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Wie erhält ein Volk seine Währung?

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Bibliographic data

fullscreen: Wie erhält ein Volk seine Währung?

Monograph

Identifikator:
834086425
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-82719
Document type:
Monograph
Author:
Helfferich, Karl http://d-nb.info/gnd/118773828
Title:
Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes
Edition:
Sonderabdruck
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1899
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 135 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Wie erhält ein Volk seine Währung?
  • Title page
  • I. Verbraucherschaft und Währung
  • II. Der größte Verbraucher - der Staat
  • III. Währung und Produktion
  • IV. Verschuldung und Geldentwertung
  • Schluß

Full text

sachen, die aus der Lage dieses großen Industrievolkes sich ergaben 
und die jede Regierung auf den abschüssigen Weg bringen mußten. 
Die große deutsche Inflation war nur die erste Phase des 
Verarmungsprogzessses, welcher auch jett sein Ende noch nicht 
erreicht hat. Wir müssen einsehen, daß ein bestimmter Grad von 
Geldentwertung nach dem Kriege unvermeidlich und ein Gebot 
der Wahrheit und Ehrlichkeit war. Wo diese richtige untere Grenze 
gelegen hätte, wenn spätere Torheit nicht dazwischengekommen 
wäre, ob bei 10 oder bei 20 Prozent - das weiß heute keiner 
zu sagen. Geldentwertung ist in solcher Lage der Ausdruck einer 
unvermeidlichen Schuldenzerstörung. 
Einer der bedeutendsten Männer, die ich kennengelernt habe, 
und Autorität auf dem Gebiete des Geldwesens war Dr. Friedrich 
Bendixen in Hamburg (gest. 1923). Er sagte und schrieb im 
Jahre 1919: „Wenn die deutschen Sparer und Kriegsanleihe- 
zeichner etwas erhalten sollen, so zahle man sie heute in neu- 
gedrucktem Papiergeld aus.“ Aber das ist ja Inflation? ,„„Selbst- 
verständlich; aber wenn ihr das nicht macht, so werden sie gar 
nichts erhalten.“ ‘„Die große Geldentwertung ist längst unter- 
wegs. Jetzt erhalten sie wenigstens noch 1:10.“ 
Schulden, ob Hypotheken, ob öffentliche Anleihen, sind Lasten, 
welche die Vergangenheit auf die Schultern der Zukunft gewälzt 
hat. Wenn aber ein großes Unglück dazwischenkommt und die 
Kraft der kommenden Generation schwer schädigt, so bleibt nichts 
übrig, als einen recht großen Teil der Schuldenlast abzuwälzen, 
um die Kraft der jungen Zukunft zu schonen. Das ist schon 
hundertmal dagewesen in der Weltgeschichte. Es gibt Zeiten des 
Reicherwerdens und Zeiten des Ärmerwerdens. Wir leben nun 
einmal in Verarmungszeiten. 
Den armen Rentnern möge es zum Trost gesagt sein: „Euer 
Unglück ist nicht nur die Folge von Bosheit und Gemeinheit, 
sondern ein sehr großer Teil davonmindestens neun Zehntel ~ 
ist euer Anteil an dem großen Nationalunglück, ähnlich den 
2 Millionen Toten, die auch niemand wieder ins Leben erwecken 
kann. Es ist die Folge des großen Krieges und noch mehr die des 
räuberischen Friedens und Nachkrieges. Die anderen Vermögens- 
arten, z. B. ländliches Grundeigentum, werden auch noch er- 
faßt werden von der allgemeinen Verarmung; doch ist das gar 
kein Vorteil für euch.“ 
Q
	        

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Übervölkertes Land. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung, 1923.
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