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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Monograph

Identifikator:
826610137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-78190
Document type:
Monograph
Author:
Reitzenstein, Eduard
Title:
Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vahlen
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (V, 212 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • III. Neue Weltanschauung
  • IV. Neue Dichtung
  • V. Bildende Kunst und Musik
  • Index

Full text

Neue Dichtung. 
447 
In der Straßburger Zeit (1770) ist Goethe ganz von 
Herders Ideen erfüllt worden. Die frohe Geselligkeit dieser 
Monate, der Verkehr mit gleichaltrigen Genossen, das Sesen⸗ 
heimer Idyll hinderten den Dichter nicht, in dunkler Kammer, 
in der Herder die Heilung seines Augenleidens abwartete, den 
tieffurchenden Lehren des Meisters zu lauschen. Was hat er 
nicht alles in dieser Zeit abgelegt: die Schwärmerei für Wie— 
land und die Franzosen, den Zusammenhang mit fader Auf— 
klärung, ja den frommen Kirchenglauben der Frankfurter 
Jugend! Dafür machte ihn Herder mit Goldsmith und Sterne 
vertraut, mit Twiß und Hamann, mit Volksliedern und Möser, 
mit Plato, mit Homer und mit ihm, der eben den Dichtern 
des Sturmes und Dranges doch erst recht auferstand, dem 
schon von Hamann geliebten göttlichen Shakespeare! Und wie 
fest baute sich zugleich der Jünger in den nebeldurchdunsteten 
Gefilden eines neuen, enthusiastischen Pantheismus an! Ja 
wie suchte er ihn denkhaft zu durchdringen! „Getrennt über 
Gott und Natur abhandeln,“ heißt es in einer Tagebuch— 
aufzeichnung der Straßburger Zeit, „ist schwierig und mis— 
lich, eben als wenn wir über Leib und Seele gesondert denken. 
Wir erkennen die Seele nur durch das Mittel des Leibes, 
Gott nur durch die durchschaute Natur; daher scheint es mir 
verkehrt, Denker der Verkehrtheit zu zeihen, die ganz philo— 
sophisch Gott mit der Welt verknüpft haben. Denn was ist, 
muß notwendig alles zum Wesen Gottes gehören, weil Gott 
das einzige Wirkliche ist und alles umfaßt.“ Es ist das 
Glaubensbekenntnis des Faust, es ist eine frühe Fassung des 
Glaubensbekenntnisses des männlichen und auch des alternden 
Goethe. 
Aber nicht dem Denken, sondern der Tat war auch diese 
Zeit schon zugewandt. Und da lag nichts näher als ein 
offenes, auch andere begeisterndes Bekenntnis zum Urquell alles 
deutschen Dichtens und zu seinem letzten Ziele: zum deutschen 
Volkstum. Im Januar 1773 erschienen die Fliegenden Blätter 
von deutscher Art und Kunst mit Mitteilungen von Möser, 
Herder, Goethe. Goethe sprach vom Straßburger Münster 
Kamprecht. Deutsche Geschichte. VIII. 2. 29
	        

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Répertoire Des Administrateurs & Commissaires de Société, Des Banques, Banquiers et Agents de Change de France et de Belgique. 1926.
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