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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1759941719
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137382
Document type:
Monograph
Title:
Compte rendu des travaux de la Chambre Syndicale pendant lʹannée 1926
Place of publication:
Marseille
Publisher:
Soc. Anonyme du Sémaphore de Marséille
Year of publication:
1927
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Questions d'interet national
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

34 
allem aber ist zu beachten, daß auch da, wo von Kartellen anders- 
artige Aufgaben mitübernommen sind, deshalb doch die „alten“ 
Kartellfunktionen beibehalten wurden, Sie geben nach wie vor 
diesen Verbänden ihr Gepräge, und es liegt also auch hier kein 
Grund vor, von dem bisherigen Kartellbegriff abzugehen?). 
Zu dem gleichen Ergebnis muß auch die Prüfung des 
juristischen Kartellbegriffs im Sinne der Kartellverordnung 
kommen. Was hat denn zu deren Erlaß geführt? Bloße Normali- 
sierungs- und Typisierungsgemeinschaften, die „zwischen den Mit- 
gliedern dem rücksichtslosesten Wettbewerb freie Bahn lassen“, hätten 
doch niemals Anlaß zu einer solchen Notveroränung gegeben. Ebenso 
hat niemand daran gedacht, wegen der produktionsfördernden Tätig- 
keit mancher Verbände oder wegen der normalen Einkaufs- oder 
Verkaufsgenossenschaften ein Kartellgericht ins Leben zu rufen. 
Verfolgt man alle die Bestrebungen, die auf eine Kartellgesetzgebung 
hingewirkt haben und deren — z. Z. letztes — Ergebnis die Kartell- 
verordnung bildet, so kann man nicht daran zweifeln, daß Objekt 
dieser Regelung die Verbände der oben geschilderten Art sein 
sollten. 
Ebenso liegt die Sache, wenn man die Dinge de 
lege ferenda betrachtet. Das künftige Kartellgesetz wird 
nicht erlassen werden, um Normalisierungs- und Typisierungsver- 
einbarungen, Bezugs- und Absatzgenossenschaften zu treffen, sondern 
um solche Verbände zu regeln, die unter Zusammenfassung der aus- 
schlaggebenden Mehrheit der Konkurrenten eines Gebietes die 
Konkurrenz unter ihnen beseitigen oder mildern und damit eine 
Marktgestaltung, wie sie sich im Zustande ungeregelter Konkurrenz 
ergeben würde, ausschalten. Es ist in diesem Zusammenhang zu 
sich aus der allgemeinen Weiterentwicklung ergebenden Notwendigkeiten ihren Auf- 
gabenkreis erweitert und vertieft.‘ Angesichts des verhältnismäßig mageren Ergeb- 
nisses der dargebotenen Zusammenstellung scheint es mir unrichtig zu sein, zu sagen, 
daß „‚die‘‘ Kartelle ihren Aufgabenkreis erweitert hätten. 
1) Die Anregung Beckeraths ist denn auch ziemlich allgemein abgelehnt worden. 
Vgl. Liefmann im Deutschen Ökonomist, 1927, S.ı297ff.; Tschierschky 
im Wirtschaftsdienst, 1927, S. 1441 ff. und in der Kartellrundschau, 1927, S. 543 ff.; 
Colm im Weltwirtschaftlichen Archiv, Bd. 26, S. 172** f. 
Der Verband Deutscher Waren- und Kaufhäuser sagt in seinem Jahresbericht 
für 1927, S. 15: „Es mutet eigenartig an, wenn im Laufe des Berichtsjahres von maß- 
gebender Kartellseite aus plötzlich die Parole in die Öffentlichkeit getragen wird, daß 
es sich bei den Kartellen heut gar nicht mehr um preisbildende und preisbestimmende 
Organisationen handelt, sondern daß die Aufgabe der Kartelle darin bestünde, die Ratio- 
nalisierung der Fabrikation und damit eine Verbilligung des Fabrikates an letzter Stelle 
zu erzielen.‘ Ähnlich Jahresbericht für 1928, S. 11.
	        

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The Story of Artificial Silk. Efficiency Magazine, 1928.
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