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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

552 — 
müssen. Auch gegen die letztere streiten immer noch unüberwind- 
liche Anschauungen. Es blieb daher nur übrig, die particulare 
Verehelichungsgesetzgebung an sich unberührt zu lassen und einfache 
Competenzgrundsätze für die Entscheidung der durch die Freizügig 
keit entstehenden Conflikte aufzustellen. 
In dieser Beziehung dürfte, was die formellen Voraussetzun · 
gen gültigen Eheschlusses betrifft, das Recht des Domieils des 
Ehemanns zur Zeit des Eheschlusses als gültig anerkanut werden. 
Hierfür spricht, wenn wir anders recht wissen, die bisherige ge— 
meinrechtliche Auffassung und spricht die Zweckmäßigkeit. 
Was die materiellen Voraussetzungen der Heirath betrifft, so 
wird das Recht der jeweiligen Heimathsgemeinde anzuerkennen sein. 
Die Anzugsgemeinde kann nicht maßgebend sein, da sie noch keine 
Rechte an, und noch keine Verpflichtung für den Ansiedler hat. 
Es könnte ihr aber etwa zur Wahrung ihrer Interessen der An⸗ 
spruch auf regelmäßige Mittheilung der Verehelichungsakten Seitens 
der Heimathsgemeinde gegeben werden, damit sie von fraudulenten, 
ihr nachtheiligen Stipulationen zwischen Heimathsgemeinden und 
Ansiedler Kenntniß erhalten und hierüber eine schnelle Entscheidung 
herbeiführen könne. Doch dürfte diese Einrichtung nicht einmal 
nothwendig sein. 
Die oben geforderte Reciprocität der Zuerkennung der Ver⸗ 
ehelichungscognition an die jeweilige Heimathsgemeinde dürfte von 
den in ihrer Verehelichungsgesetzgebung strengeren Staaten kaum 
gefürchtet werden, da bei überall gleicher Erwerbsfreiheit die Ver— 
theilung der flüssigen Bevölkerung sich gleichartig gestalten wird. 
Aus den strengeren Staaten werden wenigstens eben so viele in 
die liberaleren abziehen, namentlich um Verehelichungsfreiheit zu ge⸗ 
nießen, als umgekehrt aus den liberaleren Staaten in die Staaten 
des strengeren Verehelichungsrechtes. 
Zu fürchten giebt es also bei diesen Grundfätzen nichts, zu 
hoffen aber ist, daß das liberale Prinzip durch Beispiel und Er 
fahrungsanschauung die liberalen unter den verbundenen Staaten 
bald gewinnen würde. 
8. Zur Aufrechthaltung einer nach den bisherigen Grundsätzen
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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