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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1761921606
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-140735
Document type:
Monograph
Author:
Drahn, Ernst http://d-nb.info/gnd/116194588
Title:
Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov
Edition:
2., verb. und verm. Aufl
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Prager
Year of publication:
1925
Scope:
80 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
    III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

er sie in seine Berechnungen nicht ein, so hat er sozialen Konflikt- 
stoff im Betrieb. | 
Aus diesen Erkenntnissen ist eine weitere, wieder anders ge- 
artete Entwicklung der Produktionsmethoden im Sinne des Strebens 
zum Optimum in den Vereinigten Staaten deutlich erkennbar. 
Sowohl die organisatorische wie die technische Durchdenkung 
der Betriebe zeigt überall die gleiche Tendenz: Unkosten in der 
Produktion zu vermeiden. 
Zu den Unkosten, die nach amerikanischer Auffassung in jedem 
Betrieb ständig weiter nach unten gedrückt werden können, ge- 
hören nicht nur die Ausgaben für die Bewegung des Arbeitsgutes 
während der Bearbeitung, sondern auch die Unkosten, die sich aus 
der Umschlagszeit des Kapitals ergeben. 
Man sieht, dass im Gegensatz zu Deutschland die amerikanischen 
Rationalisierungsmethoden auch noch etwas anderes sind als Er- 
sparnisse auf Lohnkonto. Bei uns in Deutschland erschöpft sich 
häufig die Rationalisierung in dem Hinauswurf von Arbeitern und 
Angestellten; es gibt Unternehmer, die meinen, dass das Wort 
„Rationalisierung“ nur das Wort „Abbau“ abgelöst habe, praktisch 
hätten aber beide den gleichen Sinn, nämlich den, möglichst „viel“ 
Arbeit durch möglichst wenig Arbeiter verrichten zu lassen. 
Ein bedeutsamer Unterschied zu deutschen industriellen Be- 
trieben zeigt sich beim Vergleich mit den Betrieben der Vereinigten 
Staaten überdies auch darin, dass die dortigen Unternehmungen 
häufig auf einem verblüffend kleinen Raum zusammengepresst sind. 
Man rechnet mit den Unkosten, die aus unnötigen Längen der 
Wege im Betriebe entstehen ebenso selbstverständlich wie mit Un- 
kosten, die aus zu komplizierter Betriebsleitung folgen. 
Hier sei eingefügt, dass die Wirtschaftspolitische Abteilung des 
Deutschen Werkmeister-Verbandes bei einer kürzlich durch- 
geführten Untersuchung der Veränderung des Grundbesitzes und 
der Gebäudeausdehnung von 322 deutschen Aktiengesellschaften 
feststellte, dass von 1913 bis 1925 der Grundbesitz dieser Unter- 
nehmungen von 225 Millionen Quadratmeter auf 435 Millionen, also 
UM rund 93 Prozent, gestiegen ist. Die bebaute Grundfläche ist von 
26 auf 35 Millionen Quadratmeter, also um rund 35 Prozent, ge- 
stiegen. 
Aus der Weiträumigkeit vieler deutschen Betriebe und der in den 
Vereinigten Staaten üblichen Konzentrierung auf möglichst kleiner 
Betriebsfläche ergibt sich nicht nur manche Erklärung für Unter- 
schiede im Arbeitseffekt, sondern auch der Tatbestand der qualita- 
tiven Intensivierung der Tätigkeit des amerikanischen Arbeiters, die 
Physisch zu Erleichterungen führen kann, während der deutsche 
Arbeiter in den zu Weiträumig gewordenen Betrieben physisch 
55
	        

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Borrowing and Business in Australia. Oxford university press, H. Milford, 1930.
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