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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

883 
Die Volkswirtschaft. 
auszuschließen und den Staat zu einem selbständigen Wirtschaftsgebiete zu machen, das 
alles Notwendige innerhalb seiner eigenen Grenzen hervorbringt, so ging man jetzt von 
dem Grundsätze aus, daß vernünftigerweise jedes Land sich auf die Hervorbriugung jener 
Erzeugnisse werfen solle, aus die es seiner Natur nach angewiesen ist. Der Grundsatz 
der internationalen Arbeitsteilung und des wechselseitigen Austausches der Produkte be 
herrschte unter dem Schlagworte des Freihandels die Handelspolitik der Staaten um 
die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein neues Zeitalter schien angebrochen, das der 
Weltwirtschaft. Die ungeahnte Entwickelung, die das Verkehrswesen durch Eisenbahn 
und Dampfschiffahrt nahm, schien diese Entwickelung zu fördern. Gleichzeitig erlitt die 
industrielle Produktion durch eine Reihe von Erfindungen auf dem Gebiete des Maschinen 
wesens und durch Dienstbarmachung der Dampfkraft eine tiefgreifende Umwälzung, der 
fabriksmäßige Großbetrieb wurde die herrschende Betriebsform. Ihren Ausgang nahm 
diese Entwickelung von England, das dank seiner insularen Lage von den das Festland 
durchtobenden Kriegsstürmen verschont geblieben war, ja durch eine Erweiterung seines 
Kolonialbesitzes aus denselben nur neue Kräfte gezogen hatte und jetzt allen anderen 
Staaten in der Entwickelung voraneilte. Es schien zur Zentralwerkstätte der Welt ge 
worden zu sein. Bald war seine Landwirtschaft nicht mehr imstande, die infolge der 
industriellen Entwickelung rasch wachsende Bevölkerung zu ernähren. Es wurde daraus 
angewiesen, einen Teil seines Getreidebedarses regelmäßig von außen einzuführen. Mit 
der Vielseitigkeit und dem Umfange seiner Industrie stieg gleichzeitig sein Bedarf an 
fremden Rohstoffen, und den Gegenwert für diese massenhafte Einfuhr mußte es in der 
Ausfuhr seiner Jndustrieprodukte suchen. Dieser Umstand und der Vorsprung, den es 
in industrieller Beziehung vor den übrigen Staaten erlangt hatte, machte es zum natur- 
gemäßeu Vertreter des Freihandels, denn er bedeutete für England den ungehinderten 
Absatz seiner überlegenen Industrie ins Ausland und den ungehinderten Bezug von 
Nahrungsmitteln und Rohstoffen. 
Mittlerweile hatte sich jedoch auf dem Fcstlande ein Umschlag in den Verhältnissen 
vorbereitet. Die lange Friedensperiode in der ersten Hälfte des 19. Jahrh, hatte in den 
festländischen Staaten zu einer Erstarkung ihrer eigenen Volkswirtschaft geführt. Die 
nationale Idee, geboren unter dem Donner der Napoleonischen Kriege, empfing eine 
mächtige Förderung aus der Erkenntnis, daß die kleinen Splitterstaaten, in welche die 
bis dahin noch nicht national geeinten Völker zerfielen, den großen wirtschaftlichen Auf 
gaben der neuen Zeit nicht gewachsen seien. Man wies darauf hin, daß der Freihandel 
wohl für das vorgeschrittene England, nicht aber für die zurückgebliebenen Staaten des 
Festlandes die angemessene Handelspolitik sei, mau verlangte die Bildung eines großen 
deutschen Wirtschaftsgebietes, als der ersten Voraussetzung einer kräftigen Entwickelung 
der deutschen Volkswirtschaft, und die Rückkehr zu einem System des Schutzzolles gegen 
die übermächtige Industrie Englands, deren Konkurrenz die Entfaltung einer heimischen 
Industrie in den übrigen Staaten unmöglich machte. Der erste Ausdruck dieser Be 
strebung war die Bildung des deutschen Zollvereins. Es folgte in den Jahren 1866 
und 1871 die politische Einigung Deutschlands und Italiens. 
Damit beginnt ein neuer Abschnitt zunächst für die wirtschaftliche Entwickelung 
dieser Länder, weiterhin aber für die Volkswirtschaft überhaupt. Der Bestand einer 
starken Zentralgewalt im nationalen Einheitsstaat, welche volle Machtentfaltung nach 
außen, stetige Entwickelung im Inneren sicher stellt, war die Grundlage der wirtschaftlichen 
Blüte in Frankreich und England. Verspätet war diese Grundlage jetzt auch in Deutsch 
land und Italien geschaffen worden, und in Deutschland war damit der plötzliche Auf 
stieg zu einer Machtstellung ersten Ranges verbunden. Naturgemäß suchte man nunmehr 
auch auf wirtschaftlichem Gebiete das Versäumte nachzuholen. Anfänglich widerstrebend 
begann man auf die Mittel der merkantilistischen Politik teilweise zurückzugreifen. Wollte 
man die eigene Industrie entwickeln, so war ihr Schutz gegen die Konkurrenz der vor 
geschrittenen Industriestaaten des Westens, vor allen Englands, ein unerläßliches Gebot 
der Notwendigkeit. Nach derselben Richtung hin drängte die von dem Wettbewerbe der 
111*
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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