 
abzusetzen. Dresden verlangte ursprünglich 20 Millionen von uns. 
Wir glaubten aber, den Chemnitzer Markt nicht so: sehr entblößen zu 
können, zumal wir aus den Sitzungen des Stadtparlamente wußten, 
daß erhebliche Neubauten in Aussicht genommen sind, und wir haben 
infolgedessen leider Dresden dieses Kontingent‘ abschlagen müssen 
und haben nur 10 Millionen verkauft. Heute bereuen wir es. Denn wir 
haben heute diese Steine dastehen und haben in Chemnitz nur etwa 
50°% der gesamten Produktion im letzten Jahre | absetzen . können. 
Augenblicklich ruht die Lieferung beinahe vollständig infolge der 
Witterungsverhältnisse, 
Vorsitzender: Mit welchem Teil der Kapazität haben Sie im Durch- Ausnutzung 
schnitt des letzten Jahres gearbeitet? Kontingente 
Sachverständiger G.: Wir werden mit 90 bis 100% gearbeitet 
hahen. 
Sachverständiger H.: Nein, das Kontingent, das der Ziegelei zuge- 
teilt wurde, ist auf 80 bis 90 ‘lo der Kapazität zu schätzen. Es ist nicht 
mit der Produktionsmöglichkeit zu verwechseln. Massen von Ziegeln 
3ind noch vorhanden. 
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