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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Eisenbahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

230 
Eisenbahnen: Die Zahnradlokomotive. 
Erzielung derselben Leistung müßte daher die Druckfläche für den Dampf, das ist die 
Kolbenfläche, erheblich vergrößert werden, wodurch die ganze Maschine groß und teurer 
würde. Ein zweiter Nachteil wäre aber noch der, daß die Verbrennung auf dem Roste 
infolge der geringeren Zahl der Dampfauspuffe oder „Dampfschläge" eine weniger 
lebhafte, die Dampfentwickelung des Kessels und damit die Leistungsfähigkeit der Loko 
motive also vermindert sein würde. Eine Ausnahme von vorstehender Regel machen 
nur die S. 233 genannten neueren Lokomotiven der Padangbahn (Sumatra). Hier 
wird das Zahnrad ohne Verlangsamung der Kolbengeschwindigkeit angetrieben. Die 
Dampferzeugung hat man dafür durch eine verhältnismäßig große Rostfläche zu ver 
stärken gesucht. 
Hohe Kolbengeschwindigkeiten beherrschen heutigestags den gesamten Dampfmaschinenbau, 
ebenso sind hohe Umlaufszahlen der Arbeitswellen in Fabriken und an den Arbeitsmaschinen 
in allen Industrieländern jetzt üblich, nachdem Amerika, dann England hiermit bahnbrechend 
vorangegangen sind. Wie auf Seite 173 näher erläutert wurde, kann die Leistung einer 
233. Uirrrylindrige Lokomotive mit einarmiger Kchwinge der Pikes Peak Bahn, 1898. 
Erbaut von der Baldwtn-Lotomotivfabrik in Philadelphia. 
Maschine, die durch das Produkt Kraft mal Sekundengeschwindigkcit dargestellt wird, erreicht 
werden sowohl durch große Geschwindigkeit, dann ist die Kraft klein, als auch durch kleine 
Geschwindigkeit, dann fällt die Kraft groß aus. Die Größe der Kraft ist aber für die Ab 
messungen aller dieselbe übertragenden Teile maßgebend. Je großer jene ist, desto krustiger 
müssen die letzteren ausgeführt sein. Auch die Lager, Gestcllrahmen u. s. w. werden dann 
schwerer. Kraftmaschinen mit geringen Umlaufgeschwindigkeiten bauen sich daher für dieselbe 
Nutzleistung teurer und schwerer, als solche mir großer Geschwindigkeit. Zwei Beispiele ein 
fachster Art mögen das Gesagte erläutern. 
1) Soll eine Arbeitsleistung von zehn Pferdestärken durch eine schmiedeiscrne Welle von 
einer Kraftmaschine auf eine Arbeitsstelle geleitet werden, so erhält diese Welle bei einer 
minütlichen Umdrehungszahl von 
n= 50 150 400 24 000 
einen Durchmesser von 85 65 50 8 mm. 
Je nach der Geschwindigkeit, mit der man die Welle laufen läßt, erhält man also eine wesentlich 
größere oder schwächere Abmessung. Läßt man umgekehrt die 85 mm starke Welle mit 400 
Umdrehungen in der Minute laufen, so verniag sic 100 Pferdestärken, also das 10fache zu 
übertragen. Umdrehungszahlen von 24 000 in der Minute kommen bei den Dampfturbinen vor. 
2) Die Dampfmaschine von Torpedobooten, welche die Schiffsschraube antreibt, und deren 
Kurbelwclle bis 350 Umläufe in der Minute macht, wiegt durchschnittlich nur 6 bis 8,5 Kg auf 
eine Pferdestärke. Bei langsam lausenden Land-Dampfmaschinen beträgt aber dieses auf 
jede geleistete Pferdestärke entfallende Eigengewicht je nach Bauart das 10 bis 25sache.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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