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Zur Zollfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Zollfrage

Monograph

Identifikator:
1016511787
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-150267
Document type:
Monograph
Author:
Richthofen, Prätorius Peter von http://d-nb.info/gnd/126830312
Title:
Zur Zollfrage
Place of publication:
Schweidnitz
Publisher:
Heege
Year of publication:
1925
Scope:
19 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Zur Zollfrage
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • Zu I. Ausschlaggebende Bedeutung der Ertragshöhe, nicht der Anbaufläche
  • II. Der Schutzzoll muß sich auf alle Produkte der Landwirtschaft erstrecken
  • III. Der Zollschutz verbilligt relativ die Lebenshaltung

Full text

Das proleklionistische Hochschutzzollsystem ist grundfätzlich zu be⸗ 
dauern. denn es unterbindet eine gesunde Konkurrenz. Aber 
wie gesagt, — es ist müßig, darüber zu streiten. 
Die jetzt von der Regierung eingebrachte, politisch so heiß 
umkämpfte, provisorische Zollvorlage ist alies andere als cine 
„Hochschutzzollvorlage“, als die sie hingestelltf wird, im Vergleich 
zu den Tarifen anderer Länder, die für unseren Handelsver— 
kehr besonders wichtig sind. Gewiß sind zahlreiche Industrie⸗ 
artikel gegen den Frieden im Zollschutz erhöht. Sie kommen 
aber nicht annähernd an diejenigen Beträge heran, mit denen 
andere Länder ihre Produktion geschützt haben. Teilweise be— 
tragen sie nur einen Bruchteil dävou. Zudem sind die vorge— 
sehenen Tarife nur „autonome“, können und werden also ein⸗ 
bezw. abgehandelt werden. Die Vorlage will (17) das Unrecht 
vom Jahre 1922 heilen und sieht auch fuͤr die landwirtschaftlichen 
Produkte „Zollsätzer vor. Sie betragen aber für das Jahr 
1925/26 nur 60 Prozent der Vorkriegshöhe — am Goldwert ge⸗ 
messen nur 35240 prozent — während die Zollsätze für nicht- 
— D Prozent 
heraufgesetzt sind. Ab 1. August 1926 sollen im ganzen die Vor— 
kriegssätze wieder in Kraft treten. Wie dies aber bewerkstelligt 
werden soll, nachdem Verträge bis dahin für längere Zeit ab— 
geschlossen sein werden, erscheint schlechterdings prattlisch unmög- 
lich. Zudem ist es politisch leicht, Zölle zu senken;, fehr schwer 
aber ist es, sie zu erhöhen. Die Senkung soll (it. Begründung) 
einen „übergang“ darstellen und „Rücksicht auf die Konsumenten“ 
nehmen. Vergessen wird aber, deg der Landwirt ebenso Konsu— 
meni städtischer Erzeugnisse ist. — Für den Landwirt aber gabees 
keine Übergangszölle“ — Der Landwirt ist Konsument für 50 
Prozent aller industriellen pp. Erzeugnissel Die geschwächte 
Kaufkraft des Landwirts trägt Schuld an dem Darniederliegen 
von Handel und, Wandel, nachdem der Export gegen die Vor— 
kriegszeit um 40 Prozent heruntergegangen ist. (1924 Goldwert 
2Milliarden gegen 10-11 Milliarden 1913.) 
An einen starken Export ist so bald nicht zu denken. Deutsch⸗ 
land blieb — rein auf Kriegsbedarf umgestellt — gegen die Fort⸗ 
schritte anderer Länder im Kriege zwängsläufig zuͤrück. 
Die Zölle für die landwirtschaftliche Produktion sind poli— 
tisch in Deutschland von je heiß umstritten. Sie werden von 
links als „Brotwucher“ bezeichnet. Aber auch hier sollte es sach— 
lich keine Meinungsverschiedenheit geben dürfen. Niemals haät 
die deutsche Landwirlschaft aus sich Zölle gefordert. Schon bei 
Beginn der deutschen Schutzzollära 1879 erhielt die Landwiri— 
schaft — die durchaus freihäudlerisch eingestellt war — minimal— 
sten Zollschutz (50 Pfg. je I Ztr. Roggen gegen 2,550 M im Jahre 
1887). Es hat sich aber im 80jährigen Zeitraum herausgefteilt, 
daß das Zolltarifverhältnis des Friedens — abgesehen von 
Schwankungen, die stets vorkommen — ein für die deutschen 
Verhältnisse leidlich richtiges war. Die Probe auf die Richlig- 
keit erbrachte die Caprivi-AUra, während der die landwirtschafi- 
lichen Zölle gesenkt wurden. Der Bodenwechsel nahm überhand, 
die Kultur ging zurück, trotz der anders lautenden Statistik, für
	        

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Moratorien Und Andere Sonderregelungen Des Zahlungsverkehrs Im Auslande. [Liebheit & Thiesen], 1914.
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