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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Die verbale Beeinflussung. 
13] 
lung, die sich nicht aus den Regeln einer strengen Zweckmäßigkeit her- 
leiten läßt, angewendet. Es ist ein seltsam widerspruchsvolles Gebilde, 
das auf diese Weise in der populären Vorstellung der Suggestion sich 
herausgebildet hat. Alle Bewußtseinsvorgänge, die nicht den Anforde- 
rungen der strengen Logik oder strengen Zweckmäßigkeit entsprechen, 
sollen auf Suggestion beruhen. Und gleichzeitig sollen sie eine Art von 
pathologischem Charakter tragen, nämlich der normalen Natur des 
Menschen und demjenigen Verhalten, das man von Rechts wegen er- 
warten dürfte, zuwiderlaufen. Zwei Voraussegungen sind in diesem 
widerspruchsvollen Begriff enthalten: erstens müsse jede Überzeugung 
normalerweise nicht auf Beeinflussung beruhen, sondern selbständig im 
Einzelnen gebildet sein; und zweitens müsse jede derartig selbständig 
gebildete Überzeugung logisch oder kritisch fundiert sein. Tatsächlich 
wissen wir, daß es auch für die unabhängig von fremden Einflüssen ge- 
bildeten Überzeugungen eine Menge von außerlogischen Grundlagen 
gibt, namentlich die Anschauung, die Analogie, starke Affekte usw. Ge- 
rade an diese Fehlerquellen knüpfen allerdings die Beeinflussungen, na- 
mentlich die beabsichtigten, gern an. Über die Falschheit der ersten 
Voraussegung ist kein Wort zu verlieren. Will man den in Rede stehen- 
den populären Sprachgebrauch von seinen Widersprüchen befreien, so 
bleiben nur zwei Möglichkeiten übrig. Entweder man 
bezeichnet als Suggestion jede Art von Beeinflussung, macht 
also den Mangel an Selbständigkeit bei der Urteilsbildung zum ent- 
scheidenden Kriterium; dann muß man die Vorstellung des Patholo- 
gischen fallen lassen. Oder man schränkt ihn auf gewisse Fälle ge- 
steigerter Beeinflussung ein, am besten auf diejenigen 
Fälle, die vorhin als „Stiltrübungen‘“ bezeichnet wurden und bei denen 
ein aus der Persönlichkeit sich ergebender Widerstand überwunden wer- 
den muß. Jede von beiden Arten des Sprachgebrauchs, deren jede in 
sich widerspruchslos ist, kommt tatsächlich vor. Wenn man den Erfolg 
des Hochstaplers, der mit seinen erdichteten Geschichten von vorent- 
haltenen Reichtümern, geheimnisvollen Beziehungen und bevorstehenden 
großen Gewinnen kritiklos Glauben findet, angesichts des ungewöhn- 
lichen Charakters eines solchen Erfolges auf Suggestion zurückführt und 
das legtere Wort auf diesen Typus von Vorfällen beschränkt, so huldigt 
man der zweiten der eben unterschiedenen beiden Möglichkeiten. Be- 
zeichnet man dagegen als suggestive Fragen alle diejenigen Fragen, die 
bereits eine Voraussegung über den Inhalt der Befragung in sich ent- 
halten und dadurch leicht unlegitimierte Vorstellungen in den Befragten 
hineinschmuggeln, so handelt es sich hierbei um Beeinflussungen völlig 
normaler Art, die alltäglich vorkommen. Dieser Sprachgebrauch fügt 
sich also dem ersten der heiden unterschiedenen Fälle ein. Konseauenter-
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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