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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Der Werth und das Eigenthum
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

80 
Der Reichthum, im weitesten Sinne des Wortes, entsteht aus 
der vereinigten Wirkung der Natur und der Arbeit. Die erstere 
ist umsonst und gemeinsam ihrem Wesen nach und verliert diesen 
Charakter niemals. Die zweite allein führt zum Werth, und des⸗ 
wegen zum Eigenthum. Dank der geistigen Entwicklung und dem 
Fortschritt in der Civilisation, nimmt die eine von Tag zu Tag 
größeren, die andere geringeren Antheil an der Herstellung aller nur 
möglichen Nützlichkeit, woraus folgt, daß das Gebiet des Umsonst 
und des Communismus, gegenüber dem Gebiete des Werthes und 
des Eigenthums, im Menschengeschlechte sich beständig ausbreitet; 
eine fruchtbare und tröstliche Reflexion, welche dem Blicke der 
Wissenschaft so lange verschlossen bleibt, als sie der Mitwirkung 
der Natur Werth zugesteht. 
Der Begriff des Werthes schließt den der mühevollen Erwer— 
bung in sich. Die Bestimmung dieses Begriffes muß aber nicht 
bloß auf die menschliche Anstrengung überhaupt zurückgehen, sondern 
noch besonders auf die ausgetauschte oder austauschbare Anstrengung. 
Der Tausch erst erschafft den Werth. Wenn zwei Menschen ihre 
wirkliche Anstrengung oder die Resultate ihrer früheren Anstrengung 
sich gegenseitig abtreten, so bedienen sie sich Einer des Andern, sie 
leisten sich gegenseitig einen Dienst. Der Werth ist daher das 
Verhältniß zweier ausgetauschter Dienstleistungen. 
Der Begriff des Werthes trat zum ersten Male in die Welt, 
als ein Mensch zu seinem Bruder sagte: „Thue dies für mich, ich 
thue das für dich,“ und sie sich einigten; denü da konnte man 
zum ersten Male sagen: die beiden ausgetauschten Dienstleistungen 
sind eine der andern werth. Wir arbeiten, um uns zu nähren, zu 
kleiden, unter Dach zu bringen, Erleuchtung zu schaffen, zu heilen, 
zu unterrichten, und zwar Einer für den Andern. Daher die ge⸗ 
genseitige Dienstleistung. Diese Dienstleistungen vergleichen, erörtern, 
veranschlagen wir; daher der Werth. Nicht die Beschaffenheit eines 
Dinges an sich bestimmt den Werth, sondern der Dienst, der uns 
dadurch geleistet wird. Eine Menge von Umständen kann die 
relative Wichtigkeit eines Dieustes vermehren. Wir finden diesen 
größer oder geringer, je nach der Lage, in der wir uns befinden,
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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