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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Einleitende Lehren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

III. Abschnitt. Begriff und Geschichte der Staatshaushaltslehre. 25 
Ökonomie loslöst. Solange als die Finanzwissenschaft mit der Volks- 
wirtschaftslehre gemeinsam bearbeitet wurde, was, wie bemerkt, 
namentlich in der englischen Wissenschaft geschah, bildete fast aus- 
schließliches Problem die Rückwirkung der Staatswirtschaft und 
namentlich der Besteuerung auf das wirtschaftliche Leben. Daß 
die freilich verwickelte, oft ungerecht und willkürlich verfahrende 
Staatswirtschaft mit ihren anscheinend rein empirischen Maßregeln 
wissenschaftlich behandelt werden kann, wurde im allgemeinen nicht 
klar und demzufolge wurde nur die Rückwirkung dieses notwendigen 
UÜbels auf die Erscheinungen des Wirtschaftslebens untersucht. Von 
diesem Standpunkte aus begreifen wir, warum die Frage der Über- 
wälzung eine so wichtige Rolle spielte, was ja eine rein wirtschaft- 
liche Erscheinung, eine Erscheinung der Preisbildung ist, wie dies 
immer mehr anerkannt wird. Die erste Aufgabe im Interesse der 
Weiterbildung der Finanzwissenschaft war also die Verselbständigung 
der Wissenschaft, denn erst hierdurch trat das Ganze der Staats- 
wirtschaft und deren gesamte Phänomene vor das Auge der 
Forschung. Diese Verselbständigung vollzog sich im neunzehnten 
Jahrhundert und es kann nicht bezweifelt werden, daß dies haupt- 
sächlich das Verdienst der deutschen Wissenschaft ist. Die Werke 
von Jakob, Malchus, Hoffmann, vor allem aber von Rau 
bilden die Einleitung zu den größeren Leistungen der folgenden 
Zeit. Die Verselbständigung der Finanzwissenschaft bedeutet aber 
nicht ein Losreißen von der Nationalökonomie, da ja die Zu- 
sammengehörigkeit beider aus der Natur der Sache fließt und 
darum konnten auch jene Schriftsteller fernerhin den engen Zu- 
sammenhang beider Wissenschaften betonen, die dieselbe selbständig 
behandelten, wie Rau, Roscher, Cohn usw., ja letzterer geht 
auch in der Darstellung des Stoffes von nationalökonomischen Ge- 
sichtspunkten aus. 
8. Lorenz v. Stein. Neue Anregungen gewann die Finanz- 
wissenschaft durch die große Arbeit, die Lorenz v. Stein!) 
dieser Wissenschaft widmete. Das Wesen seiner Leistung besteht 
vor allem darin, daß er die Probleme der Finanzverfassung und 
Finanzverwaltung eingehend beleuchtete und wissenschaftlich klärte. 
Seine großen Leistungen auf dem Gebiete der Verwaltungswissen- 
schaft haben auch der Finanzwissenschaft neues Licht gebracht. 
Im allgemeinen hat er die Behandlung wissenschaftlich vertieft. 
Während bis zu seiner Zeit die Finanzwissenschaft mehr Finanz- 
kunde war, Darstellung des herrschenden Finanzrechtes, hat er mit 
*) Lehrbuch der Finanzwissenschaft. Fünfte Auflage. Leipzig 1885/6.
	        

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Entwicklungsbedingungen Und Aufgaben Der Modernen Wirtschaftstheorie. Kohlhammer, 1928.
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