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Die Konsumtion

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Bibliographic data

fullscreen: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
1011553732
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36206
Document type:
Monograph
Author:
Oldenberg, Karl http://d-nb.info/gnd/117116246
Title:
Die Konsumtion
Edition:
Separatabdruck aus Grundriß der Sozialökonomik Abteilung II
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 103-164)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

124 I. Buch B III: K. Oldenberg, Wirtschaft, Bedarf u. Konsum. § 5 
Unsere Erörterung kommt so zu dem Schlüsse: der Konsument schätzt den Wert 
der Konsumtion und ihres Inhalts verschieden nicht nur in verschiedenen Zeitaltern, 
sondern auch je nach der Stufe seiner sittlichen Erziehung. Ob er die Konsumtion 
in den Dienst überweltlicher Pflichten stellt, oder in den Dienst gesellschaftlicher 
Rücksichten, oder in den Dienst der Selbsterziehung oder altruistischer Zwecke: 
lediglich Selbstzweck ist ihm die Befriedigung seiner Bedürfnisse nur auf rohester, 
reflexionsloser Kulturstufe. Daß vollends der mechanische Maßstab der verbrauch 
ten Wertmengen untauglich ist, die wirkliche Bedeutung der Konsumtionszunahme 
für die Konsumenten erkennen zu lassen, sollte sich von selbst verstehen. Ein psy 
chophysisches Gesetz, das die Beziehung der Reizstärke zur Empfindung formuliert, 
ist für das Gebiet der Konsumtion so einfach nicht zu finden. 
§ 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion. 
Die tatsächliche Gestaltung der Konsumtion findet ihre einfachste Formel in 
der Gewichtszahl von Gütern einer Gattung, die im Durchschnitt einer Bevöl 
kerung pro Kopf jährlich konsumiert werden. Wir wählen als Beispiel die ver 
hältnismäßig gut ausgebaute Statistik des Alkoholkonsums; die Statistik 
der Alkoholbesteuerung hat die Grundlage gegeben. 
Ueber den Alkoholkonsum gibt es eine große Literatur, auf die im ersten Para 
graphen schon hingewiesen wurde. Der Rahmen dieser Abhandlung erlaubt nur den 
andeutenden Hinweis auf wenige Gesichtspunkte. Einerseits scheint es, so sehr das 
gelegentlich bestritten wird, nach der neueren, hauptsächlich durch die englischen 
Parlamentsdrucksachen fundierten Statistik, daß Weinproduktionsländer die stärk 
sten Trunkländer sind, ebenso wie Fleischproduktionsländer weitaus das meiste 
Fleisch konsumieren. Nach S t r u v e s Tabelle >) war im Durchschnitt der 
Jahre 1900—1904/5 der Kopfkonsum reinen Alkohols, in Litern gemessen: 
Bier 
Wein 
Branntwein 
zusammen 
Frankreich 
1,34 
17,54 
3,54 
22,42 
Italien 
0,03 
13,44 
0,66 
14,13 
Belgien 
8,72 
0,56 
3,69 
12,97 
Schweiz 
Großbritannien 
2,56 
6,88 
2,55 
11,99 
mit Irland 
8,32 
0,22 
2,3 
10,84 
Dänemark 
3,78 
6,95 
10,73 
Deutschland 
4,78 
0,66 
4J 
9,54 
Oesterreich-Ungarn 
1,72 
3,42 
2,13 
5,15 
9,00 
Vereinigte Staaten 
0,28 
2,7 
6,4 
Schweden 
2,26 
— 
3,89 
6,15 
Rußland 
0,18 
— 
2,47 
2,65 
Norwegen 
0,67 
— 
1,58 
2,25 
Den Wirtschaftsgeographen wird es interessieren, daß die Gebiete stärksten 
und schwächsten Konsums einigermaßen klimatische Einheiten bilden, und zwar 
wird im kalten Klima am wenigsten Alkohol umgesetzt. Belgien mit seinem 
starken Bier- und geringen Weinkonsum, sowie Großbritannien mit Irland, stehen 
den Weinkonsumtionsländern in der Höhe des Alkoholverbrauchs am nächsten, zwei 
Länder alter wirtschaftlicher Kultur. Im kalten Klima fällt der Branntwein mehr ins 
Gewicht, zum Teil wohl aus Gründen der Pflanzengeographie. Den Ethnographen 
würde es interessieren, daß Romanen, Germanen und Slaven eine absteigende Stufen 
fingierten Optimum der Befriedigung zeitweise näher gekommen sein als die Typen unserer 
am meisten zivilisierten Zeitgenossen. Eine Wiederannäherung an dieses, nur in der Richtung 
vorhandene, niemals greifbare Optimum wird von dem Gange der geistigen Kultur mehr als 
von einer Vervollkommnung der wirtschaftlichen Befriedigungsmittel abhängig sein. 
*) Abgedruckt im 3. Teile des amtlichen Denkschriftenbands zur Begrün 
dung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend Aenderungen im Finanzwesen, Berlin 1908, 
S. 83. Neuere Daten (beim Wein nur für die Produktion) bei B a 11 o d , Grundriß der Sta 
tistik, 1913, S. 127 f.
	        

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Die Konsumtion. J. C. B. Mohr, 1914.
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