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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

329 
Wahrheit gilt Entsprechendes ganz allgemein von jedem Träger eines 
Amtes. 
Im engeren Sinne gehören hierher alle Träger von Ämtern bei or- 
ganisierten Gruppen, im weiteren Sinne alle leitenden und gestaltenden 
Geister im technischen und wirtschaftlichen, wie im gesellschaftlichen und 
geistigen Gebiete der Kultur. Alle Arten von führenden und schaffenden 
Geistern kann man auch unter dem Gesichtspunkt betrachten, daß in 
ihrer Person in besonders hohem Maße ein Teil vom Geist der Gruppe 
lebendig ist: „Die großen Individuen sind die Koinzidenz des All- 
gemeinen und des Besonderen, des Beharrenden und der Bewegung in 
einer Persönlichkeit, sie resumieren Staaten, Religionen, Kulturen und 
Kriege“ (Burckhardt). Von allen großen Machthabern gilt das Ent- 
sprechende: so frei und willkürlich sie oft zu schalten scheinen, so ver- 
treten sie doch tatsächlich die Gruppe mit ihren objektiven Tendenzen. 
„Kaiser, Zaren, Päpste, Potentaten, ja eigentlich schon Bürgermeister 
and Bureauvorsteher sind keine Menschen, sondern sind an zufällige 
Personen geknüpfte Gruppensymbole. Das Studium der Geschichte er- 
weckt zulegt den Eindruck, als ob statt fühlender Menschen die Röcke, 
Uniformen, Amtsgewänder, Talare und Kleider miteinander Verträge 
und Bündnisse, Krieg und Frieden machten, indessen immer andere 
Seelen in die alten Röcke hineinschlüpfen‘“!). Man kann sich übrigens 
an diesem Verhältnis so recht klarmachen, wie weit die Geschichtswissen- 
schaft davon entfernt ist, die volle und ganze Wirklichkeit wiederzugeben, 
wie wenig sie also der bekannten Theorie entspricht, nach der die Wissen- 
schaft nach Möglichkeit ein Abbild der Wirklichkeit gibt. Die Geschichts- 
wissenschaft abstrahiert vielmehr überall von dem rein persönlichen Le- 
ben und erfaßt von den Lebensäußerungen der Personen nur diejenigen, 
die in dem Dienst der großen überindividuellen Zusammenhänzge stehen. 
5. Fassen wir zusammen: in der Gruppe tritt uns vom logischen 
Standpunkte aus betrachtet eine neue Art von Gebilden entgegen. Die 
Gruppe gehört nicht in die Klasse der toten Körper und ebensowenig 
in diejenige der lebenden Wesen; sie ist auch kein rein aktuelles Ge- 
bilde im Sinne einer Reihe von seelischen Prozessen. Die Gruppe gehört 
vielmehr zu einer eigenen Klasse von Wesen, die sich nicht auf 
andere zurückführen läßt. Der Begriff der Gruppe bedeutet also für die 
wissenschaftliche Erkenntnis ebensogut wie für die naive Auffassung eine 
soziale Kategorie. Wir bezeichnen diese Klasse von Gebilden als soziale 
Objektivgebilde. Sie stehen im Mittelpunkt der Soziologie und machen 
deren Kern aus, sei es daß sie sich als Gesellschaftslehre mit den Gruppen, 
A) Theodor Lessing, Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen S. 128.
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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