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Om kredit och vexlar

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Bibliographic data

fullscreen: Om kredit och vexlar

Monograph

Identifikator:
82824166X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66898
Document type:
Monograph
Author:
Liljenstrand, Axel
Title:
Om kredit och vexlar
Place of publication:
Helsingfors
Publisher:
Edlund
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (226 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II, Höhepunkt und Niedergang der klassischen Schule. Stuart Mül. 419 
werden. Aber er beginnt schon zu unterscheiden: — in dem Bereich 
der Produktion gibt es allerdings natürliche Gesetze; doch im Bereich 
der Verteilung gibt es nur Gesetze, die von Menschen gemacht worden 
sind, und die infolgedessen auch von Menschen geändert werden 
können ')• Ei - leugnet daher formal die These der klassischen 
Volkswirtschaftler, nach der die Anteile eines jeden der Teilhaber, 
— Lohn, Profit und Rente —, von Notwendigkeiten bestimmt werden, 
gegen die der menschliche Wille nichts ausrichten kann. 
Hierdurch wird die Tür sozialer Reformen geöffnet. Dies war 
nichts Geringes. Sicherlich kann man nicht sagen, daß die klassische 
Schule, oder sogar die optimistische Schule die Möglichkeit oder die 
Wirksamkeit jeder sozialen Reform leugnete. Man muß aber gestehen, 
daß sie nur die private Tätigkeit ermutigte, oder, wenn gesetzgeberische 
Maßnahmen in Betracht kommen, nur die, die darin bestehen, alte Ge 
setze abzuändern. Auf dem Kongreß der liberalen Nationalökonomen 
in Mainz im Jahre 1869 sagte Braun: „Unsere Kongresse haben viele 
Gegner ins Feld gerufen, weil wir das Prinzip aufgestellt haben, daß 
menschliche Gesetzgebung die ewigen Gesetze der Natur, die das 
wirtschaftliche Leben regieren, nicht ändern kann.“ Erklärungen 
dieser Art finden sich überreichlich in den französischen Büchern. 
Aber dank der Unterscheidung Stuakt Mill’s ändert sich das Alles. 
Denn wenn der Gesetzgeber auch den Gesetzen der Produktion ohn 
mächtig gegenübersteht, so hat er doch alle Macht, um die Gesetze der 
Verteilung abzuändern; und es ist unnötig, darauf hinzuweisen, daß 
gerade hier sich die Kämpfe um fast alle Forderungen abspielen. 
In Wirklichkeit unterliegt die Unterscheidung, die Stuart Mill 
gemacht hat, sehr der Kritik, wenigstens insoweit die Ausdrücke, 
in die er sie gefaßt hat, in Betracht kommen, und wenn er versichert, 
daß dies „sein bedeutendster und originalster Beitrag zur Wissenschaft 
der Volkswirtschaft sei“, beurteilt er seine Verdienste schlecht. Die 
Produktion und die Verteilung sind nicht getrennte Kreise. Sie 
gehen, und zwar fast auf allen Punkten, ineinander über. Übrigens 
setzt sich Stuart Mill selbst in Widerspruch mit seiner These, da, 
wie wir sehen werden, die Reformen, die er vorschlägt, Produktiv 
genossenschaften oder kleinbäuerlicher Besitz, sich ebensowohl auf das 
Reich der Produktion als auf das der Verteilung erstrecken. Man 
') „Pie ersteren (die Gesetze der Produktion) haben einen ähnlichen Charakter, 
wie die physischen Gesetze. In ihnen gibt es nichts Fakultatives oder Willkürliches .... 
Für die Gesetze der Verteilung gilt aber nicht dasselbe. Sie sind nur eine mensch 
liche Einrichtung .... Die Gesellschaft kann die Verteilung der Güter solchen 
Kegeln unterwerfen, wie sie ihr gut dünken“ (Principles, B. II, Kap. 1, § 1). 
Man weiß, daß später Karl Marx behauptet, die Verteilung werde durchaus 
von der Produktion bestimmt. 
27*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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