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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 349 — 
scheint der Schilling zu einer Zeit nur fünf Pennys enthalten zu 
haben, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß er unter ihnen eben 
so veränderlich war, als unter ihren Nachbaren, den alten Franken. 
Seit der Zeit Karls des Großen unter den Franken und Wilhelms 
des Eroberers unter den Engländern scheint das Verhältniß zwischen 
Pfund, Schilling und Pennh bis auf den heutigen Tag dasselbe 
geblieben zu sein, obgleich ihr Werth sehr verschieden gewesen ist. 
Denn ich glaube, daß in allen Ländern der Welt Geiz und Unge- 
rechtigkeit der Fürsten und Regierungen das Vertrauen der Unter- 
thanen mißbrauchten, und nach und nach den wirklichen Metall- 
zehalt, welcher ursprünglich in den Münzen vorhanden war, berrin 
gerten. Das römische As wurde in der letzten Zeit der Republik 
auf den vierundzwanzigsten Theil seines ursprünglichen Werthes re— 
ducirt, und wog statt eines Pfundes nur eine halbe Unze. Das 
englische Pfund und der englische Penny enthalten gegenwärtig etwa 
den dritten, das schottische Pfund und der schottische Pennh etwa 
den sechsunddreißigsten, und das französische Pfund und der fran. 
zösische Pfennig etwa den sechsundsechszigsten Theil ihres ursprüng- 
lichen Werthes. Durch diese Operationen setzten sich Fürsten und 
Regierungen in den Stand, dem Scheine nach ihre Schulden zu 
bezahlen, und ihre Verpflichtungen mit einer geringeren Masse Silber, 
als sonst nöthig gewesen wäre, zu erfüllen. Es war allerdings nur 
dem Scheine nach so; denn ihre Gläubiger wurden wirklich um 
einen Theil dessen, was ihnen zukam, betrogen. Allen andern 
Schuldnern im Staate kam dasselbe Privilegium zu Gute, und sie 
konnten, was sie in alter Münze geborgt hatten, mit derselben no— 
minellen Summe der neuen, schlechten Münze bezahlen. Solche 
Operationen erwiesen sich daher stets günstig für den Schuldner und 
berderblich für den Gläubiger, und brachten zuweilen größere und 
allgemeinere Revolutionen im Vermögen der Privatpersonen hervor, 
als die größte allgemeine Calamität hätte verursachen können. 
Auf diese Weise ist das Geld bei allen eivilisirten Völkern das 
allgemeine Handelsinstrument geworden, durch dessen Vermittelung 
Büter aller Art gekauft und verkauft, oder gegen einander ausge— 
tauscht werden.“
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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