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Antike Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

Metadata: Antike Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1757542345
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-135097
Document type:
Monograph
Title:
National banking under the Federal Reserve System
Place of publication:
New York
Publisher:
The National City Bank of New York
Year of publication:
1927
Scope:
154 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Consolidation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Antike Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung - Die Entwicklung der antiken Wirtschaftsgeschichte
  • Erstes Kapitel - Übersicht über die wirtschaftliche Entwicklung des Orients bis zur Schaffung des griechisch-orientalischen Wirtschaftssystem (bis Ende 4. Jahrh. v. Chr.)
  • Zweites Kapitel - Das Zeitalter des Schatzhandels in Griechenland (bis Mitte 8. Jahrh. v. Chr.)
  • Drittes Kapitel - Das Zeitalter der griechischen Kolonisation (Mitte 8. Jahrh. v. Chr. bis Ende 6. Jahrh. v. Chr.)
  • Viertes Kapitel - Das griechische Wirtschaftssystem (Ende 6. Jahrh. v. Chr. bis Ende 4. Jahrh. v. Chr.)
  • Fünftes Kapitel - Das griechisch-orientalische Wirtschaftssystem (Ende 4. Jahrh. v. Chr. bis Mitte 2. Jahrh. v. Chr.)
  • Sechstes Kapitel - Die Entwicklung der römischen Weltwirtschaft (bis Ende 1. Jahrh. v. Chr.)
  • Siebentes Kapitel - Das römische Reich als Wirtschaftskörper (Ende der Republik und Beginn der Kaiserzeit)
  • Achtes Kapitel - Ausbau und Ende der antiken Weltwirtschaft (von Ende 1. Jahrh. v. Chr.)
  • Überblick

Full text

82 Fünftes Kapitel. Das griechisch-orientalische Wirtschaftssystem. 
Die Koloniengründungen dieser Epoche, die zunächst der 
politischen Macht zu dienen hatten (Polybius X, 27), absorbierten 
einen Teil der überschüssigen Bevölkerung Griechenlands, deren 
Abnahme damals noch nicht in so großem Maße wie späterhin 
(S. 104) begonnen hatte, was man zum Teil daraus erkennen 
kann, daß die Neigung der Griechen, in fremden Sold zu treten, 
noch überaus groß war, obgleich die heimatliche Industrie und der 
Handel blühte. Tie Kolonien in Thrazien, welche Philipp ge 
gründet hatte, waren nicht von jener Bedeutung wie Alexandria 
oder Antiochia und die große Zahl von Städten längs den Mi 
litär- und Handelsstraßen nach Baktrien und Indien, in Klein 
asien und Syrien. In Mesopotamien entwickelten die Seleukiden 
eine rege kolonisatorische Tätigkeit, während die Ptolemäer neben 
Ptolemais eigentlich nur Militärkolonien gründeten (S. 88), was 
zum Teil damit zusammenhing, daß ihr Gebiet eng besiedelt und 
hoch kultiviert war. Die hellenistischen Kolonien — meist im 
Binnenland gelegen — waren vom Reich abhängig und haben 
in ihrer politischen Stellung wenig Ähnlichkeit mit jenen früheren 
Kolonien wie z, B. Massalia gehabt (Ş. 33). An die Stelle der 
früher mehr zufälligen, jedesmal selbständigen Kolonisation war 
nun eine zentralisierte und systematische getreten. Große Massen 
wurden durch diese Kolonisationen, durch Handel und Verkehr in 
Bewegung gesetzt, ebenso durch die militärische Dislokation. Be 
sonders in den großen Seestädten entstand ein Völkergemisch mit 
all den schlechten Eigentümlichkeiten, die die sokratische Schule 
einst so für Athen gefürchtet hatte (S. 75). Vor allem wurde die 
politische Einheit auf diese Weise gefährdet, so z. B. in Alexan 
dria (Strabo XVII, 1). Wenn trotz all dieser Verschiebungen die 
ländliche Bevölkerung vielfach an Ort und Stelle blieb, so hing 
das zum Teil damit zusammen, daß sie, z. B. in Kleinasien, großen 
teils leibeigen war. Wie sehr dieser Umstand das Zusammenströmen 
der Bevölkerung in die Städte, wie wir es heute kennen, ver 
hinderte, vermag man nicht zu ermessen. Doch muß darauf hin 
gewiesen werden, daß die Industrie nicht im selben Maße wie 
heute Menschen absorbierte und daher der Zug zur Stadt etwas 
geringer war. Freilich gab es dagegen andere Anziehungen, so die 
reichlichen Spenden und Festlichkeiten, die den ärmeren Klassen in 
ganz anderer Weise als heute das Leben verschönten. Gelegentlich 
verbrauchten auch die Kriege große Bevölkerungsmassen (Diodor 
XVIII, 12)
	        

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Antike Wirtschaftsgeschichte. Teubner, 1909.
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