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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

184 
Eisenbahnen: Die Lokomotive. 
Geschichte der Lokomotive. 
Noch ehe James Watt 1769 seine erste auf die Arbeiten Papins und die atmo 
sphärische oder Feuer-Maschine Newcomens gegründete Dampfmaschine der Welt über 
geben hatte, und ihre gewaltigen Vorteile zunächst für Bergwerkszwecke, sodann für das 
gewerbliche Leben zu Tage traten, war jener von seinem Freunde Robison (1759) darauf 
aufmerksam gemacht worden, daß die Dampfkraft zum Bewegen von Straßenwagen dienen 
könne. Watt, dem es bekanntlich zuerst gelang, die hin und her gehende geradlinige 
Kolbenbewegung durch den einfachen (am Spinnrocken und an der Drechslerbank schon 
längst benutzten) Kurbelmechanismus in eine Drehbewegung umzusetzen, nahm 25 Jahre 
später (1784) ein Patent auf einen Dampfwagen mit hölzernem, durch Eisenbänder ver 
stärktem oder auch aus dünnem Blech gefertigtem Kessel mit innerem Flammrohr, ver 
folgte die Sache aber nicht weiter. Die Ausbildung der Kondensations-Niederdruck 
dampfmaschine und ihre 
wirtschaftliche Verwertung 
nahmen ihn ganz in 
Anspruch. 
In anderen Ländern 
hatten mittlerweile erfinde 
rische Köpfe schon versucht, 
die Dampfkraft für Fahr 
zeuge auszunutzen. Es 
gelang zum erstenmal dem 
französischen Militäringe 
nieur Cugnot, der 1769 
ein dreiräderiges Straßen 
fuhrwerk durch Dampf 
antrieb. Dasselbe ver 
mochte mit vier Personen 
belastet eine Fahrgeschwin 
digkeit von 3 1 / a km in der 
Stunde zu erreichen. Die 
Dampscylinder waren ein 
fach wirkend, mit einem 
Vierweghahn als Dampf 
steuerorgan, eine Anord- 
i79. uiurboiko Lokomotive, 1784. nung, die bereits von 
Leopold in seinem 1720 
in Kassel erschienenen „Theatrum Machinarum“ angegeben worden ist. Die Drehbewegung 
für das Treibrad bewirkte Cugnot durch eine sogenannte Ratsche (Sperrad mit Klink- 
hebel). Der Dampfkessel dieser ersten Ausführung erwies sich jedoch zu klein. Nach 
Cugnots Plänen ließ daun die französische Regierung mit einem Aufwande von 
16 000 Mark eine größere, zum Fortschaffen schwerer Geschütze bestimmte Straßen 
lokomotive herstellen. Dieselbe endete aber schon nach wenigen Fahrten durch die 
Straßen von Paris infolge eines Zusammenstoßes mit einer Mauer und fand dann 
eine Ruhestätte im Conservatoire des arts et des metiers, wo sie noch jetzt gezeigt wird. 
Im Jahre 1784 fertigte Murdock, Assistent von Watt, ein Modell eines Dampf 
wagens an, das von ihm in Thätigkeit gesetzt wurde und einige Fahrten ausführte. 
Abb. 179 gibt eine Ansicht dieses Modellwägelchens wieder. Aus dem senkrechten Dampf 
kessel ragt der Arbeitscylinder heraus, dessen Kolbenstange einen einarmigen langen Hebel 
bewegt, der seinerseits durch eine Lenkstange die Radachse in Umdrehung versetzt — eine 
Übertragungsform, die wir in etwas verbesserter Art 1801 bei Evans (Abb. 180), 
1813 bei Hedley (Abb. 186 u. 187) und 1828 bei Foster, Rastrick & Co. (Abb. 207) 
wiederfinden.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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