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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

‘it bis auf den Nullpunkt die Ursache des 
ganzen Nachkriegselendes ist, darüber ist 
:ür mich kein Zweifel. Der Untergrabung 
der Staatsautorität verdanken wir die Ren: 
tenbank, und dem Mangel eigener Initiative 
und dem mangelnden Verantwortlichkeits: 
gefühl den Dawes-Plan, der im wesentlichen 
ıuf Elemente aufgebaut ist, die wir seit 
Jahren studiert haben, und der uns von 
außen aufoktroyiert wurde, weil wir selbst 
die Autorität nicht aufgebracht haben, die 
in ihm vorhandenen Grundsätze, die wir 
schon lange kannten, beizeiten zu exeku- 
tieren. Die Erfahrung meiner Tätigkeit geht 
dahin, daß ich tief durchdrungen bin von der 
Erkenntnis, daß die Tätigkeit eines Verban- 
des wie des unsrigen und die Arbeit einer 
Person, wie. ich es bin, vollkommen wegge- 
worfen ist, wenn nicht der Staat in der Lage 
ist, Gesundes, Tragfähiges zu erkennen und 
durch seine Organe exekutieren zu lassen. 
[ch habe bei den Regierungen. von denen ich 
in meiner Tätigkeit hier bald ein Dutzend er: 
'ebt habe, gefunden, daß bei den, einzelnen 
Regierungsvertretern, beiden Referenten 
ınd Ministerialräten ein ausgezeichneter 
Geist und ein guter Wille vörhanden ist, und 
daß,” wenn es irgendwo” fehlt, e5 an der 
Spitze fehlt. Ich habe aber auch gefunden, 
daß die Kabinette in diesen Fragen, welcher 
Schattierung sie auch waren, das Beste woll: 
ten und sich dafür einsetzten. Ich bin aber 
auf der anderen Seite der Überzeugung, daß 
unsere ganze öffentliche Meinung nicht im: 
stande ist, einen einheitlichen Weg zu gehen, 
weil bei uns nicht erkannt ist, daß die 
Stellung des einzelnen zu der Gesamtheit 
ınd der Gesamtheit zur Umwelt das wich: 
tigste ist. Während in England jeder Eng- 
länder davon überzeugt ist, daß der Satz 
richtig ist: right or wrong, my country, wäh: 
rend der Franzose stets bereit ist, alles 
hinten anzusetzen — das habe ich selbst er- 
fahren — wenn ‚es um den Nationalismus 
geht, und sei es ein Phantom, so steht hier 
alles still, wenn es um die Partei geht. Und 
3s ist eine ungeheure Schwierigkeit, eine 
öffentliche Meinung bei uns zu schaffen. 
Wenn sie sich lediglich um der Partei 
willen, die doch absolut sekundär ist, dazu 
bringen lassen können, das deutsche Volk in 
zwei Lager zu spalten, von denen jedes die: 
selbe Berechtigung hat, wenn sie die Jugend 
aufputschen und bei jeder Feier mit Fahnen 
aufrücken lassen — solange Parteileiter dieses 
verantworten können, die Jugend um nichts 
in dieser Form zu entzweien, solange be 
‚steht. die Möglichkeit nicht, einer einheit- 
ichen_ Willen aufzubringen. Solange die 
wichtigsten Staatsgeschäfte scheitern an der 
jersonlichen Eitelkeit und an der Stellung 
188 einzelnen nicht vor Seinem Gott und vor 
einem Vaterlande, sondern vor der Partei, 
jölange dieses der Fall ist, können wir wirt: 
‚chaftlich keinen Schritt vorwärts tun. Alles 
was wir erwägen und schaffen wollen in 
‚rnster Arbeit, wird unterbunden durch die 
Unverantwortlichkeit der Deckung der Ver: 
ıntwortung durch die Partei und nicht durch 
len einzelnen. Ins Parlament gehören keine 
Darteien mit einem Schwanz von. Ilnverant- 
vortlichkeit, ins, Parlament. gehören..nur.Per- 
;önlichkeiten, vor denen sich die anderen 
»eugen, nicht um der Partei willen, sondern 
ım_ der Persönlichkeit willen. Solange wir 
lieses nicht haben, haben wir kein Parlament, 
1aben wir nicht die Möglichkeit, einen ein- 
ıeitlichen Willen, eine Demokratie, die gleich: 
jedeutend_ ist mit Aristokratie, zu schaffen, 
ine Demokratie, die den Besten an die 
Spitze stellt, nicht denjenigen, der die besten 
<ompromisse machen kann. ; 
* "Kommt dieses einmal zustande, so bin 
ch der Ansicht, daß die wirtschaftlichen 
Zräfte, die in uns ruhen, und die Erkenntnis, 
lie wir besitzen. die ja viel größer ist, als 
n irgendeinem anderen Lande, sich kräftig 
ıntfalten werden. Kommt diese aber zur 
Intfaltung, dann ist mir nicht ängstlich um 
lie Zukunft unseres Vaterlandes. Die Zu- 
zunft sehe ich in einer etwas anderen Form. 
ch bin der Ansicht, daß die Demokratie der 
Zukunft viel ausbaufähiger ist, und daß sie 
n ihrer Konstruktion viel besser sein kann 
ıls sie bei den alten Musterdemokratien, 
ıcehmen wir England und Frankreich, heute 
st. Und darin spielt der Verband eine Rolle, 
wenn der Verbandsleiter seine Stellung in 
ler Wirtschaft richtig erkennt. Das, was 
m absoluten Staate der Vortragende Rat 
nachte, und das, was er auf einen einheit- 
ichen Zuruf von oben diktierte, war ein ge- 
;schlossenes Ganze. Und Sie können die 
Wirtschaft so führen, Sie können sie glück: 
ich führen, wenn Sie im absoluten Staate 
lie Garantie hätten, daß an der Spitze auch 
der Leistungsfähigste stünde, was bekannt: 
'ich hier am schwierigsten ist. Treten Sie in 
lie Demokratie über, dann müssen Sie die 
Zerantwortlichkeit delegieren dahin, wo die 
<orrelation oder der Ausgleich in der Wirt- 
schaft und im Volke selbst erfolgt. Ein Bei: 
;piel: Wenn Sie in irgendeinem Verbande 
inen Ausgleich herbeiführen zwischen den 
Interessenten, so haben Sie hier die Möglich: 
keit, dieses in der umfassendsten und in der
	        

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The Elements of Economic Geology. Methuen, 1928.
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