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Religion, colonising & trade

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Bibliographic data

thumbs: Religion, colonising & trade

Monograph

Identifikator:
1004921209
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18251
Document type:
Monograph
Author:
Schander, Carl Friedrich Albert http://d-nb.info/gnd/105516362X
Title:
Statistische Angaben über die hauptsächlich am Weltverkehr beteiligten Länder
Place of publication:
Kiel
Publisher:
Druck von Schmidt & Klaunig
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (73 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
25 
Logik ihrer Doktrinen erklären. Es ist nämlich zuerst darauf hin 
zuweisen, daß die Physiokraten der Arbeit nicht die hohe Stellung 
zusprechen konnten, die wir ihr heute beilegen, da für sie die Arbeit 
keineswegs Güter schuf, — und, was wohl zu beachten ist, die Arbeit 
des Landarbeiters ebensowenig, wie die des Industriearbeiters; wenn 
sie die erste produktiv nannten, so lag das daran, weil die Natur 
mitarbeitete, denn nur diese, aber nicht der Arbeiter, schafft Güter*). 
Weiterhin kann man diese Auffassung aus dem Milieu heraus, 
in dem sie lebten, erklären. Da sie seit den Feudalzeiten nur Ge 
meinwesen kannten, die von müßigen Großgrundbesitzern regiert und 
sowohl wirtschaftlich, wie politisch geleitet wurden, erlagen sie in 
bezug auf die Notwendigkeit des Großgrundbesitzes derselben Illusion, 
in der Aristoteles hinsichtlich der Notwendigkeit der Sklaverei be 
fangen war 2 ). 
Wenn jedoch die Physiokraten die Angriffe nicht voraussahen, 
He später auf das Grundeigentum niederhageln sollten, so haben sie, 
besonders der Abbe Baudeau, doch nicht unterlassen, es zu erklären 
Un d zu rechtfertigen. Die von ihnen vorgebrachten Begründungen 
müssen um so eher erwähnt werden, als die konservativen National- 
bkonomen während hundert Jahren nicht müde geworden sind, sich 
ihrer zu bedienen. 
Die ihnen am stärksten erscheinende Begründung, wenigstens 
führen sie sie am öftersten an, besteht darin, daß der Besitzer oder seine 
bevollmächtigten das Land urbar gemacht haben. Folglich verdankt 
selbst die produktive Klasse nur ihnen, daß sie das Produktionsmittel 
i 11 Händen hat. Sie sind es, die stets und noch immer das, was die 
Physiokraten die grundlegenden Vorschüsse (avances foncieres) 
Jümnen, leisten, d. h. die Ausgaben für Rodung, Einfriedigung, Ge- 
bäude usw. 8 ). Der Großgrundbesitzer erscheint ihnen daher keines- 
. } Es muß darauf hingewiesen werden, daß die Physiokraten niemals von land- 
k e i n Scna hlichen Arbeitern sprechen: Man könnte fast meinen, daß es zu ihrer Zeit 
gegeben habe! Ihre Fürsorge für die Landwirte erstreckt sich nicht tiefer, 
als 
Wenn 
au f die Kategorie der Pächter und Halbscheidpächter. 
Sv«t aicht ohne Übertreibung, ihre Lehre als 
bezeichnen können. 
ein 
Deshalb hat Weulbessb, 
„durchaus kapitalistisches 
u 2 ) nEbensogut, wie man sie die Klasse der Besitzenden nennt, kann man s,e 
p' ch Eiasse der Adligen nennen, denn in diesem Sinn ist der Adel anstatt eine 
Chimäre zu sein, wie man manchmal sagt, eine den zivilisierten Reichen sehr nutz 
lc e Wirklichkeit“ (Baudeau, S. 670). ... . 
k S ) »An dritter Stelle (auch wenn sie meistens an die erste gesteht werden) 
kommen die Großgrundbesitzer, die- den Boden rodeten, Gebäude e ™ ch, f“- 
«anzungen anlegten und Einfriedigungen auf ihre.Kosten machten, oder aber die 
Ausgaben zurttckerstatteten, indem sie schon fertig ausgerüstete Erbliegenschaften 
^kauften . . . D iese Rente gehört uns, werden sie sagen, aus Gründen der Ge- 
®ohtigkeit und Weisheit, 
gehört uns, werden sie sagen, 
da wir für den Boden Ausgaben 
für Unterhaltsmittel
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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