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Logik des Geldes

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Bibliographic data

fullscreen: Logik des Geldes

Monograph

Identifikator:
890261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15521
Document type:
Monograph
Author:
Moll, Bruno http://d-nb.info/gnd/117121045
Title:
Logik des Geldes
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (104 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Geldliteratur und der Versuch, zu Ende zu denken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Logik des Geldes
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Methodologie
  • Zweites Kapitel. Das Problem des Endes als fundamentale Aufgabe der Logik des Geldes
  • Drittes Kapitel. Die Geldliteratur und der Versuch, zu Ende zu denken
  • Viertes Kapitel. Eigener Lösungsversuch: Grundlegung einer wirtschaftlichen Theorie des Geldes
  • Anhang. Fünftes Kapitel. Zur Systematisierung der Lehren vom Papiergelde

Full text

§ 2. Die Anweisungstheorie. 
37 
zahlt, hingegen wer mit Gelde bezahlt wird, dem ist bloß die 
Anweisung auf eine wirkliche Bezahlung gegeben, die sowohl 
von der Meinung der Menschen, als von Zeit und Ort noch 
immer sehr abhängig ist. Eine gegebene Mahlmühle erzeugt 
täglich eine bestimmte Menge Mehl. Hundert Gulden, wo 
für ich heute an Ort und Stelle a Metzen Korn erhalte, ge 
währen mir mehr oder weniger, je nachdem sich von heute 
auf morgen die Meinung der Menschen geändert hat.« 
(Seite 237.) »Das Geld ist wesentlich nicht selbst ein 
Gegenstand von innerem Werte; es ist eine Anweisung an 
Dingen von Wert. Die Anweisung ist vollkommen unbestimmt 
rücksichtlich der Qualitäten und bloß rücksichtlich der Quan 
titäten, selbst aber in dieser letzteren Hinsicht bloß insofern 
bestimmt, als Zeit und Ort gegeben sind, welche Bestimmung 
nicht in der Natur des Geldes, sondern in der jedesmaligen 
Meinung der Menschen ihren Grund hat.« 
Bei Oppenheim finden sich folgende Stellen (Seite 35): 
»Diese beiden letzten Eigenschaften des Geldes haben die 
Wortstreit hinaus, anderseits steckt aber im Geldbegriff, wie wir oben ge 
sehen, stets schon eine Theorie: In diesem Falle die Hypothese, daß 
wertvoller Stoff im allgemeinen für die Oeldfunktion nicht nötig und daß 
daher Papiergeld an sich ein dem metallenen durchaus ebenbürtiges Geld 
sei. Die Einseitigkeit dieser Lehre werden wir später aufzudecken versuchen. 
Im metallenen Stoffe sieht man zuweilen aus verschiedenen Gründen 
nicht nur etwas Unnötiges, sondern sogar etwas Schädliches. Einmal, weil 
somit das Geld abhängig werde vom schwankenden Wert eines Stoffes, 
dessen Produktionskosten wechselten, dann aber auch noch aus einem 
anderen Grunde. Das Metall wirke schädlich, weil es den unhaltbaren 
metallistischen Aberglauben der Menschen an einen immanenten Wert 
dieses Stoffes fördere und verhindere, daß die Menschen sich an das voll 
kommenere Geld, das Papier, gewöhnen. Wenn Paniken in kritischer Zeit 
entständen, so läge der Fehler nicht darin, daß die Einlösung des Papiers 
suspendiert werde, sondern darin, daß vorher, in gewöhnlicher Zeit, Ein 
lösung bestanden habe. Solange Einlösung besteht, würden in unruhigen 
Zeiten. Paniken nicht zu vermeiden sein. Der letztere Satz ist zugegeben. 
Fraglich ist nur, ob der Glaube an das Metall wirklich bloß Aberglauben, 
oder nicht doch etwas fester in natürlichen und wirtschaftlichen Tatsachen 
begründet ist, als die »Chartalisten« meinen.
	        

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Logik Des Geldes. Verlag von Duncker & Humblot, 1916.
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