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Leitfaden durch die Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Leitfaden durch die Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
1779816413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-167099
Document type:
Monograph
Author:
Michels, Robert http://d-nb.info/gnd/118733737
Title:
Sittlichkeit in Ziffern?
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 229 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Kriterien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leitfaden durch die Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents

Full text

Allgemeines, Aufgaben und Anfänge des Arbeitsnadweijes, 67 
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Die erfjten Arbeitsnadhweife wurden von den Sünften ein» 
gerichtet. Doc} finden wir daneben fhon frühzeitig gewerbs. 
mäßige Stellenvermittelung, die allmählid immer größere 
Bedeutung gewann. Mit dem Aufblühen der Indufjtrie und dem 
Entjtehen einer Maffennachfrage und eines Maffenangebotes von 
ungelernten oder angelernten Arbeitskräften, die eine Individuali- 
Jierung der Stellenvermittelung, wie fie das Handwerk nod} ver. 
langt hatte, unnötig machten, wurde mehr und mehr die pere 
[önlidje Arbeitsfuche durdz Umfrage von Werkftatt 3zu Werk: 
jtatt und von ‚Sabrik zu Sabrik zur herrfhenden Sorm der Stellen: 
juce überhaupt. Daneben kam aud} das Zeitungsinferat 
auf. Alle diefe Methoden Kitten aber daran, dak fie einen Über: 
bli& über den Gefamtarbeitsmarkt nicht ermöglichten und er: 
heblidhe Derlufte an Zeit, Kraft und  Arbeitswillen im Gefolge 
hatten, 
Mit dem Erjtarken der Organifationen der Arbeitgeber 
und Arbeitnehmer griffen diefe die Stellenvermittelung inner: 
halb ihres eigenen Berufes als willkommenes Mittel zur Beherr- 
idhung des Arbeitsmarktes und damit zur Erhöhung ihrer An- 
ziehungskraft auf nod, Außenftehende auf. Eine Seitlang wurde 
die Organifation des Arbeitsnacdhweifes zu einer heiß umtrittenen 
S$rage. Sowohl die Gewerk{haften wie die Arbeitgeberorgani: 
jationen behaupteten ihr ausfdließlides Recht auf den Arbeits: 
nacdjweis, denn jeder von ihnen hatte ein gleid großes Interejfe 
Jaran, die Stellenvermittelung vom eigenen Machtitandpunkt aus 
zu handhaben. Ganz allmählich erft gewann die in fozialpolitild 
führenden Kreifen Längft vertretene Anjdhauung Boden, daß der 
Arbeitsnadhweis allgemeine wirtfHaftlide und foziale 
Aufgaben 3u erfüllen habe und deshalb den wirtjdhaftligen In- 
tereffenkämpfen möglichit entrüct werden müffe. Das 
xachfende Bedürfnis nad} öffentlider gemeinnüßiger Ar- 
beitsvermittelung wurde 3zunächft dadurd befriedigt, daß 
in einzelnen Städten feitens gemeinnüßiger Dereine Arbeitsnach- 
weife ins Leben gerufen wurden, die fi anfänglid aber nur mit 
größter Schwierigkeit gegenüber den Arbeitsnadjweijen der Or- 
ganifationen zu behaupten vermochten. Die Derjtadtlihung diefer 
gemeinnüßigen Arbeitsnacweife, die in großem Maßijtabe fchon 
vor dem Kriege [tattgefunden hatte, erweiterte ihren Einfluß und 
Ihren Aufgabenkreis beträchtlich, wenn es audy no& keineswegs 
zelang, die Stellenvermittelung der Organifationen und die private 
Stellenvermittelung auszujdalten. Die. politi[jdhe Entwicklung nach
	        

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Leitfaden Durch Die Sozialpolitik. G.A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1923.
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