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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. [i.E. VI.] Schluß
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Die auf dem Christentum beruhenden Lehren. 
555 
§1. Die Schule Le Play’s. 
Unter den christlich-sozialen Schulen steht die Schule Le Play’s ') 
dem klassischen Liberalismus am nächsten, und einige ihrer Vertreter 
gehören sogar beiden Lagern gleichzeitig an. Sie hat die gleiche 
Antipathie gegen den Sozialismus und das gleiche Mißtrauen gegen 
die Einmischung des Staates. 
Auf der anderen Seite aber trennt sie sich durchaus von der 
liberalen Schule, hauptsächlich in deren optimistischer französischer 
Form, und zwar durch die kategorische Leugnung des Prinzips, daß 
das Wohl des Individuums sich automatisch verwirklichen wird. Nein, 
der Mensch kennt das Gute nicht. „Der Irrtum“ ist in der sozialen 
Wissenschaft die Tatsache, die am zahlreichsten und klarsten zutage 
tritt. Jeder Neugeborene, der zur Welt kommt, bringt die Neigung 
zum Übel mit sich, und Le Play sagt eindrucksvoll; „Jede neue 
Generation gleicht einem Einfall kleiner Barbaren; wenn die Eltern 
es versäumen, sie durch die Erziehung zu zähmen, ist der Verfall 
unausbleiblich“ 1 2 3 * * * * ). 
Unter diesen Irrtümern greift Le Play mit der größten Heftigkeit 
besonders die an, auf die der bürgerliche Liberalismus sich beruft, „die 
falschen Dogmen von 1789“ 8 ). Jede Gesellschaft, die leben will, muß 
sich reformieren, anstatt sich von sogenannten natürlichen Gesetzen 
regieren zu lassen, die nichts weiter als Instinkte sind, die gezähmt 
werden müssen. Deshalb nennt sich das wichtigste Buch Le Play’s 
1 ) FüßDrämc le Play (1806—1882), Schüler der „Ecole polytechnique“, Berg 
ingenieur, dann Professor an der „Ecole des mines“ und Staatsrat, veröffentlichte 
1855 eine Sammlung von Monographien über Arbeiterfamilien unter dem Titel: 
Les OuTriers europeens, in einem In-folio Bande (die zweite Ausgabe erschien 
1877 und umfaßt 6 Bände in 8°). Im Jahre 1864 legt er seine Lehre in dem 
Buche La Eeforme Sociale dar, ein Buch, das Montalbmbert als „das 
originellste, tapferste, nützlichste und in jeder Hinsicht gewaltigste dieses Jahr 
hunderts“ bezeichnete. Diese Epitheta müssen sich zwar viele Abstriche gefallen 
lassen, doch ist es sicherlich wahr, daß die pessimistischen Voraussagen dieses 
Buches über die Zukunft Frankreichs sich in vielen Punkten bewahrheitet haben. 
Le Play schuf 1856 La SoCiete d’Economie Sociale, die seit 1881 eine 
Zeitschrift La Eeforme Sociale herausgibt. Er war der Organisator der Welt 
ausstellung von 1867 und der Begründer der ersten sozial-wirtschaftlichen Aus 
stellungen. Vgl. als Zusammenfassung seines Lebens und seines Werkes: Frederic 
Le Play d’apres 1 ui-meine, von Aübuhtin, Paris (1906). 
2 ) Programm der „Unions de la Paix sociale“, Kap. I. 
3 ) „Der schwerste und gefährlichste Irrtum, der wirkliche Urgrund unserer 
■Revolutionen ist das falsche Prinzip, das die Erneuerer von 1789 praktisch aus 
zuführen vergaben, das Prinzip, das die ursprüngliche Vollkommenheit behauptet . . . 
und das besagt, die aus natürlichen Menschen zusammengesetzte Gesellschaft würde 
ohne Anstrengung Frieden und Glück genießen, die sozusagen die spontanen Früchte 
jeder freien Gesellschaft wären“.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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