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Befreite Arbeit

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Bibliographic data

Object: Befreite Arbeit

Monograph

Identifikator:
1763790975
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144645
Document type:
Monograph
Author:
Gemmingen, Hans Dieter von http://d-nb.info/gnd/126392366
Title:
Die Ausschließung der Land- und Forstwirte aus dem Handelsrecht
Place of publication:
Freiburg i.Br.
Publisher:
Buchdruckerei Günter & Simon
Year of publication:
1928
Scope:
67 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die historische Entwicklung der schweizerischen Lokal- und Mittelbanken
  • III. Der gegenwärtige Stand des Lokal- und Mittelbankwesens
  • IV. Die Funktionen der Lokal- und Mittelbanken
  • V. Die Sicherheit und die Liquidität
  • Vi. Die Rentabilität
  • VII. Die Konzentration im schweizerischen Bankwesen und ihre Folgen für die Lokal- und Mittelbanken
  • VIII. Die Sicherung der Depositen und die Revisionsverbände
  • IX. Schlusswort

Full text

10 
in Gewährung von Darlehen gegen Faustpfand und Grundpfand, im kom 
mionsweisen An- und Verkauf von Anlagepapieren und in der Annahme 
verzinslicher Depositen. 
Auch die Annahme von Depositen durch Handels- und Fabrikations 
geschäfte war nichts ungewöhnliches. So schreibt F. L. Imhoof-Hotze, 
Winterthur, in seinen Memoiren noch im Jahre 1872:1) „Mein Geschäft 
hatte während langen Jahren Depositengelder von Privaten angenommen, 
davon ich 5% Zinsen zahlte, während ich namentlich im letzten Jahrzehnt 
vor der Liquidation davon einen guten Teil gerne entbehrt hätte. Ich fand 
aber, dass wir Kaufleute nicht nur für uns da sind, sondern auch andern 
Dienste zu leisten verpflichtet sind, zumal wo dies nur f mit kleinen Opfern 
von unserer Seite geschehen kann. Und so wusste ich, dass eine Menge 
unserer Kreditoren sich glücklich schätzten, ihr Geld so sicher und günstig 
anlegen zu können.“ 
Die ersten reinen Geldinstitute der Schweiz nicht privaten Charakters 
waren im allgemeinen die Sparkassen. Und zwar entstanden sie vor 
wiegend durch die Initiative einzelner wohlmeinender Privatpersonen oder 
gemeinnütziger Gesellschaften, die aus ihren Mitteln, mit ihrer Garantie 
und auf ihr Risiko die Anstalt ins Leben riefen, mit einem Anfangskapital 
dotierten und sehr oft auch längere Zeit unentgeltlich leiteten. Ihr Zweck 
war in erster Linie die Aufmunterung zum Sparen, „allen denjenigen, die 
daran Teil nehmen wollen, besonders aber Handwerkern und Dienstboten, 
Vormündern und Taufpaten und andern Wohltätern einen sichern zins 
tragenden Aufbewahrungsort für ihre Ersparnisse, Geschenke oder Ver 
gabungen darzubieten“. (Allgemeine Aargauische Ersparniskasse.) Man 
gewährte einen verhältnismässig hohen Zins und beschränkte oft die Kreise 
für die die Kasse bestimmt war, entweder örtlich (Bürgerliche Deposito- 
kasse, Amtsersparniskasse), oder auf bestimmte Bevölkerungskreise (Dienst 
botenkasse). Der ursprünglichen Sparkasse ging also der Erwerbscharakter 
völlig ab, die Annahme der Gelder war Selbstzweck, ein Dividenden ver 
langendes Aktienkapital existierte nicht. Anlage fanden die so gesammelten 
Gelder meist in soliden Hypotheken, und dass diese Anlagemöglichkeit 
bei den damaligen einfachen wirtschaftlichen Verhältnissen keine un 
begrenzte war, zeigt eine Bemerkung im Bericht pro 1850/51 der von der 
Gemeinnützigen Gesellschaft Winterthur geleiteten Ersparniskasse: „Be 
treffend die Herabsetzung des Zinsfusses ist zu bemerken, dass es notwendig 
wurde, dem Geldandrang von Leuten, welche die Ersparniskasse nur als 
q Wetter, Die Bank in Winterthur 1862 bis 1912, Winterthur 1914, S. 15.
	        

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Die Lokal- Und Mittelbanken Der Schweiz. Orell Füssli, 1914.
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