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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
865521182
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48767
Document type:
Monograph
Author:
Lowenfeld, Henry
Title:
Investment, an exact science
Place of publication:
London
Publisher:
The Financial Review of Reviews
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (X, 160 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter III - The geographical distribution of capital
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

269 
Jciplin (Baumlvolle, Viehzucht, Seide). 
wird indes namentlich nach England 
ausgeführt. Dorthin gingen 1877:547,000 
kg, 1878:900,000kg. Der Gesamtexport 
bezifferte sich dein Wert nach 1877 auf 
917,152 Mk.. 1878 auf 424,432 und 1879 
auf 566,612 Mk. Hauptcrporthafen für 
diesen Artikel ist Nagasaki. Ein Schluß 
auf den großen Umfang des Tabakbaus 
läßt sich aus dem Ertrag der Tabaksteuer 
entnehmen, welcher im Budget für 1880 auf 
1,731,033 Mk. berechnet war. Die Steuer 
wird als Gebühr für die von Fabrikanten 
und Detaillisteil zu lösenden Erlaubnis 
scheine erhoben sowie als Stcmpelgebühr 
für die bei dem Dctailverkauf iu Anwen 
dung zu bringende Emballage. Letztere 
beträgt 5 Proz. vom Wert. — Baum 
wolle gedeiht im S. bis zum mittlern 
Nippon; sie ist kurzfaserig, aber reiner zu 
bereitet und schöner als die chinesische. Der 
Verbrauch im Land ist ein sehr bedeuten 
der, er wird auf 65 Mill. Pfd. oder 1,98 
Pfd. pro Kopf berechnet und die Zufuhr- 
bon Garncil, Geweben rc. ares England 
auf 20 Mill. Pfd., wonach sich der Total 
konsum auf 85 Mill. Pfd. berechnen würde. 
,\Oi neuester Zeit sind drei Baumwollspin- 
uereien imb Webereien in Awaji angelegt 
worben, indes hat sich der Import fremd 
ländischer Baumwollwaren deswegen nicht 
verringert. Die Zufuhren von Baumwoll 
waren, namentlich Garn (1879 für 20 
Mill. Mk.), werteten 1877 : 34,a Mill., 
1878: 49,9 Mill, und 1879: 48.8 Mill. 
Mk. Die Engländer, mit denen die Chi 
nesen zu konkurrieren versuchen, beherr 
schen mit ihren Fabrikaten aus Glasgow 
und Manchester den Markt vollständig. 
Die Viehzucht spielt eine sehr unter 
geordnete Rolle, da sich der Japaner der 
Fleischnahrung fast gänzlich enthält. Der 
Viehstand wird für 1879 folgendermaßen 
angegeben: Pferde 826,653, Rinder 
1.077,358, Schweine 2069. Schafzucht 
ward erst vor wenigen Jahren durch einen 
Amerikaner eingeführt, doch gedeihen die 
Herden (ca. 6(X)0 Stück, meist mongoli 
scher Rasse) recht gut. Jedenfalls müßte 
die Schafzucht bei dem steigenden Verbrauch 
Wollwaren sehr lohnend werden. Die 
Anfuhren (zum starken Teil deutsch) wer 
teten (in Millioneil Mark): 
1877 1878 1879 
Wollwaren . . . 15,2 17,2 16,2 
Halbwollwareir . . 6,8 4,« s' 8 
Tuchfabriken wurden in neuester Zeit iu 
Sensi und Tokio errichtet, darum "nimmt 
auch die Einfuhr von Tuch ab; Musseline 
werden aber immer stärker zugeführt, 1879 
aus Deutschland, lvo man (in Greiz) sich 
jetzt besser auf das Färben versteht, für 
3 Mill. Mk. 
Bei weitem der wichtigste Artikel deS 
Exports istaberS e i d e, deren Ausfuhrwert 
nahezu der Hälfte des Werts sämtlicher 
Exportartikel gleichkommt. Die jährliche 
Gesamtproduktion ist nicht genau bekannt. 
Ein Konsularbericht gibt sie auf 41,145 
Ballen zu 50 kg an, wovon 40 Proz. 
zur Ausfuhr gelangen und 60 Proz. dem 
einheimischen Konsum verbleiben. Im 
Norden des Landes sind cs hauptsächlich 
die Provinzen Uzen, Mutsn und Jwa- 
schiru, im centralen Teil Schinschiu, Jo- 
schiu lind Musaschi, im Süden aber nur 
wenige, welche sich mit der Seidcnpro- 
duktion befassen. Eine Verbesserung der 
hergebrachten Spinnsysteme wllrdc 1871 
durch die Errichtung einer großen Fila- 
tur in Tomioka seitens der Regierung 
nach europäischem System mit den neue 
sten französischen Maschinen angebahnt, 
und im Lauf der Zeit sind iu fast allen 
Distrikten von japanesischen Industriellen 
mehr oder weniger bedeutende Filaturen 
errichtet worden. 1877 gab es in ganz 
I. 56 Seidenspinnereien, davon 27' mit 
Dampfbetrieb. Die schon genannte zu 
Tomioka beschäftigt 480 Arbeiter, hat 
300 Kessel und verbraucht 300 Ballen 
jährlich. Zwei andre Filaturen sind mit 
je 200, eine mit 150 und noch zwei mit 
je 100 Kesseln ausgerüstet. Hauptkonsu 
ment der Filaturseide ist Lyon, in letzterer 
Zeit geht jedoch auch ein gewisser Teil 
nach New Pork, wo der Verbrauch japa- 
uesischer Seide iu stetem Wachsen begriffen 
ist. Der Export stieg von 35,1 Mill. Alk. 
in 1878 auf 44,0 Mill. Mk. in 1879. - 
Außer diesem Handel mit Rohseide besteht 
ein starker Export von Sei den raupe n- 
ciern. Die Ausfuhr ist erst seit 1865 
freigegeben, bis dahin war sie bei Todes 
strafe verboten. Die erstell Kartons, ca.
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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