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Statische oder dynamische Zinstheorie?

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Bibliographic data

fullscreen: Statische oder dynamische Zinstheorie?

Monograph

Identifikator:
1780205023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-166182
Document type:
Monograph
Author:
Heinze, Gerhard http://d-nb.info/gnd/1156954630
Title:
Statische oder dynamische Zinstheorie?
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 165 Seiten
Tab.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. „Statische" oder „dynamische" Zinstheorie?
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Statische oder dynamische Zinstheorie?
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Einige vergleichende Bemerkungen über die Lösungsversuche des Preisbildungs- und Verteilungsproblems bei Cassel und Schumpeter und die Problemstellung
  • Erster Teil. Darstellung der Casselschen und der Schumpeterschen Zinstheorie
  • Zweiter Teil. „Statische" oder „dynamische" Zinstheorie?
  • Dritter Teil. Zusammenfassende Schlußbemerkung

Full text

BT 
PA 
daher auch die Schumpetersche Auffassung des Unternehmer- 
gewinnes!). Nur dort, wo neue Unternehmungen geschaffen, 
neue Kombinationen durchgesetzt werden, wird für uns Unter- 
nehmergewinn erzielt; dort dagegen, wo: man Sich einer ge- 
steigerten Nachfrage anpaßt, nicht über das durch sie gesetzte 
Ziel hinausgeht, handelt es sich für uns um andere Gewinne, 
wohl meistens um Quasirenten. Beide Fälle rechnen jedoch 
für uns, im Unterschiede zu Schumpeter, unter die Dynamik. 
Unsere Auffassung der Statik erweist sich also durchaus 
als zweckmäßig. Wir können aber noch einen weiteren Grund 
zu ihren Gunsten anführen, ein Argument, das es uns noch ver- 
ständlicher macht, weshalb Schumpeter für einen Teil seiner 
Untersuchungen auch bei Existenz von Unternehmerpersönlich- 
keiten einen Gleichgewichtszustand für möglich hält, während 
er für andere wichtige Aussagen — wir denken hier besonders 
an Schumpeters Zinstheorie — den Unternehmer aus der 
Statik verbannt. Wenn Schumpeter diese Begriffsver- 
schiebung nicht vornehmen würde, wenn er den Unternehmer 
nicht zusammen mit den hedonisch disponierten Subjekten 
das allgemeine Gleichgewichtsstreben, das uns die Depressions- 
periode zeigt, mitmachen ließe, so könnte er nicht nur nicht die 
Periodizität der Wechsellagen erklären, sondern es würde recht 
zweifelhaft sein, ob er über die Vorgänge der Dynamik überhaupt 
etwas aussagen könnte. Wenn Statik und‘ Dynamik zwei 
gänzlich voneinander verschiedene generelle Erkenntnisobjekte 
sind, so muß man zu dem Schluß kommen, daß die Resultate, 
die uns die Untersuchung der Statik liefert, nicht so ohne 
weiteres auch für die Dynamik gelten. Man würde also mit der 
statischen Zurechnungstheorie in der Dynamik nicht operieren 
können. Die Vorgänge der Dynamik sind aber u. E. nur mit den 
in dem höheren Abstraktionsgrade der Statik erlangten Resul- 
taten zugänglich, sie sind nur mit statischen Raisonnements 
1} Wir möchten aber trotzdem nicht von einer rein wirtschaftlichen 
Entwicklung sprechen, denn obgleich in der Casselschen Theorie ein 
organisches Wachstum der Wirtschaft angenommen wird, so ist doch 
immer noch die Frage offen, welche primäre Ursache diese dauernde 
Wechselwirkung eingeleitet hat — eine Frage, die für die Casselsche 
Theorie wohl kaum eindeutig zu beantworten sein wird.
	        

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Statische Oder Dynamische Zinstheorie? Deichert, 1928.
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