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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

347 
allen Ländern, die beträchtliche Fortschritte in der Bildung gemacht 
hatten, genöthigt, einen öffentlichen Stempel auf gewisse Quantitäten 
solcher Metalle zu setzen, die daselbst gewöhnlich zum Waarenhandel 
gebraucht wurden. Dies der Ursprung des gemünzten Geldes und 
jener öffentlichen Anstalten, die Münzen heißen, Einrichtungen genau 
bdon derselben Art, wie die Aemter der Messer und Stempelmeister 
hei den Wollen und Leinenzeugen. Sie haben alle die gleiche Be— 
stimmung, durch einen öffentlichen Stempel die Quantität und gleich- 
förmige Güte dieser Waaren, wenn sie zu Markt gebracht werden, 
zu verbürgen. 
Die ersten öffentlichen Stempel dieser Art, die auf die umlau—. 
fenden Metalle gedrückt wurden, scheinen meistens dasjenige haben 
verbürgen sollen, was am schwierigsten und zugleich am wichtigsten 
ist, nämlich die Güte oder Feinheit des Metalls, und mögen wohl 
der Sterling-Mark ähnlich gewesen sein, die man jetzt auf Silber⸗ 
geschirr und Silberbarren prägt, oder der spanischen Marke, die 
zuweilen auf Goldstangen gesetzt wird und, da sie nur auf einer 
Seite des Stückes steht, und nicht die ganze Oberfläche bedeckt, 
zwar die Feinheit, aber nicht das Gewicht des Metalles verbürgt. 
Abraham wiegt dem Ephron die vierhundert Seckel Silber zu, 
welche er ihm für das Feld von Machpelah zu zahlen versprochen 
hatte. Es wird dabei gesagt, daß es die eurrente Handelsmünze 
war, und dennoch wird sie zugewogen, nicht zugezählt, gerade wie 
es mit den Goldstangen und Silberbarren noch heute geschieht. Die 
Einkünfte der alten Sachsenkönige in England sollen nicht in Geld, 
sondern in Natura, d. h. in Lebeusmitteln und Proviant aller Art 
gezahlt worden sein. Wilhelm der Eroberer führte die Sitte ein, 
sie in Geld zu entrichten. Dieses Geld wurde jedoch lange Zeit 
auf dem Schatzamte nach dem Gewichte und nicht nach Stücken in 
Empfang genommen. 
Die Unbequemlichkeit und Schwierigkeit, jene Metalle mit 
Genauigkeit zu wägen, gab die Veranlassung zur Verfertigung der 
Münzen, deren Stempel für genügend erachtet wurde, um, da er 
heide Seiten des Stückes und zuweilen auch die Ränder ganz be 
deckt, nicht nur das Korn, sondern auch das Gewicht des Metalles
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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