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Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

Full text: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
183051623X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222122
Document type:
Monograph
Author:
Wood, Gordon L. http://d-nb.info/gnd/1239193688
Title:
Borrowing and business in Australia
Place of publication:
London
Publisher:
Oxford university press, H. Milford
Year of publication:
1930
Scope:
xv, 267 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part III. The boom of 1890 and its economic consequences
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

389)] Das Unternehmereinkommen. 481 
40—850 Millionen den Lohnarbeitern zu, es sind zusammen mit einigen weitern kleinen 
Posten nahe an 600 Millionen Kronen. 
231. Das Unternehmereinkommen, sein Wesen, seine Ausgleichung. 
Der Unternehmergewinn ist (vgl. JI S. 416) früher bald als Kapitalgewinn, bald 
als Arbeitslohn aufgefaßt worden. Er wird jetzt allgemein und mit Recht als eine 
besondere Art des Einkommens betrachtet. Er unterscheidet sich von Lohn und Gehalt 
sowie von dem bedungenen Kapitalzins dadurch, daß er an sich unficher, jedenfalls 
seiner Höhe nach nicht im voraus festgesetzt ist, ja daß er sich in eine Zubuße 
verwandeln kann; er ist nicht Kapitalgewinn und Arbeitsentgeld, weil er auf 
Faktoren beruht, die von Kapital und Arbeit unabhängig sind. Er ist ein 
Ergebnis der Geschäftsthätigkeit, wie es sich am Schluß des Jahres aus den Pro— 
duktionskosten und den Verkaufspreisen, aus deren Vergleichung, dem Reinertrag ergiebt. 
Er fließt der Einzelperson oder der Gesellschaft, der Korporation u. s. w. zu, welche 
das Geschäft begründet hat, auf deren Gefahr es geführt wird. Man hat mit Rücksicht 
auf die heutigen komplizierten Betriebsformen arbeitende und nichtarbeitende Unter— 
nehmer (Aktionäre, Genossenschafter u. s. w.) unterschieden. Juristisch sind ja die 
Dividenden beziehenden Aktionäre u. s. w. Träger der Unternehmung; in Wirklichkeit, 
psychologisch und wirtschaftlich sind die Mehrzahl solcher Beteiligten nur Bezieher von 
schwankenden Renten; die thaisächlichen Unternehmer sind immer diejenigen wenigen 
Personen, welche die Geschäfte leiten. Daß die größeren Geschäfte in Aktien-, Trust⸗, 
Benossenschaftsform ein ganz neues Element in das Wirtschaftsleben einführen, Ge—⸗ 
chäftsbetriebe mit beauftragten Vertrauensmännern, Beamten, mit anderer breiterer 
Risikoverteilung als das Privatgeschäft darstellen, haben wir oben schon (18 188-147) 
näher gesehen. Davon ist hier nicht weiter zu handeln, sondern nur von der Natur 
des Unternehmereinkommens an sich. 
a) Die Unternehmer stehen heute als die verantwortlichen Lenker der Produktion 
und des Handels zwischen den übrigen Klassen der an der Produktion Mitwirkenden 
und den Konsumenten. Sie sind es, die auf der einen Seite heute ein-, auf der andern 
morgen verkaufen; sie verlangen bestimmte Mengen von Land, Gebäuden, Maschinen, 
von Rohstoff und Hülfsstoff, von Kapital und Ärbeit, sie suchen diese so billig als 
möglich zu erhalten; sie haben zu rechnen, welche Mengen von Produktionsmitteln und 
halb fertigen Waren sie an die Produzenten der weileren Verarbeitungsstadien, von 
sertigen Waren an die Händler und Konsumenten des In- und Auslandes künftig absetzen 
können und zu welchen Preisen. In den stets sich fortsetzenden ungeheuren und wechsel⸗ 
vollen Prozessen der Gütererzeugung und des Güterumsatzes haben die Unternehmer ,tets die 
aus der Vergangenheit stammenden Produktionsmittel, Rohstoffe u. s. w.· mit ihren 
heutigen Preisen und den zukünftigen Bedarf mit seinen ungewissen zukünftigen Preisen 
ju überblicken und nun spekulierend zu überlegen, wie sie es einrichten können, daß ihr 
verkäufliches Produkt ihnen mehr eintrage, als ihre Kosten ausmachen. Sie haben in 
der Regel weder die Preise ihrer Auslagen, noch die ihrer Verkaufsprodukte in der 
Hand; beide bilden sich auf dem Markte, sie müssen ihre Produktenmenge, ihren inneren 
Betrieb, die auszuwählenden Mittel und Wege, die Methoden diesen ihnen gegebenen 
Faktoren anpassen. Ihr Einkommen hängt 1. ab von dem Maße, in dem sie die Preise der 
Produktionsmittel und die der verkäuͤflichen Produkte richtig erkennen und voraussehen; 
sie müssen hohe kaufmännische Fähigkeiten haben, Quellen, Bedarf, Konkurrenzverhältnisse 
genau kennen oder vielmehr immer neu richtig zu schätzen vermögen. Und es ist 2. 
bedingt von dem Maß, wie sie nach Innen verstehen, die rechten Leute auszuwählen 
and in rechte Verbindung zu bringen, die best möglichen Maschinen und Methoden 
zu verwenden, ihr Geschäft an den passendsten Ort zu legen, jede unnötige Ausgabe zu 
vermeiden. Beides sind schwierige Funktionen, der kleinste Fehler auf beiden Gebieten 
bringt Verlust, das Verharren in hergebrachten Geleisen genügt immer weniger, je 
komplizierter der Weltmarkt und die Technik werden. Das kaufmännisch spekusierende 
and das organisatorisch technische Talent muß unausgesetzt nach Verbesserungen aus— 
pähen. wenn die Konkurrenz nicht das Geschäft vernichten soll. Kleine Verbesserungen in
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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