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Wirtschaftsführung und Finanzwesen bei den englischen Eisenbahnen

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftsführung und Finanzwesen bei den englischen Eisenbahnen

Monograph

Identifikator:
1760693901
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-138956
Document type:
Monograph
Author:
Homberger, Ludwig M. http://d-nb.info/gnd/124000088
Title:
Wirtschaftsführung und Finanzwesen bei den englischen Eisenbahnen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl. d. Verkehrswissenschaftlichen Lehrmittelges. m. b. H. b. d. Deutschen Reichsbahn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 64 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Allgemeiner Teil. Die Grundsätze der Finanzgebahrung und Wirtschaftsführung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftsführung und Finanzwesen bei den englischen Eisenbahnen
  • Title page
  • Contents
  • A. Allgemeiner Teil. Die Grundsätze der Finanzgebahrung und Wirtschaftsführung
  • B. Besonderer Teil. Buchführung und Rechnungsstellung im einzelnen
  • Index

Full text

16 A. Die Grundsätze der Finanzgebarung u. Wirtschaftsführung 
England gibt es bekanntlich im allgemeinen nur zwei Klassen, die 
1. und 3. Klasse, Eine 4. Klasse ist nicht vorhanden, die 2. Klasse wird 
praktisch fast nur in den Zügen geführt, die Anschluß an die Schiffe 
nach dem Kontinent (boat train) haben. Die normalen Fahrpreise in 
der 1. und 3. Klasse- sind erheblich höher als in Deutschland. 
Eine sehr wichtige Rolle spielt der. ganz außerordentlich entwickelte 
Wochenend-, Ferien- und sonstige Sonderzugsverkehr zu ermäßigten 
Fahrpreisen, für den in einem Ausmaß Reklame gemacht wird, das 
man. in Deutschland noch lange nicht kennt. Als Besonderheit 
zu erwähnen sind die ‘“traders season tickets”, die nur von der 
Zentrale ausgegeben werden. Sie gewähren großen Verfrachtern 
bestimmte Ermäßigungen für die Firmeninhaber und ihre Reisenden, 
da man annimmt, daß durch Geschäftsreisen der Verkehr gehoben wird. 
Die Einnahmen aus dem Gepäckverkehr sind mit Rücksicht 
auf die eigenartigen Verhältnisse der Gepäckabfertigung nicht von 
Bedeutung. Bekanntlich wird in England das Gepäck im inneren 
Verkehr regelmäßig nicht aufgegeben, sondern wird mit Anhänge- 
adresse versehen in den Personenwagen oder im Packwagen ohne 
weiteres abgestellt und von dort wieder entnommen — ohne daß 
es gestohlen wird. Eine besondere Rolle spielt aber der Paket- 
verkehr (parcel traffic), in dem die Eisenbahn, unterstützt durch ihr 
System der Abholung und Zuführung, der Post Konkurrenz macht. 
Interessant ist, daß für den Paketverkehr besondere Tarife für 
Sendungen ‘“Owners Risk” und “‘Companys Risk’ bestehen, 
also Sendungen, für die die Gesellschaft keine Haftung, und Sen- 
dungen, für die sie die Haftung übernimmt. 
2»_ Güterverkehr 
Im Güterverkehr ist es außerordentlich schwierig, ein klares 
Bild der wirklichen Verhältnisse zu geben. Die tonnenkilometrische 
Einnahme ist höher als in Deutschland, aber man kann diese Ziffer 
mit unseren Verhältnissen deshalb nicht vergleichen, weil die 
durchschnittliche Beförderungslänge sehr viel geringer ist als bei 
uns (Deutschland rund 150 km, England 1925 rund 54 Meilen = rund 
87 km) und andererseits der Verkehr, im ganzen gesehen, an einzelnen 
Stellen des Landes dichter ist als in Deutschland. 
Nach der englischen Gesetzgebung setzt das “Railway Rates 
Tribunal” den höchst zulässigen Tarifsatz (maximum power) für 
alle Klassen fest. Hierbei wird davon ausgegangen, daß die ‘standard 
revenue” erreicht werden soll, d. h. der Überschuß soll so groß sein, 
daß die im Jahre 1913 gezahlte Dividende für das damals ausgegebene 
Kapital und entsprechende Dividenden und Zinsen für inzwischen 
ausgegebene Aktien und Anleihen gedeckt werden. Die Verhand-
	        

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Wirtschaftsführung Und Finanzwesen Bei Den Englischen Eisenbahnen. Verl. d. Verkehrswissenschaftlichen Lehrmittelges. m. b. H. b. d. Deutschen Reichsbahn, 1928.
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