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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

Minnesota verdient bei wöchentlich 54stündiger Arbeit 24 Dollar 
in der Woche. Seinem Kollegen in Chicago (Illinois) ist für die 
gleiche Arbeitsart bei 44 Wochenstunden ein Lohn von 41,80 Dollar 
tariflich garantiert, und jede über 44 Stunden hinaus geleistete 
Arbeitsstunde wird ihm doppelt bezahlt! Die Kosten der Lebens- 
haltung rechtfertigen diesen Unterschied auch nicht. Im Gegenteil 
hat das Labor Bureau, Chicago, festgestellt, dass ein und derselbe 
Haushalt in Minneapolis (Minnesota) 4,6 Prozent mehr kostet als 
in Chicago. Aber in Minnesota machten der Saisonwettbewerb 
ärmerer Farmer und andere unglückliche Umstände die Schaffung 
einer starken Organisation bisher unmöglich, Chicago, das gute 
Organisationen hat, hemmt den „freien Wettbewerb“ durch Tarif- 
verträge. Und wo immer die gewerkschaftliche Bewegung ihre 
Wurzeln schlägt, sei es in einem Distrikt oder in einer Industrie, 
da steigen bei sonst gleichen Voraussetzungen die Löhne und 
bessern sich die Arbeitsbedingungen. Sind auch die Erfolge nicht 
immer so krass wie im Fall der weiblichen Konfektionsarbeiter; so 
beweisen doch die Unternehmer bei neuen Lohnerhöhungen ganz 
wie bei uns, dass entweder der Betrieb untergeht, oder der 
Industriezweig, oder die Nation — je nach dem Grade der Gemüts- 
erhitzung. 
Also nicht zwischen Tariflöhnen und nichttariflichen Löhnen 
verläuft die schärfere Scheidelinie hinsichtlich der Lohnhöhe, 
sondern zwischen den von der Arbeiterbewegung (direkt oder 
indirekt) irgendwie beeinflussten und den in freier Ausbeutung Zzu- 
stande gekommenen Lohnfestsetzungen. Damit soll keineswegs in 
Frage gestellt werden, dass die direkten „union shops“ immer noch 
bessere Arbeitsbedingungen haben als die nur indirekten Nutz- 
niesser des gewerkschaftlichen Kampfes. Die „union shops‘ haben 
durchweg den Achtstundentag, sie leiden nicht unter der Betriebs- 
spionage, dem heimlichen Beobachtungssystem und seinen Begleit- 
erscheinungen an üblem Schmarotzertum, Sie beziehen die 
höchsten Löhne ihres Berufes und stellen sich, weil sie ein Wort 
mitzureden haben, vor allem auch bei Festsetzung etwaiger 
Akkordsätze besser. 
Beispiel eines amerikanischen Tarifvertrages. 
Tarifvertrag des Internationalen Verbandes der Maschinen- und Werkzeug- 
schlosser, Distrikt 8 (Chicago und Umgegend). 
Artikel 1. 
Hat die Firma Bedarf an Arbeitern, welche unter diesen Tarifvertrag 
fallen, so ist davon spätestens 24 Stunden vor der beabsichtigten Ein- 
stellung das Werkstattkomitee*) oder das Verbandsbureau, Machinists’ 
Hall 113 S Ashland Blvd, Chicago, brieflich oder telephonisch zu benach- 
# 1) Das Werkstattkomitee („shop committee“) ist kein „Betriebsrat“, sondern eine Gruppe gewerk- 
schaftlicher Vertrauensmänner, die u. a. auch Beiträge einziehen, 
145
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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