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Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

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Bibliographic data

Object: Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

Monograph

Identifikator:
1758074884
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-135614
Document type:
Monograph
Title:
Der österreichische Exporteur
Edition:
[2. Aufl]
Place of publication:
Wien
Publisher:
[Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie]
Year of publication:
1927
Scope:
240 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Abkürzungen - Abbreviations - Abréviations - Abreviaturas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878
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Full text

76 
Y. Tlieil. Statistik der SterblichkeitsVerhältnisse. 
Lebenden unter Risico in den Grundtafeln vorhanden sein 
können, in horizontaler Linie stets dasselbe — gestiegen ist. 
Diese Steigerung setzt sich auch in den Jahren 6 — io fort, 
denn die Zahlen der Gol um ne I — IO, sind in beiden Tabellen 
durchgängig höher als die der Columne i — 5, wobei noch 
zu berücksichtigen ist, dass die Columne 1 — IO auch die 
Beobachtungen für 1 — 5 enthält, die Beobachtungen für 6— IO 
allein also die von 1 — 5 in noch höherem Grad übersteigen 
würden. 
Die auffälligste Depression in der Sterblichkeit findet natur- 
gernäs in dem 1. Versicherungsjahre statt. Beispielsweise be 
trägt in Tabelle 2 der Durchschnitt der Procentsätze von 31 —35 
und 36 — 40 des 1. Versicherungsjahres nur 51% vom ent 
sprechenden Durchschnitt der Jahre 11 und aufwärts, und für 
die Jahre 41 — 50 und 51 — 60 stellt sich das betreffende 
Verhältnis auf resp. 61 und 64%. Ein ähnlicher Vergleich 
lässt sich für die Erfahrungen der 20 englischen Gesellschaften 
wegen der abweichenden Berechnungsweise des Versicherungs 
jahres leider nicht anstellen; dagegen gestatten einige von 
Sprague vorgenommene Reductionsrechnungen wenigstens, das 
absolute Sterblichkeitsmaas des ersten vollen Versicherungs 
jahres nach diesen Beobachtungen anzugeben. (Vergl. Journal 
of the Institute, Vol. XX, pag. 237.) Die bezüglichen Zahlen 
sollen hier mitgetheilt und mit den entsprechenden, schon in 
der Tab. 2 für Gotha enthaltenen verglichen werden. 
Tabelle 3. 
Es betrug der Sterblichkeitsprocentsatz der Männer 
im ersten Versicherungsjahre 
im Alter 
von 
25 
30 
35 
40 
45 
50 
55 
60 
nach den Erfahrungen 
der 20 engl. Gesellsch. 
0,38 
0,44 
0,52 
0,5 0 
0,69 
0,73 
1,28 
1,67 
in der nach den Erfahrungen 
Altersklasse 
26—30 
31—35 
36—4O 
41—45 
46 — 50 
SI-55 
36 — 60 
von Gotha. 
0,33 
0,54 
0,5 3 
0,73 
0,90 
1,03 
2,05 
Die Alter der beiden Beobachtungen stimmen nicht genau 
überein, berücksichtigt man aber, dass unter der Voraussetzung 
eines regelmäsigen Verlaufes der Sterblichkeit in den zwischen 
liegenden Altern, die nächstliegenden englischen Zahlen stets 
die Grenzen angeben, innerhalb deren das genaue, der Gothaer 
Altersklasse entsprechende, Resultat fallen würde, so kann man 
mit Hülfe der kleinen Tabelle doch immer einen ungefähren 
Ueberblick über die beiderseitigen Verhältnisse gewinnen. Man 
wird hierbei finden, dass die Resultate der beiden Beobachtungs 
gebiete ziemlich gut mit einander harmoniren, dass aber in 
den höheren Altersklassen im Ganzen genommen die englischen 
Zahlen ein wenig günstiger sind. Diese Differenz zu Gunsten 
der englischen Beobachtungen hängt vielleicht mit der in den 
höheren Altersklassen überhaupt günstigeren englischen Sterb 
lichkeit zusammen, kann aber auch ein bloses Spiel des Zu 
falls sein, da die Beobachtungszahlen für das erste Versicherungs 
jahr auf beiden Seiten keineswegs bedeutend sind. 
Vergleicht man in den Tabellen 1 und 2 die Procentsätze 
der Spalte »Im Ganzen« mit den entsprechenden der Spalte 
»6 und aufwärts« und die letzteren wiederum mit den Pro 
centsätzen der Spalte »11 und aufwärts«, so wird man finden, 
dass diese Zahlenreihen in den mittleren und höheren Altersklassen 
— etwa von 41 ab — bedeutend weniger differiren, als die 
Spalten 1 und 1 bis 5 und die Spalten 1 bis 5 und 1 bis 10. 
zugleich aber auch bemerken, dass — ebenfalls in den mitt 
leren und höheren Altersklassen — die Differenzen zwischen 
den Spalten »6 und aufwärts« und »11 und aufwärts« ge 
ringer sind, als die zugehörigen zwischen den Spalten »Im 
Ganzen« und »6 und aufwärts «, d. h. mit anderen Worten, 
dass mit der Ausschliessung des zweiten Quinquenniums die 
Resultate sich weniger verändert haben, als mit dem Aus 
schluss des ersten. Das erste Ergebniss hat einfach darin seinen 
Grund, dass die Klassen »Im Ganzen«, »6 und aufwärts« und 
»II und aufwärts« theilweise dieselben Beobachtungen umfassen 
und dass diese Beobachtungen gegenüber den anderen, auf 
die früheren Jahre bezüglichen, ziemlich stark in's Gewicht 
fallen; das zweite Ergebniss dagegen ist darauf zurückzuführen, 
dass die Differenzen mit den Versicherungsjahren überhaupt 
abnehmen. Wie später gezeigt werden soll, ist dies mit ge 
ringen Ausnahmen auch in den höheren Versicherungsjahren 
der Fall, und man darf deshalb, vom rein practischen Stand 
punkte aus, die für die mittleren und höheren Altersklassen 
in »ii und aufwärts« gegebenen Resultate schon so ziemlich 
als die nach Erschöpfung der » Selection « herrschende Sterb 
lichkeit ansehen. In England hat man — obgleich die Sterb 
lichkeit der englischen Versicherten sich, wie ebenfalls später 
gezeigt werden soll, nach dem 10. Versicherungsjahre noch 
variabler stellt, als die der Gothaer — bei den meisten tech 
nischen Rechnungen, in welchen die Versicherungsdauer zu 
berücksichtigen war, sich allerdings damit begnügt, die ersten 
5 Jahre auszuschliessen, wohl hauptsächlich aus dem Grunde, 
weil mit der Ausschliessung weiterer Versicherungsjahre das 
Material an Umfang bedeutend verloren haben würde. 
Ueber die Sterblichkeit der Versicherten der verschiedenen 
Summenklassen innerhalb der ersten IO Jahre und für den 
Rest der Versicherungsdauer giebt die folgende Uebersicht 
Auskunft. Dieselbe ist auf Grund der Tabellen XXXI bis 
XXXIII berechnet. 
(»Siehe Seite 77.) 
Die Procentsätze der einzelnen Summenklassen zeigen, 
wie man sieht, eine ganz ähnliche Steigerung mit der Ver 
sicherungsdauer wie die der Gesammtheit, nur dass die Diffe 
renzen (in horizontaler Richtung) hier etwas schwankender 
sind, was offenbar eine Folge der weiteren Spaltung der Be 
obachtungszahlen ist. Vergleicht man die auf die ersten fünf 
Jahre bezüglichen Procentsätze der drei Summenklassen mit 
einander, so ergiebt sich, dass, abgesehen von einer kleinen 
Schwankung in der Altersklasse 46 bis 50, die höchste Sum 
menklasse hier nicht blos für die Altersklassen bis 55, sondern 
auch über diese hinaus bis zu den höchst vorkommenden die 
günstigste ist. Dieses an sich schon interessante Ergebniss 
scheint darauf hinzu weisen, dass die ärztliche Untersuchung 
bei den höchsten Versicherungen in der That eine etwas er 
folgreichere gewesen ist, als bei den niederen und mittleren 
und dass also unter den Ursachen, welche unabhängig von 
der wirthschaftlichen Lage die Sterblichkeit nach Summen 
klassen beeinflusst haben (vergl. Kapitel VII), der verschieden 
artigen Auswahl das stärkere Gewicht beizulegen ist. Die sonst 
in Betracht kommende Ursache, der Summenübergang, kann 
nämlich, wenn, wie dies hier der Fall ist, die Versicherungs 
dauer in den einzelnen Summenklassen stets vom Zeitpunkt 
des Beitritts zu denselben oder des Uebergangs, gerechnet 
wird, die Resultate kleinerer Versicherungsperioden nur insofern 
beeinflussen, als der Abgang der guten Risicen die Sterblichkeit 
der niedrigsten Summenklasse etwas erhöhen wird, verliert also 
für die ersten Versicherungsjahre, wo der Bestand einer jeden 
Summenklasse fast ausschliesslich aus neu versicherten Personen 
besteht, jegliches Gewicht.
	        

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