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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

Object: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1777228913
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-156426
Document type:
Monograph
Author:
Bruckus, B. D. http://d-nb.info/gnd/101540051
Title:
Die Lehren des Marxismus im Lichte der russischen Revolution
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Sack
Year of publication:
1928
Scope:
90 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Das Verteilungsproblem und der Sozialismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Kampf des wirtschaftlichen Imperialismus
  • Zweites Kapitel. Der Wirtschaftskrieg im engeren Sinne
  • Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
  • Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
  • Fünftes Kapitel. Die internationale Regelung des Wettbewerbes der Völker

Full text

Der deutsche Imperialismus. 
15- 
Diese wirtschaftliche Abhängigkeit wurde im Frieden kaum erkannt 
und, wenn erkannt, vermöge der nationalen Wirtschaftspolitik nicht ge 
wertet. Diese konnte innerhalb der Weltwirtschaft nur mehr auf Kosten 
fremder Volkswirtschaft befriedigt werden (Harms, Sicherungen 41). 
Der Merkantilismus feierte seine Auferstehung und führte zur Austragung 
des wirtschaftlichen Wettstreites mit gewaltsamen Mitteln. 
Der Kampf um gesicherte Märkte. 
Die Bismarck sehe Kolonialpolitik mit ihrer Gewährung des- 
Reichsschutzes an deutsche Handelsunternehmungen in den außer 
europäischen Ländern scheiterte an der Unmöglichkeit einer Lösung der 
großen Kolonialprobleme durch eine mit Hoheitsrechten ausgestattete 
Privatgesellschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Südwestafrika sowohl 
wie die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft konnten die politischen, die 
militärischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht bewältigen. 
Nachdem Süd-Westafrika 1889 einem Gouverneur unterstellt worden 
war, übernahm das Deutsche Reich am 20. November 1890 die ganze 
Verwaltung von Deutsch-Ostafrika. Da auch der Großkaufmann Hanse 
mann, der Kolonisator Neuguineas, sich zur Erklärung genötigt sah, 
daß es nicht Aufgabe einer Handelsgesellschaft sei, zu regieren, kaufte 
das Reich durch Vertrag vom 7. Oktober 1898 von der Neuguineakompanie 
die ihr verliehenen Hoheitsrechte wieder zurück und setzte einen 
Gouverneur ein (Egelhaaf, Geschichte 187, 188). 
Die deutsche Besetzung der Karolinen führte zur Gefahr kriege 
rischer Verwicklungen, die nur durch Annahme eines Schiedsspruches, 
für den Bismarck den Papst gewann, abgewendet wurden. Im Schieds 
sprüche vom 22. Oktober 1885 wurde der später oft wiederholte Ver 
such unternommen, die Gegensätze durch Trennung der politi 
schen von der wirtschaftlichen Expansion auszugleichen. Der 
Spruch beließ zwar den Spaniern die Souveränität, forderte aber die 
Einräumung einer Kohlenstation und volle Handelsfreiheit für die 
Deutschen. 
Nunmehr begann die deutsche Kolonialpolitik in das Fahrwasser 
eines u n i v e r s e 11 e n Wettbewerbes einzulenken und die Flotten 
gesetze von 1898 und 1900 durchzubringen. 
Auf dem ostasiatischen Weltmärkte wurde Deutschland durch 
die besseren Aussichten seiner wirtschaftlichen Ausdehnung 
zur Teilnahme am ostasiatischen Dreibund zum Schutze Chinas gegen 
Japan gedrängt. Es nahm deshalb an der Politik der wirtschaftlichen 
Aufteilung Chinas teil. Nachdem es zur Genugtuung für die Ermordung 
deutscher Missionare bereits am 14. November 1897 die Bucht von 
Kiautschou und die Insel Tsingtau besetzt hatte, erwarb es im Vertrage
	        

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Der Wirtschaftskampf Der Völker Und Seine Internationale Regelung. Verlag von Ferdinand Enke, 1920.
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