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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

958 Die großen Hauptlinien des Weltverkehrs zu Lande. 
riesenhafte Bahn doch durch pünktlichen und zuverlässigen Verkehr, durch Schaffung aller 
Bequemlichkeiten in ihren gut, ja selbst luxuriös eingerichteten Wagen rasch eine steigende 
Beliebtheit beim reisenden Publikum erworben, und heute benutzen auch verwöhnte Reisende, 
wie Prinzen, Diplomaten usw., für die Reise von Europa nach Ostasien oder umgekehrt sehr 
gern die Sibirische Bahn, die durchschnittlich zur Zurücklegnng der Strecke kaum die Hälfte der 
Zeit gebraucht wie der auf den Indischen Ozean und den Suezkanal angewiesene Schnell 
dampfer. Da inzwischen die Südmandschurische Bahn auch Anschluß an die chinesischen 
Bahnen erlangt hat und da andrerseits die Japaner von Mukden aus eine bequeme Ver 
bindung zum koreanischen Hafen Fusan geschaffen haben, so wird man, wenn in naher 
Zukunft einige abkürzende Strecken auf der Sibirischen Bahn fertiggestellt sein werden, 
von Berlin nach Tokio und nach Peking in nur etwa 14 Tagen zu gelangen vermögen. 
Die letztgenannte Verbindung wird sogar noch ganz bedeutend weiterhin verkürzt werden 
können, wenn die transmongolische Bahn durch die Wüste Gobi geschaffen werden wird, 
die eine gradlinige Verbindung zwischen der nahe dem Baikalsee gelegenen Station Werchne 
Udinsk der Sibirischen Bahn und der chinesischen Station Kalgan im Nordwesten von Peking 
herstellen soll. Diese Bahn würde über Kiachta und Urga dem Wege der alten „Teestraße" 
folgen, auf der der chinesische Tee vor der Eröffnung der Sibirischen Bahn nach Europa 
geschafft wurde. Prinzipiell haben sich die Chinesen und Russen über den Bau dieser 
transmongolischen Bahn bereits verständigt, die nur auf russischem Gebiet einige kleinere 
technische Schwierigkeiten bieten würde, und wenn auch zurzeit das berechtigte Mißtrauen 
Chinas gegen die russische Expansionspolitik jeder transmongolischen Bahn widerstrebt 
und widerstreben muß, -so wird dieser Schienenweg wohl später einmal geschaffen werden, 
der künftig die Reise Paris bis Peking in 11 Tagen, die Reise Berlin—Tsingtau (Knaut 
sch au) in 12 Tagen möglich machen würde. 
Der gewaltige Wert der Sibirischen Bahn für ganz Europa ist aber auch schon jetzt 
unverkennbar, nicht zum wenigsten in der raschen Beförderung der ostasiatischcu Post, die 
früher über den Suezkanal oder über Nordamerika befördert werden mußte und die jetzt 
über Sibirien nur noch die halbe Transportzeit gegen früher beansprucht. — Für die Be 
förderung von Gütermengen im Durchgangsverkehr kommt die Sibirische Bahn nur in 
bescheidenem Umfang in Betracht, weil die Frachtkosten eine zu große Höhe erreichen, so daß 
von einem Wettbewerb des ostasiatischen Durchgangsverkehrs auf der Bahn mit den älteren 
Seewegen kaum die Rede sein kann. Doch hat die Bahn immerhin eine nicht geringe Be 
deutung für die Ausfuhr Sibiriens selbst, das ja der modernen Verkehrsverbindungen mit 
Europa sonst völlig entbehrt. Besonders das sibirische Getreide, doch auch Geflügel, Fleisch, 
Butter, chinesischer Tee usw., neuerdings auch chinesische Seide, werden auf der Sibirischen 
Bahn in großen Mengen nach dem europäischen Rußland befördert, und ein Teil davon geht 
auch über die russische Grenze hinaus und kommt den übrigen europäischen Ländern zugute. 
Übrigens ist Rußland eifrig bestrebt, die Verbindungen zwischen Sibirien und seinen Ost 
seehäfen zu verbessern, um somit die Ausfuhr Sibiriens immer mehr zu fördern. 
Neben dieser großartigen Transkontinentalbahn ist im 20. Jahrhundert bisher nur 
noch an einer Stelle eine bedeutende Überlandbahn zwischen zwei Meeren neu zustande 
gekommen. Pläne zu solchen Überlandbahnen sind noch in großer Menge mannigfach er 
örtert worden, in Asien (Indo-Europäische Bahn, Bagdadbahn), in Afrika (Kap—Kairo-Bahn, 
Swakopmund—Beira, Benguella—Daressalam usw.), in Australien (Sydney—Perth, 
Sydney—Port Darwin) und in Amerika (zweite Kauada-Pazifikbahn, verschiedene neue Über 
landbahnen auf dem mittelamerikanischen Isthmus und in Südamerika), aber nur an einer 
Stelle haben sie nach jahrzehntelangem Hin und Her noch zu einem greifbaren Ergebnis geführt, 
nämlich in Südamerika zwischen Buenos Aires und Valparaiso. Hier ist seit 1909 
die Transandinobahn (llspallatabahn) nach mannigfach ivcchselndcn Geschicken 
fertiggestellt und in Betrieb genommen morden, die für das Wirtschaftsleben Südamerikas 
kaum eine geringere Rolle spielen wird als die Sibirische Bahn für Asien und Europa. Auch 
auf Europas Verkehrsbeziehungen wirkt die transandinische Bahn in sehr merklicher Weise 
zurück.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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