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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeit und ihr Lohn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 129 — 
spart; sie kann sie bis zur äußersten Grenze treiben, ohne doch je 
die Lage anderer dadurch zu verschlechtern. Sie gibt ihren Dien. 
sten den größtmöglichen Werth. Aber allmählig, durch die Wir— 
kung der Concurrenz, strebt dieser Werth darnach, sich in gerades 
Verhältniß zu der dabei übernommenen Mühe zu setzen, so daß die 
Entwicklung vollendet ist, wenn gleiche Anstrengungen gegen einan— 
der ausgetauscht werden, wobei zugleich jede als Vehikel für eine 
immer wachsende Masse unentgeltlicher Nützlichkeit zum Vortheil 
der ganzen Gemeinschaft dient. Wenn aber Werthe in gerades 
Verhältniß zur Arbeit zu treten streben, so nutzt dies offenbar dem 
Arbeiter am meisten. Die Coneurrenz stellt immer mehr die Gleich⸗ 
heit her, d. h. eine Gleichheit. die nicht für alle Menschen dieselben 
Genüsse in sich schließt, sondern je nach Verhältniß zu der Menge 
und Beschaffenheit ihrer Anstrengungen. 
Eine Menge Umstände tragen dazu bei, den Lohn der Arbeit 
ungleich zu machen. Wenn man sie näher betrachtet, so bemerkt 
man, daß diese angebliche Ungleichheit immer gerecht und nothwen. 
dig, und in der That Gleichheit ist. Bei Gleichheit aller übrigen 
Umstände, gibt es einen höhern Lohn für die gefahrvollen Arbeiten, 
als für die ungefährlichen; für die Beschäftigungen, welche eine 
lange Lehrzeit und Ausgaben verlangen, die lange unproductiv sind, 
als für die, bei denen die Muskelkraft genügt; für einen Beruf, 
welcher eine höhere Geistesausbildung erheischt, als für die Arbeit, 
die mir des Armes bedarf. Alles das ist sicher gerecht. Grade 
die Coneurrenz begründet diese Unterschiede. Aber eben dieselbe 
gleicht sie auch wieder immer mehr aus, indem sie die Klassen der 
Gesellschaft nivellirt. 
—R Geistesbildung bewirkt offenbar den größten Unterschied 
im Lohne. Denkt man sich nun die Gesellschaft aus zwei über 
einander gelagerten Schichten zusammengesetzt, in deren einer das 
Prinzip der Intelligenz, in der andern das Prinzip der rohen Ge— 
walt vorherrscht, und untersucht man die natürlichen Beziehungen 
dieser beiden Schichten, so entdeckt man leicht in der ersten eine 
Anziehungs. in der zweiten eine Anstrebungskraft, die beide zu 
ihrer Vermischung beitragen. Die untere Schicht hat ein fortwäh—
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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