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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

346 
4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
Spruch genommen ist. Hierzu kommt die Kompliziertheit der Über 
wälzung der indirekten Steuern, die daraus folgende geheimnisvolle 
Natur derselben, welche jeden mit der Hoffnung schmeichelt, daß 
nicht er, sondern ein anderer die Steuer bezahlen werde, während 
die direkten Steuern ihrem Wesen nach nicht überwälzbar sind. 
Einen wichtigen Charakterzug der indirekten Steuer bildet deren 
Anpassungsfähigkeit, deren Folge es ist, daß dieselbe sich allen 
politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Systemen anzuschmiegen 
vermag. Hauptsächlich diesem Umstande ist es zuzuschreiben, 
daß dieselbe seit den ältesten Zeiten besteht, unter den verschiedensten 
Staatsformen, bei den verschiedensten Kulturgraden. Sie kommt 
ebenso in der griechischen und römischen Welt vor, wie in den 
mittelalterlichen germanischen Staaten; heute bildet sie ebenso eine 
der wichtigsten Einkommensquellen des auf der höchsten Stufe der 
wirtschaftlichen Entwicklung stehenden Englands, wie der auf 
niedrigerer Stufe stehenden Türkei; in den Städten finden wir sie 
ebenso, wie in den ländlichen Agglomerationen, kurz, keine Periode, 
kein Kulturgrad, keine Wirtschaftsepoche, denen die indirekte 
Steuer unbekannt gewesen wäre, während die Entwicklung der 
direkten Steuer nur unter gewissen Umständen erfolgte. Dies be 
weist die Vielseitigkeit dieser Steuerart und hierin liegt ein Haupt 
vorteil derselben. Heute akkommodiert sie sich der Auffassung, daß 
die Steuer aus dem Einkommen zu bestreiten sei, in früheren Jahren 
fand sie ihre Rechtfertigung in anderen Momenten. Ich glaube 
nicht zu irren, wenn ich der Ansicht Ausdruck gebe, daß eines der 
ältesten Motive zur Einführung der indirekten Steuer der Umstand 
war, daß der Besitz gewisser Gegenstände wirtschaftliche Kraft 
bedeutete und diese insbesondere in den Händen jener besteuert 
wurde, die durch die Inverkehrssetzung dieser Gegenstände zu 
Gewinn kamen. Im Altertum und ganz besonders im Mittelalter 
entwickelte sich die indirekte Steuer aus der Gebühr, was der 
privatrechtlichen Auffassung des Mittelalters entsprach; nach ge 
wissen Waren wurden Steuern gezahlt, weil der Verkehr derselben 
die Inanspruchnahme gewisser öffentlicher Institutionen erforderte; 
Wege, Brücken mußten gebaut werden, andere Einrichtungen mußten 
geschaffen werden usw. Andererseits entwickelte sich die indirekte 
Steuer auch aus den mittelalterlichen Naturalleistungen und Ge 
schenken, namentlich in den Städten, wo die Geldwirtschaft früher 
zum Durchbruch kam. Welche Argumente also auch gegen die 
indirekten Steuern ins Feld geführt werden, ihre proteusartige Natur 
sichert ihnen eine große Wichtigkeit in jedem Steuersystem noch 
für lange, da sie mit den divergierendsten volkswirtschaftlichen Auf-
	        

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The Law of Friendly Societies, and Industrial and Provident Societies, with the Acts, Observations Thereon, Forms of Rules Etc., Reports of Leading Cases at Length, and a Copious Index. Shaw and Sons, 1881.
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