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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
82998786X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-41040
Document type:
Monograph
Author:
Auspitz, Rudolf
Title:
Untersuchungen über die Theorie des Preises
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1889
Scope:
1 Online-Ressource (XXXI, 555 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

23* 
Die Unterschiede in der Zivilisation. 
tragung von Eigentümlichkeiten, ist gleichfalls unzweifelhaft richtig; 
aber die großen Unterschiede unter den Menschen in verschiedenen 
Gesellschaftszuständen können nicht auf diese weise erklärt werden 
Der Einfluß der Erblichkeit, den man nach heutiger Mode so hoch ver 
anschlagt, ist nichts im vergleich mit den Einflüssen, welche den Menschen 
formen, nachdem er in die Welt getreten ist. was wird mehr zur Gewohn 
heit als die Sprache, die nicht bloß ein automatisches Spiel der Muskeln, 
sondern ein Vermittler des Denkens wird? was hat längere Dauer 
oder gibt schneller die Nationalität kund? Dennoch werden wir mit 
keiner Anlage für eine besondere Sprache geboren. Unsere Mutter 
sprache ist nur unsere Muttersprache, weil wir sie in der Kindheit lernten. 
Obgleich die Ahnen eines Kindes zahllose Generationen hindurch in 
ein und derselben Sprache gedacht und geredet haben, wird dasselbe, 
wenn es von Anfang an nichts anderes hört, ebenso leicht irgendeine 
andere Sprache lernen. Und dasselbe gilt von anderen nationalen, 
lokalen oder Klassen-Ligentümlichkeiten. Sie sind Dinge der Erziehung 
und Gewohnheit, nicht der Übertragung. Die Fälle von weißen Kindern, 
die in der Kindheit von Indianern gefangen und im Wigwam auferzogen 
wurden, zeigen dies. Sie wurden vollkommene Indianer. Und das 
selbe, glaube ich, ist mit den von Zigeunern auferzogenen Kindern 
der Fall. 
Daß dies nicht in gleichem Maße der Fall ist mit Kindern von 
Indianern oder anderer bestimmt gekennzeichneter Rassen, die von 
Weißen aufgezogen werden, liegt meines Erachtens an dem Umstande, 
daß sie nie ganz so wie weiße Kinder behandelt werden. Ein Lehrer 
der einmal in einer Schule Farbiger Unterricht erteilt hatte, sprach 
sich gegen mich dahin aus, daß die farbigen Kinder bis zum Alter von 
zehn oder zwölf Jahren sogar gescheiter seien und besser lernten als 
weiße Kinder, später aber stumpf und nachlässig würden. Er hielt dies 
für einen Beweis angeborener Inferiorität der Rasse, und ich stimmte 
dem damals bei. Später jedoch hörte ich einen hochgebildeten schwarzen 
Herrn (Bischof Hillery) beiläufig eine Bemerkung machen, die mir 
die Sache hinlänglich zu erklären scheint. Er sagte: „Solange unsere 
Kinder jung sind, sind sie völlig so hell wie weiße Kinder und lernen eben 
so leicht. Sobald sie jedoch alt genug werden, um ihre gesellschaftliche 
Stellung zu ermessen, einzusehen, daß man sie als eine untergeordnete 
Kasse betrachtet, und daß sie nie hoffen dürfen, etwas anderes als Köche 
Kellner oder dergleichen zu werden, verlieren sie ihren Ehrgeiz und 
hören auf, sich Mühe zu geben." Er hätte noch hinzufügen können, 
daß, da sie die Kinder armer, ungebildeter und anspruchsloser Eltern 
sind, häusliche Einflüsse ungüstig auf sie einwirken. Denn ich glaube, 
es ist allgemein zu beobachten, daß in der ersten Erziehung die Kinder 
unwissender Eltern gerade so empfänglich sind als die gebildeter Eltern, 
über allmählich gewinnen in der Regel die letzteren einen Vorsprung 
und werden die intelligentesten Männer und Frauen. Der Grund ist
	        

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The Freedmen’s Savings Bank. Univ. of North Carolina Press, 1927.
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