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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Theilbarkeit des Bodens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 616 — 
finden kann, und daß bei weniger Bodenfläche der Ackerbau in der 
Regel weder dem Besitzer eine tüchtige und sichere Existenz gewährt, 
noch den Wohlstand und die Kraft des Staats vermehrt. Damit 
soll jedoch keinesweges behauptet werden, daß aller kleine Landbesitz 
bedenklich und gefahrbringend sei; im Gegentheil ist er in vielen 
Fällen dem Familienleben ein höchst segensreicher Schutz und seine 
beste Weihe. Ueberall ist es ein Glück, wo in den Händen ver⸗ 
ständiger und fleißiger Eigenthümer eine gartenmäßige Behandlung 
des kleinen Gutes eintritt. Dabei ist aber vorausgesetzt, daß der 
Besitzer desselben einen guten Nebenberdienst hat, so daß der kleine 
Grundbesitz nur der Frau und den erwachsenen Kindern Gelegenheit 
giebt, die unbeschäftigte Zeit nützlich zu verwenden. In diesem Fall 
ist die Verwerthung des Bodens allerdings eine hohe, und es ist 
deshalb wohlgethan, die Gründung kleiner Stellen für Handwerker, 
Fabrikarbeiter und Tagelöhner auf alle Weise zu erleichtern und 
dem gesunden Verlangen der Menschen, einen eigenen Heerd zu er— 
werben, entgegen zu kommen. Ein solcher kleiner Grundbesitz bildet 
moralisch fort und ist auch in materieller Hinsicht von großem Vor— 
theil, indem eine hohe Bodennutzung stattfindet. Nur darf man eine 
— 
Kleinbesitz erzeugt werden sollen; denn nicht nur sind dann die Pro⸗ 
ductionskosten theurer, sondern es belastet auch der Aufwand für 
Gebäudeunterhaltung und Haushaltungskosten bei Kleinbesitz den 
einzelnen Morgen zu sehr, als daß ein namhafter Ueberschuß von 
ihm zu verlangen wäre. Und wie das Leben der Klasse kleiuer Grund. 
besitzer haltlos und kümmerlich ist, so wird ihre Vermehrung auch 
für den Staat unvortheilhaft. Auch kaun ohne Ersparnisse — und 
diese sind bei dem kleineren Besitz nicht möglich — kein Gemein 
wesen Fortschritte machen. Sind diejenigen Mitglieder eines Landes, 
welche die Urproduetion in Händen haben, in einer Lage, welche ihnen 
nicht erlaubt, durch Einschränkung in ihren Bedürfnissen ein Capital 
zu erwerben, so fehlen die Mittel zu jedem Fortschritt in Wissen- 
schaft und Kunst ebensowohl, als in Anstalten zur Volksbildung oder 
in Gründung neuer Erwerbsquellen. Zu allen diesen sind Vorräthe 
über den täglichen Bedarf erforderlich. Je mehr nun aber in einem
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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