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Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

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Bibliographic data

Object: Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

Monograph

Identifikator:
1815583320
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-204544
Document type:
Monograph
Author:
Fisher, Irving http://d-nb.info/gnd/118533541
Title:
The stock market crash - and after
Place of publication:
New York
Publisher:
Macmillan
Year of publication:
1930
Scope:
XXVI, 286 S.
graph. Darst
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter I. The Stock Market Crash
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910
  • Title page
  • Contents
  • Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen
  • Zweck, Methode und Material der vorliegenden Arbeit
  • Bearbeitung des Materials
  • Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien
  • Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögensverteilung in den Jahren 1901 bis 1910
  • Schluß

Full text

3 1 
fremde Kapital das eigene Kapital, und zwar sehr erheblich, wobei sich die langfristigen Schulden zu 
den kurzfristigen verhalten wie rund i: 4. 
Bedeutend niedriger, aber immer noch an zweithöchster Stelle von allen Industrien, ist das 
fremde Kapital bei dem Akkumulatorenbau; eigenes und fremdes Kapital sind hier ungefähr gleich, 
rund 2 / 7 des fremden Kapitals entfallen auf die langfristigen Schulden. Den nächst niedrigeren Bedarf 
an fremdem Kapital zeigt die Kabelindustrie, bei der auf Anleihen und Hypotheken aber ein wesentlich 
höherer Anteil entfällt. Einen noch größeren Anteil bei kleinerer Inanspruchnahme fremden Kapitals 
weist die gemischte Elektrizitätsindustrie auf, während bei dem Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau 
sowohl das gesamte fremde Kapital, als auch der Anteil der langfristigen Schulden niedriger ist, 
wodurch er sich dem Massenmaschinenbau annähert. 
Zeigten die Gesellschaften verwandter Industrien schon bisher geringe Beziehungen und 
Ähnlichkeiten miteinander, so verschwinden auch diese fast ganz, wenn man noch die Verteilung 
des Vermögens und die Verhältnisse zwischen den Vermögensteilen und Kapitalsarten in Betracht zieht. 
Die Gruppen (I und la) Bergbau, Hütten- und Salinenwesen weisen das höchste, das 
Betriebsvermögen stets übersteigende produzierende Anlagevermögen imY er hältnis zum produzierenden 
Vermögen in Tabelle 35, abgesehen von den Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung, auf; und zwar 
stehen die Kohlenbergwerke hier an weitaus' erster Stelle, während die gemischten Werke und die 
Eisenhüttenbetriebe das größte Betriebsvermögen in dieser Gruppe benötigen. Die niedrigsten Vorräte 
haben die Kohlenbergwerke und die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, die 
höchsten die Erzbergwerke und Hütten (außer Eisen). Hohe Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen 
zeigen die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, doch ist sie auch bei den übrigen 
Gesellschaften von Bedeutung. Die Abschreibungen sind recht erheblich, besonders bei den gemischten 
Werken und den Kohlenbergwerken. Bei Gegenüberstellung der Vermögens- und Kapitalverteilung 
nehmen die Kohlenbergwerke eine Sonderstellung ein, da sie, bei niedrigem Betriebsvermögen, niedrige 
Liquidität und ein Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen, das nicht 
den Wert 1 erreicht, aufweisen. Hohe Liquidität zeigen die Gesellschaften für Kali-, Salz- und 
Petroleumgewinung; jedoch ist sowohl bei dem Eisenhüttenbetrieb , als auch bei dem Erzbergbau - 
und Hüttenbetrieb (außer Eisen) das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamt 
anlagevermögen größer. 
Bei den Gruppen Metallverarbeitung und Maschinen- und Appaiatebau übertrifft das Betriebs 
vermögen das produzierende Anlagevermögen; dabei zeigen die Gesellschaften für Metallverarbeitung 
den größten und die Gesellschaften für „sonstigen Maschinenbau“ den kleinsten Anteil des produzierenden 
Anlagevermögens am produzierenden Vermögen bei fast gleicher Höhe der Vorräte. Von dem Einzel- 
und Massenmaschinenbau hat der erstere ein größeres produzierendes Anlagevermögen und kleinere 
Vorräte als der letztere. Verhältnismäßig geringe Unterschiede finden sich zwischen Einzelmaschinenbau 
und Kessel- und Apparatebau. Durch große Vorräte zeichnet sich der Eisenbahnwagenbau und 
besonders der Schiffbau, bei dem sie weit über die Hälfte des Betriebsvermögens betragen, aus. 
Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist am höchsten bei dem Einzel 
maschinenbau, am niedrigsten beim Schiffbau. Die Gesellschaften für Eisenbahnwagenbau und für 
Massenmaschinenbau machen die höchsten Abschreibungen, die Gesellschaften für Einzelmaschinenbau 
die niedrigsten, die von denen des Kessel- und Apparatebaues jedoch nur wenig übertroffen werden. 
Entsprechend den hohen kurzfristigen Schulden ist bei den Schiffbauunternehmungen die Liquidität 
die niedrigste, und zwar von sämtlichen Industrien in Tabelle 35, ausschließlich der Elektrizitäts 
erzeugung. Auch das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen ist 
klein im Vergleich mit den Gesellschaften des übrigen Maschinenbaues und der Metallverarbeitung, 
bei denen beide Verhältnisse große Verschiedenheiten zeigen. Am nächsten stehen sich wieder 
Einzelmaschinenbau und Kessel- und Apparatebau, während die Metallverarbeitungsgesellschaften 
bei kleinerem Betriebsvermögen und kleinerem Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum 
Gesamtanlagevermögen eine höhere Liquidität aufweisen. Beim Massenmaschinenbau, Eisenbahn 
wagenbau und „sonstigen Maschinenbau“ erhöht sich die Liquidität dem Betriebsvermögen entsprechend. 
Auch bei der elektrotechnischen Industrie ist das produzierende Anlagevermögen stets kleiner 
als das Betriebsvermögen. Das größte produzierende Anlagevermögen zeigt der Elektrizitätsmaschinen- 
und Apparatebau, der sich hierin und auch in der Höhe der Wertpapiere und Beteiligungen sowie 
der Abschreibungen den Gesellschaften für Maschinenbau nähert. Die Gesellschaften der übrigen 
elektrotechnischen Industrie unterscheiden sich von ihm durch ein größeres Betriebsvermögen und 
vor allem durch den großen Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen, der 
bei dem Akkumulatorenbaü und der gemischten Elektrizitätsindustrie den des produzierenden Anlage 
vermögens übersteigt. Die Abschreibungen sind "gegenüber den vorhergehenden Gruppen niedrig; 
die kleinsten finden sich bei der gemischten Elektrizitätsindustrie. Die Liquidität ist beim Akkumulatorenbau
	        

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Der Finanzielle Aufbau Der Deutschen Industriellen Aktiengesellschaften in Den Jahren 1901 Bis 1910. Buchdruckerei des Waisenhauses, 1916.
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