Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

B. V. Abschnitt. Steuerfreiheit des Bxistenzmininmms. 
301 
allgemein sei, daß in jedem Staatsbürger das Pflichtgefühl sich 
entwickle, ist kaum ernstlich zu nehmen. 
2. Die Steuerfreiheit des Existenzminimums und die progressive 
Besteuerung der höheren Einkommen sind Folgen desselben Prinzipes, 
des der gerechten Steuerverteilung. Trotzdem werden beide Ein 
richtungen von den Autoren der Finanzwissenschaft verschieden 
beurteilt. Boscher und Nasse sind konsequent und verurteilen beide, 
ebenso Mayer und Vocke, die beide billigen. Mill, Leroy-Beaulieu, 
Umpfenbach, Bossier billigen die Steuerfreiheit des Existenzminimums, 
verurteilen aber den progressiven Steuerfuß; Cohn und Held be 
fürworten die Steuerprogression, verurteilen aber die Steuerfreiheit 
des Existenzminimums. 
Die Steuerfreiheit des Existenzminimums ist auf zwei Gedanken 
gänge zurückzuführen. Im allgemeinen wünschen dieselbe diejenigen, 
die von der Theorie der Gleichheit der Opfer ausgehend, vor allem 
die progressive Besteuerung wünschen, als dessen Korollarium sie 
die Steuerfreiheit des Existenzminimums betrachten. Aber unter 
den Verteidigern des steuerfreien Existenzminimums sind viele, die 
die progressive Besteuerung zurückweisen, sowie hinwieder unter 
den Vertretern der progressiven Besteuerung manche das steuerfreie 
Existenzminimum mißbilligen. Die Erklärung für die erstere 
Stellungnahme ist darin zu finden, daß die Willkürlichkeit des 
progressiven Steuerfußes dessen Zurückweisung verursacht, sowie 
die Auffassung, daß die verschiedene Größe der Einkommen nur 
die in gleichem Verhältnis erfolgende Besteuerung rechtfertigt, also 
eine stärkere Inanspruchnahme, aber nur im Verhältnis der Größe 
des Einkommens, aber nicht die differentielle Behandlung der Ein 
kommen verschiedener Größe. Während also die Differenzierung 
nach der Größe des Einkommens zurückgewiesen wird, findet die 
Unterscheidung nach der Art des Einkommens Billigung. Diese 
Auffassung führt zum Teil auf Bicardo zurück, der den Arbeitslohn 
bloß als Gestehungskosten betrachtet und demgemäß dessen Be 
steuerung mißbilligte, da dieselbe die Produktion belasten würde, 
nachdem der Arbeiter in seinem Lohne bloß die Erhaltungskosten 
erhält. Ausgehend von dieser Theorie fordert dann auch John 
Stuart Mill die Berücksichtigung der verschiedenen Natur der Ein 
kommen bei der Besteuerung und dementsprechend die Steuerfreiheit 
des Existenzminimums. Andere wieder fanden diese Grundlage zu 
schmal, denn bei dem allgemeinen Charakter der Besteuerung 
konnten sie die Unterscheidung der Einkommensquellen nicht gut 
heißen, sondern forderten, daß bei jedem Steuerträger jener Teil 
des Einkommens steuerfrei bleibe, welcher nur zur Befriedigung
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.