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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

Full text: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1815583320
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-204544
Document type:
Monograph
Author:
Fisher, Irving http://d-nb.info/gnd/118533541
Title:
The stock market crash - and after
Place of publication:
New York
Publisher:
Macmillan
Year of publication:
1930
Scope:
XXVI, 286 S.
graph. Darst
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter VIII. Scientific Research and Invention
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Glidin 
141 
Glühlampen 
tere besteht aus 43,82 Natron und 56,18 Säure. 
Beim Liegen an trockener warmer Luft verwittert 
■das kristallisierte Salz, indem sich die Kristalle 
durch allmähliches Verdunsten des Wassers mit 
einer weißen Schicht bedecken und endlich in 
eine pulverförmige, nahezu wasserfreie Masse 
verwandeln. In der Hitze schmilzt das Salz an 
fänglich in seinem eigenen Wasser, bis dieses 
verjagt ist und das wasserfreie Salz zurückbleibt. 
Das schwefelsaure Natron ist in der Natur 
weit verbreitet. Es findet sich aufgelöst im 
Meerwasser, in den Salzsolen und verschiedenen 
anderen Mineralquellen (Karlsbad. Friedrichs 
hall, Püllna usw.), als Ausblühung am Erdboden, 
namentlich in Steppen in der Nähe von Seen, 
in Rußland, Ungarn usw. Fertig gebildet als 
festes Mineral in Begleitung von Gips, Ton, 
Steinsalz wird das G. ebenfalls nicht selten 
angetroffen, z, B. in der Baseler Gegend nester 
weise in Gips, in Oberösterreich als Adern in 
Salzstöcken, in großen Lagern in mehreren 
Gegenden Spaniens mit Gips und Ton. Auch 
der Pfannenstein der Salzsiedereien besteht haupt 
sächlich aus Gips und G., und außerdem ent 
steht es als Nebenerzeugnis bei der Bereitung 
von Jod und Brom aus Meerpflanzenasche. Grö 
ßere Mengen des Salzes werden bei verschie 
denen chemisch-technischen Prozessen, nament 
lich bei Darstellung von Salpetersäure, aus Chile 
salpeter gewonnen. Der hierbei erhaltene Rück 
stand enthält jedoch stets mehr Schwefelsäure 
■als das, G., da man einen Überschuß der letz 
teren anwendet, und ist daher gewöhnlich als 
■anderthalbschwefelsaures Natron, zuwei 
len auch als doppeltschwefelsaures Natron, 
Natriumbisulfat (lat. Natrium bisulfuricum, 
frz, Bisulfate de soude, engl. Bisidfate of so- 
dium), anzusprechen. Er wird unter dem Namen 
Weinsteinsurrogat von den Färbern als 
Beize benutzt. — Die größten Mengen von G. 
wurden bisher bei der Herstellung von Soda 
aus- Kochsalz, bei welcher letzteres zunächst 
in G. verwandelt Wird, gewonnen. Diese Ware, 
aus wasserfreiem G. bestehend, wird in Fabrik 
und Handel gewöhnlich als Sulfat bezeichnet. 
Aus diesem Sulfat läßt sich durch Auflösen in 
heißem Wasser und Kristallisieren leicht das ge 
wöhnliche G. herstellen. Für manche Zwecke 
braucht man es aber wie es ist, ohne Wasser 
gehalt, namentlich zur Glasbereitung, wenn auch 
nur für ordinäre Gläser. Das G. dient außerdem 
Ms Reagens in der Chemie, technisch bei Be 
reitung des Ultramarins, als Bestandteil von 
Kältemischungen usw., medizinisch als Abführ 
mittel. Es muß für diesen Zweck durch mehr 
maliges Umkristallisieren gereinigt und von frem 
den Stoffen, wie Metallsalzen, Gips, Bittersalz, 
Kochsalz, befreit sein. Wird die Kristallisation 
e 'ner Glaubersalzlösung durch Umrühren gestört, 
So fällt es in kleinen nadelförmigen Kristallen 
211 Boden. 
Glidin ist ein Nährpräparat der Firma Dr. 
Klopfer in Leubnitz bei Dresden, das im wesent- 
hchen aus Weizenkleber besteht und daneben 
n °ch Lezithin enthalten soll. 
Glimmer (frz. Verre de Muscovic, Mica, engl. 
Glist), ein weit verbreitetes Mineral, bildet einen 
Wesentlichen Gemengteil mehrerer Massengesteine, 
besonders des Granits, Gneißes und Glimmer 
schiefers, in welchen es in Form kleiner Schüpp 
chen vorhanden ist. Seltener findet sich der 
Gl. auf Gängen im Granit in großen Blättern 
und Platten, die eine technische Verwendung 
gestatten. Seiner chemischen Zusammensetzung 
nach ist er ein Doppelsilikat von Tonerde mit 
Alkalien oder Magnesia und enthält als unwesent 
liehe Beimengungenbisweilen etwas Mangan, Eisen 
und Kalk. Die wichtigste Art, der Kaliglim 
mer oder Muskovit, besitzt meist eine helle Fär 
bung und läßt sich in außerordentlich dünne 
Blätter spalten, die völlig durchsichtig sind und 
an Stelle von Glas benutzt werden. Vor letzterem 
hat er den Vorzug der größeren Elastizität und 
Biegsamkeit sowie der größeren Widerstands 
fähigkeit gegen Hitze und dient daher zur Her 
Stellung von Scheiben in Maschinenwerkstätten, 
Kriegsschiffen, Schmelz- und Dauerbrandöfen, 
ferner von Schutzbrillen für Arbeiter gegen 
Einfliegen von Metall-, Stein- und Glassplitter, 
strahlende Hitze usf. Die kleineren Bruchstücke 
werden zur Verzierung von Spielwaren, Galan 
teriewaren und Buntpapier benutzt. Das metall 
glänzende Aussehen hat oft die Hoffnung auf 
Goldfunde erweckt und dem Gl. den Namen 
Katzengold eingetragen. Hauptfundorte sind 
Ural. Nordamerika, Ostindien und China. Auch 
in den deutsch-afrikanischen Kolonien scheinen 
einige abbauwürdige Lager zu sein. Der meist 
schwarze Magnesiaglimmer (Biotit) . findet 
sich besonders in den jüngeren Eruptivgestei 
nen: Porphyren und Trachyten. Der rosenrote 
Lithionglimmer oder Lepidolith von Penig 
in Sa. bildet das wichtigste Ausgangsmaterial 
für Lithiumpräparate. 
Globe-Öl (Vulkanöl, Phönixöl), ein aus 
westvirginisc.hem Rohpetroleum hergestelltes 
Schmieröl vom spez. Gew. 0,885, ist säurefrei, 
kältebeständig und verharzt nic.ht. Auch setzt es 
nach wochenlangem Stillstand der Maschinen 
keine trockenen Massen ab. 
Glühlampen für elektrisches Licht nennt man 
diejenigen Beleuchtungskörper, in welchen dünne 
Fäden von leitendem (Metalle) oder nichtleiten 
dem (Kohle, Metalloxyde) Material durch den 
elektrischen Strom zum Glühen gebracht wer 
den, und welche, falls die als Widerstand ein 
geschaltete Substanz verbrennlich ist, natürlich 
luftleer gemacht oder mit einem .indifferenten 
Gase gefüllt sein müssen. Am verbreitetsten und 
bekanntesten unter den Lampen der letzten Kate 
gorie ist die Kohlenfadenlampe. Von den 
neuerdings in großer Zahl konstruierten G. 
kommt besonders die Osmiumlampe in Be 
tracht, bei der ein aus Osmiummetall und ge 
wissen Zusätzen hergestellter Faden in Weißglut 
versetzt wird. Die O., die ein überaus helles, rein 
weißes Licht liefert, hat den Vorzug geringen 
Stromverbrauchs und geringer Empfindlichkeit 
gegen Spannungsschwankungen. Ihr höherer 
Preis wird durch* die lange Brenndauer aus 
geglichen. Die Tantallampe enthält äußerst 
feine Fäden von metallischem Tantal. Sie ver 
braucht nur halb soviel Strom wie die Kohlen 
fadenlampe und hat eine Brenndauer von über 
1000 Stunden. Die Zirkon- und Osramlampen 
enthalten Fäden von Zirkon, bzw. einer Legierung 
aus Osmium und Wolfram. Die Nernstlampe 
mit offener lufthaltiger Birne beruht auf der
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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