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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeiter-Associationen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

wichtigsten socialen Fragen entscheidende Macht begrüßen. Eher 
vielleicht ist zu verwundern, daß man die Sache so lange ignoriren 
konnte. 
Wir kommen jetzt zu dem französischen Genossenschaftswesen. 
Auf die Ursachen, welche von den vielen Hunderten von Associa- 
tionen unter den französischen und besonders Pariser Ouvriers, 
vie sie 1848 und 49 gleich Pilzen emporschossen, nur einige 20 
übrig bleiben ließen, brauchen wir hier nicht einzugehen. Es ge⸗ 
nügt uns hier die Thatsache, daß von diesen wenigen die meisten 
nun schon ihr zehntes Jahr unlengbaren, zum Theil fast unbegreif- 
iichen Gedeihens hinter sich haben — ein Resultat, das um so be— 
achtenswerther ist, da es sich hier grade um die Anwendung des 
rooperativen Princips handelt, welche in England nur unbedeutend 
und in Deutschland noch gar nicht vertreten ist, nämlich unmittelbar 
auf die handwerksmäßige Production. Vor Allem ist hin⸗ 
zuweisen auf die Pariser Maurerassoeiation, welche 1848 mit 16 
Mitgliedern und einigen Schulden anfing und 1858 mit etwa 
200 Mitgliedern ein Geschäft von 1,231000 Fr. in Bauten aller 
Art gemacht hat, mit einem Reingewinn von 130000 Fr., wovon 
30000 Fr. zum Reservefond geschlagen und 100000 Fr. als Di— 
bidende zu 60 Procent der Arbeit und zu 40 Procent dem Capi- 
tal zugewiesen wurden. Für das erste Semester 1860 betrugen 
die übernommenen Bauten schon über eine Million, der monatliche 
Arbeitslohn (mit Einschluß der Hülfsarbeiter) 30000 Fr. und Alles 
andere nach Verhältniß. Die Association besitzt geräumige und 
zweckmäßig (auch zu Wohnungen) eingerichtete Baulichkeiten eigen 
und arbeitet in Paris und der Umgegend auf einigen zwanzig gro⸗ 
ßen Bauplätzen. Sie hat eine Bibliothek und Unterrichtslokale ge— 
gründet und gedenkt demnächst eine Zeitschrift herauszugeben. Der 
Gesellschaftsvertrag lautet auf 20 Jahre und wenn nicht außeror⸗ 
dentliche Calamitäten eintreten, so kann sich dann jedes Mitglied 
mit einer Dividende von durchschnittlich mindestens 20000 Fr. zu— 
rückziehen. Das beste Zeugniß aber auch für diese wackern Leute 
giebt die Thatsache, daß sie selbst durch ihre materiellen Erfolge 
keineswegs befriedigt sind, sondern es beklagen, daß die sittlichen
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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