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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

Full text: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
875232663
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2698
Document type:
Monograph
Title:
The law of friendly societies, and industrial and provident societies, with the acts, observations thereon, forms of rules etc., reports of leading cases at length, and a copious index
Place of publication:
with the acts, observations thereon, forms of rules etc., reports of leading cases at length, and a copious index$gTenth edition, revised and enlarged
Publisher:
Shaw and Sons
Year of publication:
1881
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 303 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part I. Registered friendly societies
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

104 
XXV 1. 
britischen Sklavenhandels zunächst nicht berührt worden. 
Mannigfache Umstände vereinigten sich, auch diesem Handels 
zweig unmittelbar darauf den Untergang zu bereiten. 
Als der wichtigste von ihnen sei der in der ganzen 
bisherigen Literatur noch nie berücksichtigte Interessen 
konflikt zwischen den Pflanzern der älteren und denen 
der neueren britisch - westindischen Inseln hervorgehoben. 
Er brachte in dem eigenen Lager derer, die bisher ge 
schlossen gegen jedwede Abolition gestritten hatten, einen 
Zwist zum Ausbruch, an dem der letzte Widerstand zer 
schellen sollte. 
Die bisherigen Importverbote bezogen sich auf <lie aus 
ländischen Kolonien oder auf die während des seit 1803 wieder 
ausgebrochenen Krieges gemachten Eroberungen. Zu beiden 
Gebietsarten nahmen das ehemals spanische, seit 1802 englisch 
gewordene Trinidad, sowie in gewissem Sinne auch die drei 
holländischen Guyanakolonien — insofern nämlich die britische 
Regierung sie dauernd zu behalten wünschte (siehe die 1800 
eingeleiteten Friedensverhandlungen bei Thiers, 1806) — eine 
besondere Stellung ein. Laut Friedensvertrag gehörte Trinidad 
seit 1802 mit genau denselben Rechten, wie die schon vor 
1793 von England besessenen Gebiete, zu dem Verband der 
britischen Sklavenkolonien. Bei der Übergabe waren nur 
über die innere Verwaltung und Rechtssprechung gewisse Ver 
einbarungen getroffen worden (Southey III, S. 279 und 309); 
die Sklaveneinfuhr stand ihm vorläufig frei. Diese Freiheit 
aber stand zu den Lebeusinteressen der älteren britischen 
Kolonisten in striktem Gegensatz; denn Trinidad hätte unter 
britischer Verwaltung und unter sonst gleichen Erwerbsbeding 
ungen wegen seiner gröfseren Ertragsfähigkeit binnen kurzem 
sämtliche übrigen britischen Zuckerkolonien im Konkurrenz 
kampf geschlagen, einen erheblichen Teil ihrer Zucker 
produktion an sich gerissen und deren ohnehin auf schwachen 
Füfsen ruhenden Plan tagen Wirtschaft den Rest gegeben. 
„Trinidad hatte so viel kulturfähiges Land (über 800000 acres), 
dais es in wenigen Jahren mit Leichtigkeit 100000 hgd. Zucker 
und eine entsprechende Menge Rum, Baumwolle usw. (d. h. 
mehr als Jamaika) hervorgebracht und fast den gesamten 
Bedarf Grofsbritanniens gedeckt hätte“ (Fr. M. Eden, S. 70 
u. 77). Wegen seiner Fruchtbarkeit hätte es notwendig den 
Hauptstrom des britischen Kapitalszuflusses und der Neger 
importe an sich gerissen. 
Dafs dies keine leeren Befürchtungen waren, beweist 
sein rapider Aufschwung während der kurzen Okkupations 
zeit, die dem Frieden von Amiens voranging. Von 1798 
bis 1802 hatte es seinen Sklavenbestand fast verdoppelt, wie 
folgende Zahlen bekunden (Southey, III, S. 149, 189, 228 u. 
339):
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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