Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

48 Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
Beamte zu seinem Amte, der Diener im Bereich patriarchalischer Zu- 
stände zu seiner Herrschaft, der Snob zu den gesellschaftlich höher- 
stehenden Schichten. Im religiösen Leben ist die Verknüpfung dieser 
beiden Instinkte besonders deutlich: der Gläubige ordnet sich einerseits 
seinem Gotte bedingungslos unter, erhebt sich aber anderseits gerade 
dadurch zu dessen Größe, indem er seinen Schug gewinnt und dadurch 
von seiner ganzen Machtatmosphäre durchdrungen wird oder inneren 
Anteil an seinem Glanz und an seiner Erhabenheit nimmt. Auch der 
demütigste Diener Gottes hat daher in der Regel ein starkes Machtgefühl 
gegenüber dem Weltkinde. — Ein ausgezeichnetes Beispiel liefern ferner 
die Männerbünde bei vielen Naturvölkern in der Art, wie sie die nach- 
wachsende männliche Jugend behandeln. Diese Bünde haben eine ge- 
wisse Machtstellung im Ganzen des Stammes. Zur Zeit der Reife nehmen 
sie die jungen Leute unter großen Feierlichkeiten in ihre Reihen auf und 
gewähren ihnen damit mindestens schrittweise vollen Anteil an ihrer 
Macht. Der Aufnahme geht jedoch eine Zeit der Vorbereitung voraus, 
während derer und zum Teil auch während der Prüfung selber die jungen 
Leute einer strengen Behandlung, gewissen Mutproben und ähnlichen 
Prüfungen unterworfen werden. Zuerst lassen die Erwachsenen sie also 
ihre ganze Macht fühlen, ehe sie ihnen Anteil daran gewähren. Um- 
gekehrt werden die jungen Leute von dem Willen zur Unterordnung und 
zugleich von dem Selbstbewußtsein einer künftigen Macht erfüllt. Ganz 
“hnliche Verhältnisse finden wir bekanntlich bei der Erziehung des Nach- 
wuchses durch unsere studentischen Verbindungen oder unser Offizier- 
korps. Überall bedeutet das Eingehen auf den Willen des Überlegenen 
zugleich, daß man sich zu ihm erhebt: die Unterordnung bedeutet zu- 
gleich ein inneres Teilhaben an der Größe des Übergeordneten. Vor- 
aussegung ist dabei freilich, daß im Akte der Unterordnung auch wirklich 
lie Person erfaßt wird, daß also z. B. die gestellte und gelöste Aufgabe 
in einem wesentlichen Zusammenhang mit der Person steht, diese und 
damit ihren Gehalt gleichsam in sich trägt. Es ist das der Fall da, wo 
die Aufgabe aus der ganzen Persönlichkeit hervorgeht. Anders liegen 
die Dinge, wo die geforderte Leistung „technischer“ Natur ist oder wo sie 
einem rein „sachlichen“ Zusammenhang angehört. Hier betätigt sich 
der Gehorsam abseits der Persönlichkeit des Übergeordneten, und damit 
ist die Grundlage der inneren Verbindung fortgefallen. Sie fehlt z. B. 
dem Laien, wenn er den Anweisungen des Technikers Folge leistet, oder 
dem Patienten, wenn er sich vom Arzte Vorschriften geben 1äßt. Gerade 
die modernen Verhältnisse mit ihrer Loslösung der Arbeit von der Per- 
sönlichkeit, mit ihrer gesteigerten Distanz begünstigen diesen Typus, der 
aber im ganzen betrachtet als Ausnahme gelten muß. Zum Teil handelt 
es sich bei ihm gar nicht mehr um Unterordnung im Sinne unseres In-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.