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Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1779855281
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164105
Document type:
Monograph
Author:
Mahlberg, Walter http://d-nb.info/gnd/101605218
Title:
Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Gloeckner
Year of publication:
1928
Scope:
VI, 122 S.
graph. Darst
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden und der Denkfehler der Ausgleichsnotwendigkeit
  • 2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
  • 3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts

Full text

3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und 
Kapitalmarkts. 
Es handelt sich in diesem Kapitel um die rein betriebswirtschaftliche Frage- 
stellung, welche Folgen entstehen aus den Reparationen für die Organisation des 
Geld- und Kapitalmarkts1) bzw. welche organisatorischen Maßnahmen kommen in 
Frage, um diesen Folgen zu begegnen? 
Zu dieser Frage wird man als Wirtschaftswissenschaftler gedrängt durch die 
täglichen Notizen und Meldungen der Tagespresse über unseren Gegenstand. So 
bringt z. B. die Frankfurter Zeitung?) in ihrem Bankbilanzbericht die 
Schlagzeile „35 0 Auslandsverbindlichkeiten‘“. Die Gesamtkreditoren der sieben 
Berliner Großbanken hätten sich von 6528 auf 8128 Millionen Reichsmark per 
L. Januar 1928 vermehrt, und von diesem Kreditorenzuwachs entfielen nicht weniger 
als 11/4 Milliarden Mark auf die Steigerung der Auslandsanlagen, welche für 
lie sieben Banken per Ende 1927 auf mindestens 23/, Milliarden Mark, über- 
wiegend in Valuta, zum Teil in Mark laufend, also auf 35 % der vorstehenden 
8,1 Milliarden Gesamtkreditoren zu schätzen seien, Das ist allerdings eine unge- 
heuere Veränderung gegenüber früheren Wirtschaftsverhältnissen und der sichtbare 
Ausdruck für die in den vorangegangenen Kapiteln von uns dargelegte Situation auf 
dem Geld- und Kapitalmarkt. Oder man erinnere sich an den neuen Typ von 
Kapitaltiteln, die kommunalen „Schatzanweisungen“, oder daran, daß Anfang 
Mai d. J. Schuldverschreibungen der Stadt Köln, die sie gegen eim bei einem Ber- 
liner Bankhaus aufgenommenes Darlehn ausgestellt hatte, in Form von Zertifikaten 
ohne Wissen der Stadtverwaltung in Amsterdam und Rotterdam aufgelegt worden 
sind und daß auf diese Weise die Zustimmung der Beratungsstelle für Auslands- 
anleihen umgangen worden ist. 
Die Frage nach den Folgen für den Geld- und Kapitalmarkt gründet sich 
auf die Notwendigkeit, daß das dem Ausland in Deutschland 
im Wege der Reparationszahlungen zuwachsende Kapital in kurzfristige 
und langfristige Anlageform geschieden werden muß. Wie wir 
sahen, befindet sich das durch die Zwangssparkasse des Reparationsagenten ge- 
bildete Kapital in der konkreten Gestalt von Kisten, Fässern, Ballen, Maschinen, 
Fundamenten usw. in Deutschland. Von dem Wert dieser Güter bzw. dem Wert 
der dahinter stehenden ausländischen Kapitalrechte müßten, sagen wir einmal, 
17/,p die juristische Form langfristiger Kapitalanlage, also die Form von Aktien, 
Obligationen, Hypotheken usw., und 3/,p die juristische Form kurzfristiger An- 
lage, z. B. in Form von Wechselakzepten, Bankkrediten usw. haben, damit Form 
und Inhalt, damit die juristische Kontraktform und. die aktivische Verwendungsform 
des investierten Geldes in einer verkehrsüblichen Harmonie zueinander ständen, 
Statt dessen ist es umgekehrt, etwa so, daß — schematisch ausgedrückt — 17/,0 
der in Deutschland beschäftigten Auslandskapitalien kurzfristig kontrahiert sind 
und nur 3/9 eine langfristige Konsolidierung bis jetzt erfahren haben, Selbst- 
redend ist das eine ungeheuerliche Verkehrsstörung, die, wie wir gesehen haben, 
im wesentlichen auf falschen ökonomischen Vorstellungen und psychologischen 
1) Die Arbeit ist letztlich aus einem Vortrag hervorgegangen, den ich unter dieser Über- 
schrift im Oktober 1927 in Karlsruhe gehalten habe, 
2) Frankfurter Zeitung vom 14. März 1928.
	        

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Reparations-Sabotage Durch Die Weltwirtschaft. Gloeckner, 1928.
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