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Bibliographic data

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Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Kleinere neue Bahnbauten von Bedeutung. 
959 q 
220 km lange Bahn, die am 2. Oktober 1909 dem Betrieb übergeben wurde. Sie dürfte 
später, wenn der etwas primitive chinesische Bau durch eine vollwertige, modernen An 
sprüchen genügende Anlage erseht ist, ein Teil der wichtigsten künftigen Transkontinental 
bahn werden, die dereinst die europäischen Kulturzentren über die Westhälfte der sibiri 
schen Bahn und eine durch die Wüste Gobi neu zu schaffende Bahn binnen 9 —10 Tagen 
mit Peking in Verbindung bringen dürfte (vgl. S. 958). 
In Japan ist die bedeutendste neue Bahn die am 1. Mai 1911 eröffnete Zentral 
bahn Tokio—Nagoia. Außerdem haben die Japaner in dem ihnen gehörigen Korea und 
in der von ihnen wirtschaftlich beherrschten Südmandschurei Schritte getan, um eine 
neue Weltlinie ins Leben zu rufen und den Überland-Schnellverkehr zwischen Japan und 
Europa von dem bisher dominierenden Hafen Wladiwostok abzulenken und Fusan in 
Korea zum wichtigsten Welthafen im nördlichen Ostasien zu machen. Diesem Zweck diente 
vor allem der großzügige Umbau der Strecke Antung— Mulden, die seit dem 3. Novem 
ber 1911 aus einer unbedeutenden Schmalspurbahn zu einer wichtigen, dem Schnellverkehr 
dienenden Normalspurstrecke geworden ist. 
In Mittelasien war das bedeulendste eisenbahntechnische und -politische Ereignis 
neuerer Zeit die Eröffnung der Strecke Orenburg—Taschkent am 26. Juli 1905. Die 
mittelasiatischen Besitzungen Rußlands, die bis dahin nur durch einen umständlichen 
Trajektverkehr übers Kaspische Meer (zwischen Baku und Kraßnowodsk) ans europäische 
Bahnnetz angeschlossen waren, erlangten damit eine schnelle „trockene" Verbindung mit 
den russischen Hauptstädten und mit Mitteleuropa. In absehbarer Zeit wird diese Bahn über 
Taschkent nordostwärts durch die Kirgisensteppe und den Altai bis an die Sibirische Bahn 
verlängert werden, wodurch die russischen Absichten auf die chinesische Mongolei eine 
wesentliche Förderung erfahren dürften. — Auf die mannigfachen sonstigen, z. T. für den 
Weltverkehr sehr wichtigen ZukunftsProjekte zur Erweiterung des asiatischen Eisenbahn 
netzes kann hier aus Platzmangel nicht weiter eingegangen werden. 
Im Südwesten Asiens ist neben der fortschreitenden Bagdadbahn als der bedeutendste 
nahezu fertiggestellte Bahnban die Mekkabahn oder Hedschasbahn zu betrachten, 
welche die heiligen Stätten Arabiens, Mekka und Medina, den mohammedanischen Pilgern 
leichter erreichbar machen und gleichzeitig der türkischen Regierung ein gutes strategisches 
Mittel darbieten soll, um die oft unbotmäßigen Stämme in Temen und auch im übrigen 
Arabien in Schach zu halten. Im Frühjahr 1901 begann der Ban vom nördlichen Anfangs 
punkt, Dimischk (Damaskus), aus, der wichtigsten Stadt des heutigen Syrien, unter Ober 
leitung des Dresdener Ingenieurs Meißner-Pascha und des türkischen Marschalls Kiassim- 
Pascha, der die zum Bau herangezogenen Truppen befehligte. Die ganze Hedschasbahn 
von Damaskus bis Mekka ist 1735 km lang, wozu noch 161 km der Zweigbahn Haifa— 
Der'at kommen. Das nördlichste Stück Damaskus—Der'at (123 km) wurde am 1. Sep 
tember 1903, eine weitere 477 km lange Strecke bis zur Oase Müan es Sauan am 1. Sep 
tember 1905 dem Betriebe übergeben, während die genannte Zweiglinie Der'at—Haifa am 
15. Oktober 1905 eröffnet wurde. Am 1. September 1908 erfolgte die Betriebsübergabe 
bis Medina. Das letzte Stück Medina—Mekka ist 1912 in Angriff genommen worden. Der 
Bahnbau ist wohl der billigste der ganzen Erde gewesen, einmal weil Soldaten als Arbeiter 
beschäftigt wurden, dann aber auch noch ans einem anderen Grunde. Um den religiösen 
Charakter des Bahnbaues so recht zum Bewußtsein zu bringen, hatte die türkische Regierung 
verkündet, daß der Schienenweg zu den heiligen Stätten nach Möglichkeit von freiwilligen 
Spenden der Gläubigen gebaut werden solle, und der Erfolg dieses Aufrufes, der zunächst 
vielfach als ein Phantasina belächelt wurde, war der denkbar günstigste. Aus allen Teilen der 
Welt, wo Mohammedaner wohnten, strömten die Gaben zum Gott wohlgefälligen Werke zu 
sammen, so daß der fromme Plan verwirklicht werden konnte: die Mekkabahn ist tatsächlich zu 
einem erheblichen Teile von dem freiwillig beigesteuerten Gelde der Gläubigen erbaut worden! 
In Amerika sind außer den obengenannten Durchgangslinien verhältnismäßig 
wenig Linien von größerer Bedeutung neu entstanden. In den Vereinigten Staaten und
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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