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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Monograph

Identifikator:
1819912523
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-208152
Document type:
Monograph
Title:
Das Problem der Wirtschaftsdemokratie
Edition:
2. Aufl.
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Industrie-Verl.
Year of publication:
[1929]
Scope:
186 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Individualismus und Kollektivismus als Triebkräfte in der Wirtschaft / von Bergassessor a. D. Dr.-Ing. e. h. v. u. z. Loewenstein
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
    Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

38 
Erster Abschnitt. 
ganz verschiedene Preisausdrücke, oder wird in ganz verschiedenen 
Quantitäten Gold, Silber oder Kupfer vorgestellt. 
Dienen daher zwei verschiedene Waren, zum Beispiel Gold und 
Silber, gleichzeitig als Wertmaße, so besitzen alle Waren zweierlei 
verschiedene Preisausdrücke, Goldpreise und Silberpreise, die ruhig 
nebeneinander laufen, solange das Wertverhältnis von Silber zu 
Gold unverändert bleibt, zum Beispiel — 1:15. Jede Verände- 
rung dieses Wertverhältnisses stört aber das Verhältnis zwischen 
den Goldpreisen und den Silberpreisen der Waren, und beweist so 
tatsächlich, daß die Verdoppelung des Wertmaßes seiner Funktion 
widerspricht.® 
Die preisbestimmten Waren stellen sich alle dar in der Form: 
a Ware A — x Gold; b Ware B — z Gold; ce Ware C == y Gold usw., 
wo a, b, c bestimmte Massen der Warenarten A, B, C vorstellen, 
x, z, y bestimmte Massen Goldes. . Die Warenwerte sind daher 
verwandelt in vorgestellte Goldquahta von verschiedener Größe, 
also trotz der wirren Buntheit der Warenkörper in gleichnamige 
3 Note zur 2. Ausgabe. „Wo Gold und Silber gesetzlich als Geld, das 
heißt als Wertmaß nebeneinander bestehen, ist stets der vergebliche Versuch 
gemacht worden, sie als eine und dieselbe Materie zu behandeln. Unter- 
stellt man, daß dieselbe Arbeitszeit sich unveränderlich in derselben Pro- 
portion von Silber und Gold vergegenständlichen muß, so unterstellt man 
in der Tat, daß Silber und Gold dieselbe Materie sind, und daß eine be- 
stimmte Masse des minder wertvollen Metalls, des Silbers, den unveränder- 
lichen Bruchteil einer bestimmten Goldmasse bildet. Von der Regierung 
Edwards II. bis zur Zeit von Georg If. verläuft sich die Geschichte des 
englischen Geldwesens in eine fortlaufende Reihe von Störungen, hervor- 
gehend aus der Kollision zwischen der gesetzlichen Festsetzung des Wert- 
verhältnisses von Gold und Silber und ihren wirklichen Wertschwankungen. 
Bald war Gold zu hoch geschätzt, bald Silber. Das zu niedrig geschätzte 
Metall wurde der Zirkulation entzogen, umgeschmolzen und exportiert. Das 
Wertverhältnis beider Metalle wurde dann wieder gesetzlich verändert, 
aber der neue Nominalwert trat bald mit dem wirklichen Wertverhältnis in 
denselben Konflikt wie der alte. — In unserer eigenen Zeit hat der sehr 
schwache und vorübergehende Fall im Wert von Gold gegen Silber infolge 
der indisch-chinesischen Silbernachfrage dasselbe Phänomen auf der größten 
Stufenleiter in Frankreich erzeugt, Ausfuhr von Silber und seine Vertreibung 
aus der Zirkulation durch Gold. Während der Jahre 1855, 1856, 1857 betrug 
der Ueberschuß der Goldeinfuhr in Frankreich über die Goldausfuhr aus 
Frankreich 41 580 000 Pfd. Sterl., während der Ueberschuß der Silberausfuhr 
über die Silbereinfuhr 14 704 000 Pfd. Sterl. betrug. In der Tat, in Ländern, 
wo beide Metalle gesetzliche Wertmaße sind, daher beide in Zahlung ange- 
nommen werden müssen, jeder aber beliebig in Silber oder Gold zahlen 
kann, trägt das im Wert steigende Metall ein Agio und mißt wie jede andere 
Ware seinen Preis in dem überschätzten Metall, während letzteres allein 
als Wertmaß dient. Alle geschichtliche Erfahrung in diesem Gebiet redu- 
ziert sich einfach darauf, daß, wo gesetzlich zwei Waren die Funktion des 
Wertmaßes versehen, faktisch immer nur eine als solches den Platz be- 
hauptet.‘“ (Karl Marz: „Zur Kritik der Politischen Oekonomie“, S. 52, 53.) 
"Stuttgarter Ausgabe S. 59, 60.]
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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