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Borrowing and business in Australia

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Bibliographic data

fullscreen: Borrowing and business in Australia

Monograph

Identifikator:
183051623X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222122
Document type:
Monograph
Author:
Wood, Gordon L. http://d-nb.info/gnd/1239193688
Title:
Borrowing and business in Australia
Place of publication:
London
Publisher:
Oxford university press, H. Milford
Year of publication:
1930
Scope:
xv, 267 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden und der Denkfehler der Ausgleichsnotwendigkeit
  • 2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
  • 3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts

Full text

Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden. 
gleich die Sabotierung des Dawes-Planes, jedenfalls der ihm zu Grunde liegenden 
Absichten enthalten sei. 
Da die Bestimmung wegen ihrer ökonomischen Bedeutung wesentlicher Ver- 
tragsbestandteil im juristischen Sinne ist, so läge flagrante Vertragsverletzung 
vor, wenn der Reparationsagent bei Bedrohung der Goldgrenze der deutschen 
Wechselkurse seine Überweisungen nicht sistieren würde. Wir wären dann ver- 
Iragsfrei und könnten nicht nur weitere innerdeutsche Zahlungen an ihn ein- 
stellen, sondern sofort alle Konten des Agenten in Deutschland sperren lassen, 
sodaß sein Druck auf die Wechselkurse mit sofortiger Wirkung aufhören würde. 
Vorstehendes wird lediglich als eine juristische Theorie vorgetragen; im Ernst und 
nicht nur aus internationaler Höflichkeit wird man. dem Reparationsagenten eine 
solche Vertragsverletzung nicht zu unterstellen brauchen. Allein die Existenz dieser 
juristischen Möglichkeit und deren sofortige Entlastungswirkung auf den Devisen- 
markt bedeuten für die Erwägungen und Handlungen der internationalen Devisen- 
spekulation ein Sicherheitsventil von solcher Stärke, wie es die Möglichkeit von 
Goldexporten bei normaler Weltwirtschaft nicht darzubieten vermag. Übrigens 
steht der Reichsbank auch der Goldexport. noch außerdem als zusätzliches Not- 
ventil zur Verfügung. 
Im ganzen kann man sagen, daß es eine absolute Unmöglichkeit für unsere 
Reparationsgläubiger ist, unsere Währung in die Luft zu sprengen, ganz abge- 
sehen davon, daß sie gar kein Interesse daran haben könnten. Es ist eine Un- 
möglichkeit in sich, sofern wir und unsere freundlichen Helfer in der 
internationalen Spekulation nicht etwa die Nerven verlieren. Ganz ausgeschlossen 
ist eine solche Gefahr nicht 1. angesichts der Unkenntnis im Inland und Aus- 
land über die Unmöglichkeit an sich bzw. wegen der noch nicht überall zu- 
reichenden Kreditierungsmentalität und der Verbreitung unhaltbarer nationalöko- 
nomischer Theorien und 2, wegen des folgenden quantitativen Umstandes. Das 
Wechselkurs-Bremssystem hat keine qualitative wohl aber eine quantitative Ände- 
rung erfahren; statt daß wie gewöhnlich bei normaler Weltwirtschaft der Zahlungs- 
bilanz-Saldo sich von seiner konkreten Entstehung her in vielen tausenden 
Händen mit verschiedenen, u. U. sich gegenseitig kompensierenden Interessen be- 
ändet, befinden sich jetzt Riesensummen in einer Hand, Summen, wie man sie 
(rüher für eine einzelne Hand sich nicht denken konnte. Diese Summen werden 
jetzt von einem einzigen Gehirn statt von unzähligen dirigiert, und. das ist es, 
was der Erscheinung zwangswirtschaftlichen Charakter verleiht. Zwangswirtschaft 
ist Einhirnigkeit! 
Sie bedeutet hier, daß — gewissermaßen entgegen der sonstigen Bauern- 
regel — ein einziger Dirigent über solche Riesensummen leichter störende Fehler 
machen kann, als wenn dieselbe Summe von zahllosen Interessenten dirigiert 
würde, Es befindet sich gewissermaßen eine ungeheure Spekulationsmacht in 
einer einzigen Hand, was einen panischen Schrecken auf eine etwaige Gegen- 
partei innerhalb der internationalen Devisenspekulation, die aus zwar sehr vielen, 
aber im einzelnen schwachen Händen besteht, auszuüben vermöchte, sodaß sie 
vor dem Mammutgegner kampflos kapitulieren könnte. Aber auch dagegen ist ein 
Kraut gewachsen. Die Devisenspekulation kann nur zweierlei tun, entweder mit 
dem Reparationsagenten bzw. der Wirkung seiner Geschäfte gehen oder gegen ihn 
gehen. Mit den Geschäften des Reparationsagenten parallel zu spekulieren, also 
als Mitläufer sich an einer aller Welt eindeutigen Situation zu beteiligen, bringt 
nicht viel, vielleicht nicht einmal die Spesen ein. Bezahlt wird nur der Mut, 
der sich gegen den Strom stellt und trotz der Aufkäufe des Reparationsagenten 
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Reparations-Sabotage Durch Die Weltwirtschaft. Gloeckner, 1928.
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